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Hochstaufen (1771 m) 

Ein Aussichtsberg par Excellence! Seine freistehende Lage über Reichenhall ermöglicht eine Gipfelschau, die bei guter Sicht einfach berauschend ist. Der Anstieg führt halb durch Bergwald, halb über Schrofen- und Felsgelände. Das Staufenhaus direkt unter dem Gipfel liegt wunderschön. Übernachtet man, kann man ein Lichtermeer im Tal, sowie herrliche Sonnenauf- und Untergänge erleben.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Chiemgauer Alpen | Bad Reichenhall

Tourensteckbrief Hochstaufen über Steinerne Jäger Steig

Anfahrt: A8 München-Salzburg bis Ausfahrt Reichenhall / Piding. Hier folgt man der Beschilderung Berchtesgaden / Reichenhall. Erst in Bad Reichenhall zweigt man dann rechts ab Richtung Karlstein / Kaserne. Nach rechts geht es über die sog. Kretabrücke. Gleich an der Ampel hinter der Brücke biegt man wieder rechts ab Richtung Nonn. Dann bleibt man ein ganzes Stück auf der Straße, fährt an Sportanlagen vorbei, bis einen ein etwas verstecktes Schild nach rechts über eine Bergstraße zur Padinger Alm leitet. Man parkt gleich am Großparkplatz der Padinger Alm, oder etwas weiter oben an einem kleinen Wanderparkplatz.
Öffentliche Verkehrsmittel: Gute Zugverbindungen nach Bad Reichenhall. Dann mit dem Bus bis Haltestelle Nonn / Karlstein. Zu Fuß zur Padinger Alm.

Ausgangspunkt: Padinger Alm (667 m) über Bad Reichenhall (473 m).

Route: (Route über Steinerne Jäger.) Vom großen Parkplatz an der Padinger Alm geht man, zuerst noch ein Stück auf asphaltierter Straße halblinks (weiß-rot-weiß markiert) nach oben in den Wald hinein (hier befindet sich der kleine Wanderparkplatz). Man bleibt auf dem anschließenden Forstweg und läßt die Abzweigung zum Normalweg über Bartlmahd links liegen. Weiter oben zweigt man dann aber beim Schild „Steinerne Jäger / Klettersteig“ links ab und wandert auf einem steilen Waldpfad durch schönen Mischwald in Serpentinen empor. Am Kamm angelangt, findet man schon den ersten atemberaubenden Aussichtspunkt (siehe Bild 2). Nun quert man die Südflanke in Kammnähe über einen aussichtsreichen, gut markierten Schrofen- und Felsensteig (siehe Bild 3). Dann taucht plötzlich das Staufenhaus (auch Reichenhaller Hütte) über einem auf. Der weiß-rot-weiß markierte Felssteig leitet einen direkt zu ihm hinauf (siehe Bild 4). Links an der Hütte vorbei und hinter ihr hinauf steigt man in 5 Minuten zum überraschend geräumigen Gipfel mit gigantischer Rundumsicht.

Abstieg: Der Abstieg führt wieder an der Hütte vorbei. Hier wendet man sich aber nicht nach links dem Aufstieg über die Steinernen Jäger zu, sondern wandert rechts auf markiertem Steig hinunter. Auch der Abstieg ist sehr schön und quert anfangs in Kammnähe, doch er ist weniger schwierig als der Aufstiegsweg. An Bartlmahd vorbei steigt man in steilem Zick-Zack ab und erreicht letztendlich, kurz vor dem Ausgangspunkt, wieder den Forstweg.

Alternative: Über die Nordseite - von Inzell, oder Aufham.

Charakter / Schwierigkeit: Eine lohnende Überschreitung, die sowohl bei den Reichenhallern, als auch bei den Salzburgern recht beliebt ist. Der Aufstieg über den sogenannten Klettersteig ist nicht seilgesichert, also eher ein alpiner Steig und entspricht einer anspruchsvollen Bergwanderung. Für Geübte weist er keine technischen Schwierigkeiten auf. Man bewegt sich im felsigen Gehgelände, bei dem man höchsten mal mit der Hand nachhelfen muss. Es handelt sich aber um steiles Fels- und Schrofengelände, das echte Trittsicherheit erfordert. Der Steig ist gut markiert. Bei Nässe sollte man lieber über den Normalweg gehen. Die Route bietet bereits im Aufstieg schöne Ausblicke. Die Rundschau vom Gipfel reicht jedoch bei guter Sicht vom flachen Alpenvorland, über den Chiemsee bis zu den Berchtesgadener Alpen. Die Hohen Tauern, die Loferer Steinberge, das Kaisergebirge und die Kitzbüheler darf man auch noch bestaunen.

Gehzeit: Aufstieg: 3 Stunden; Abstieg: gut 2 Stunden.

Tourdaten: 1100 Höhenmeter

Stützpunkt: Reichenhaller Hütte (1750 m; auch Staufenhaus) des DAV Bad Reichenhall, bewirtschaftet von Mitte Mai bis Mitte Oktober (bei gutem Wetter auch einmal länger), Telefon: 0049 / 8651 / 5566, 30 Übernachtungsplätze.

Tipp: 1. Auch wenn die Länge der Tour eine Übernachtung nicht unbedingt erforderlich macht, ist ein Bleiben auf der Hütte unbedingt lohnend. Wenn die Sonne über dem Chiemsee untergeht, sieht es manchmal aus wie am Meer. Außerdem ist des Nachts das Tal illuminiert mit den Lichtern der Ortschaften.
2. Die kleine Kapelle neben der Hütte ist sehenswert. Am Sonntag vor oder nach Peter und Paul (je nachdem, welcher Sonntag näher an P. & P. ist) findet hier alljährlich eine Bergmesse statt.

Karte: „Berchtesgadener Alpen“ des Bayerischen Landesvermessungsamtes, 1:50.000.

Autor: Bernhard Ziegler

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