Alpinmagazin

Spitzenwanderweg - wirklich Spitze?

Die Zugspitz Region möchte touristisch neue Wege gehen und bleibt dabei auf alten Pfaden. Klingt widersprüchlich – ist es aber nicht unbedingt. Die Touristiker dieser Region hatten nämlich den hohen Anspruch, die so reichlich vorhandenen kulturellen und landschaftlichen Highlights dieser Gegend mittels eines neuen Weitwanderweges zu verbinden und so einen sehr abwechslungsreichen Spitzenwanderweg zu schaffen. Doch ist dies gelungen? Wir meinen ja, absolut! Und daher möchten wir euch diese traumhafte, über 200 km lange Runde auch vorstellen.

Im Abwechslungs-Reich der Zugspitz Region

Diese Rundtour durch die Zugspitz Region bietet fast alles. Sie führt flach und sanft durchs liebliche Voralpenland, sie leitet uns an Badeseen ebenso wie an wilden Wasserfällen vorbei. Sie führt durch Schluchten und zu Königsschlössern. Sie zeigt uns den Unterschied zwischen Voralpen-Gipfeln und hochalpiner Kulisse. Und nicht zuletzt präsentiert sie uns auch die vielen netten Bilderbuch-Ortschaften, die Häuser mit den Lüftlmalereien, die Gastfreundschaft der Einheimischen, die urige Gastronomie, sprich die Bayerische Lebensart.

Landschaftliche Highlights - Beispiele

In der Tat ist dieser Weitwanderweg überreich an landschaftlichen Höhenpunkten.  Daher ist es gar nicht möglich alle aufzulisten. Die Auswahl ist also eine rein subjektive des Autors – und doch handelt es sich hier definitiv um Juwelen, um Perlen der Natur.

  • Die Route führt an mehreren wirklich imposanten Klammen vorbei. Besonders spektakulär und wild sind die Höllental- und die Partnachklamm. Aber auch die Schleifmühlenklamm ist sehenswert, wenn auch vergleichsweise beschaulich.
  • Die sogenannten Kuhflucht-Wasserfälle am Hohen Fricken (bei Farchant) sind ein fast magischer Ort
  • Die Elmauer Alm liegt inmitten eines lieblichen, typisch voralpinen Almgeländes. Und wie zum Kontrast extra hingestellt, schießt im Süden das hochalpine, felsige Wettersteingebirge in den Himmel. Ganz ähnlich beim touristisch beliebten Eckbauer. Hier rastet man in der lieblichen Blumenwiese vor einer atemberaubenden Hochgebirgskulisse.
  • Auf den alpinen Etappen durch Wetterstein und Karwendel zeigt sich der Ernst, aber auch die majestätische Anmutung dieser beeindruckenden Gebirgsregionen.
  • Ferchen- und Lautersee sind zwei wunderschöne Gebirgsseen mit tollem Blick auf die felsige Wettersteinspitze. Beide Seen laden bei entsprechender Witterung zu einem Bad ein. Es gibt Liegewiesen und Gasthäuser wie z.B. die Lauterseealm.
  • Im vergleichsweise großen Staffelsee kann man nicht nur baden, sondern auch eine Schifferlfahrt machen.

Kulturelle Highlights - Beispiele

  • Schloss Linderhof – das Lieblingsschloss des Märchenkönigs mitten im Ammergebirge. Infos Linderhof.
  • Schachen – König Ludwigs Residenz im Wettersteingebirge. Einkehrmöglichkeit bei der Schachenhauswirtin.
  • Kunst im Blauen Land – Museen mit Werken berühmter Künstler wie Wassily Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter liegen in der Nähe der Route
  • Geigenbaumuseum Mittenwald

Verkehrsanbindung

Der Spitzenwanderweg führt an insgesamt 16 Bahnhöfen vorbei. Es ist also möglich, sowohl in den Wanderweg wie auch in den Zug, an fast beliebiger Stelle ein- bzw. auszusteigen.

Weiter Infos

Zum Spitzenwanderweg gibt es auch eine eigene Webseite.
Hier finden Sie alle weiterführenden Infos zum Spitzenwanderweg.

GPS-Track - Spitzenwanderweg

Hier können Sie kostenlos und ohne Registrierung den gesamten GPS-Track der 200 km langen Rundtour downloaden.

Tourdaten – Spitzenwanderweg

Start

Murnau bietet sich an. Man kann aber an beinahe beliebiger Stelle in die Runde einsteigen.

Länge + Höhenmeter

insgesamt 200 km und 6800 Höhenmeter

Charakter / Schwierigkeit

Überwiegend geht es über einfache Wanderwege, darunter sind auch flachere Etappen. Teilweise sind aber auch anspruchsvolle Bergwege zu bewältigen, die Trittsicherheit und entsprechende Ausrüstung erfordern. Für geübte Bergwanderer sind die anspruchsvolleren Etappen aber kein Problem!

Etappen

Die einzelnen Etappen sind nicht festgeschrieben. Je nach Kondition, Lust und Laune ist es möglich die Streckenabschnitte individuell gestalten. So kann man auch an fast beliebiger Stelle in die Rundtour einsteigen. Selbstverständlich muss man die 200 km nicht am Stück erwandern; man kann auch einfach immer wieder einmal eine Teiletappe davon gehen.

Zeitaufwand

Je nach Kondition wird man zwischen 10 und 14 Tage für die gesamte Runde benötigen.

Beschilderung

Ab Frühsommer 2018 wird diese Mehrtagesrundtour durchgehend als „Spitzenwanderweg“ ausgeschildert sein.

Copyright Bilder: Zugspitz Region & tourentipp Verlag; Bilder Geigenbaumuseum: Alpenwelt Karwendel / Wolfgang Pfisterer

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Bild des Monats

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