Bewertungssystem

Zum Gebrauch des Online-Bergführers

Schwer oder leicht, lang oder kurz – das ist natürlich relativ, je nach Leistungsstand des Betrachters. Daher ist es wichtig, dass die Routenbeschreibungen untereinander vergleichbar sind. Damit Sie sich ein optimales Bild von den Routen machen können, hier eine Erklärung zu unserem Bewertungssystem.

Die tourentipp.de-Bewertungsskala hat 6 Stufen und stellt sich grafisch so dar

Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 4
Stufe 5
Stufe 6

Mit diesen 6 Stufen bewerten wir folgende Kriterien einer Tour in einer Grafik

  • Schwierigkeit
  • konditioneller Anspruch
  • Gefahrenpotential
  • landschaftlicher Reiz
  • Frequentierung

Schwierigkeit: Diese Angabe bezieht sich ausschließlich auf die geh-, kletter- bzw. abfahrtstechnische Schwierigkeit einer Tour. Dabei ist vor allem die schwierigste Stelle ausschlaggebend, aber auch wie lange die Schwierigkeiten anhalten. Bei neueren Skitouren-Beschreibungen verwenden wir zudem im Text die Steilheitsklassen wie sie auch der Lawinenlagebericht definiert.

Steilheitsklassen:

  • mäßig steil: unter 30°
  • steil: 30° bis 35°
  • sehr steil: 35° bis 40°
  • extrem steil: ab 40°

Konditioneller Anspruch: Diese Angabe wird aus Entfernung und Höhendifferenz errechnet. Eine Tour mit mittlerem konditionellen Anspruch weist etwa 1200 Höhenmeter auf, wenn die Entfernung nicht ungewöhnlich lang ist.

Gefahrenpotential: Bei allen Sommertouren bezieht sich die Angabe auf schlechte Wege, Absturzgefahr (ausgesetzte Stellen), Steinschlag- und Spaltengefahr; bei Skitouren und Skihochtouren ist hier überwiegend die potentielle Lawinengefährdung gemeint.

Landschaftlicher Reiz: Sicher ein eher subjektives Kriterium, dennoch versuchen die Autoren hier eine möglichst allgemeingültige und nachvollziehbare Bewertung abzugeben.

Frequentierung: Die Besuchszahl eines Gipfels hängt von Witterung, Wochentag und beispielsweise Ferienzeiten ab. Dennoch kann man Vergleiche unter den einzelnen Touren anstellen, ob sie relativ viel oder relativ wenig begangen werden.

Wichtiger Hinweis! Da Kategorien nur eine ganz beschränkte Aussagekraft haben, sollen die Bewertungsstufen nur dem schnellen Überblick und der Schellsuche dienen. Wir setzten hier auf eine ausführliche Beschreibung; sie erklärt die vorhandenen Schwierigkeiten und die Charakteristik einer Tour im Detail.

Bergtour oder Wanderung? Bei Sommertouren sind die Routen mit der Schwierigkeitsbewertung 1 bis 3 als einfache bis anspruchsvolle Bergwanderungen einzustufen (und so auch im Text benannt); die Bewertungen von 4 bis 6 sind leichten bis schwierigen Bergtouren zuzuordnen. Achtung, eine leichte Bergtour ist alpiner als eine anspruchsvolle Wanderung!

Gehzeiten: Diese Angabe bezieht sich auf die reine Gehzeit ohne Pausen. Denn keiner kann vorhersehen, wie viele Pausen der einzelnen einlegt. Wohl aber kann man aus Höhendifferenz, Entfernung (AV-Formel) und persönlicher Erfahrung eine durchschnittliche Gehzeit errechnen. Dies ist aber nur ein Durchschnittswert. Konditionsstarke werden die Zeitangabe meist deutlich unterbieten, Leistungsschwächere werden mehr Zeit einkalkulieren müssen. Da die Zeitangaben der einzelnen Routenbeschreibungen jedoch untereinander vergleichbar sind, sind sie in jedem Fall Anhaltspunkt für die individuelle Tourenplanung und Routenauswahl.

Lawinengefahr: Diese Angabe bezieht sich ausschließlich auf die potentielle Gefährdung einer Route. Die aktuelle Lawinensituation wird hier nicht berücksichtigt! Eine stark gefährdete Route kann also bei besonders sicheren Verhältnissen durchaus machbar sein, wogegen eine Tour mit geringer potentieller Gefährdung bei sehr schlechten Verhältnissen möglicherweise nicht mehr vertretbar ist. Für die Planung einer Wintertour sind daher der aktuelle Lawinenlagebericht und eigenständiges Beurteilungsvermögen unerlässlich.

 
 

Auf ein Wort unter Bergfreunden

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie einer Tour gewachsen sind, ob Sie die nötige alpine Erfahrung, Ausrüstung oder Ausbildung dazu haben, verzichten Sie lieber auf eine Tour oder schließen Sie sich einer professionellen Führung an. Bedenken Sie, dass unsere Bewertungen immer von normalen Verhältnissen ausgehen, dass bei schlechten Wetter- oder Schneeverhältnissen eine Tour aber deutlich schwieriger sein kann. Hinzu kommt, dass sich die Verhältnisse im Gebirge sehr schnell ändern können. Bitte beachten Sie diesen Hinweis – wir wollen, dass Sie viel Spaß in den Bergen haben und wieder gesund nachhause kommen!

Zudem liegt uns natürlich die Natur am Herzen. Bitte gehen Sie sorgsam mit der Umwelt um, schützen Sie die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt in den Bergen, bleiben Sie auf den Wegen (soweit vorhanden)! Wer Fahrgemeinschaften bilden oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen kann, entlastet zudem die Umwelt. Vielleicht finden Sie im Forum sogar neue Freunde, die gerne zusammen mit ihnen in die Berge fahren. Beim Parken vor Ort sollte man fair sein und Privatgrund unbedingt respektieren. (Versetzen Sie sich diesbezüglich auch einmal in die Situation der Anwohner!).

Müll gehört nicht in die Berge, das gilt auch für den Ausgangspunkt der Tour. Lärm ist übrigens auch eine Art von Müll - also bitte die Ruhe genießen und nicht stören!

Aktuelles aus dem Bergjournal

  • Bergrose

    Eine Rose, die im Vollschatten blüht? Eine Rose ohne Dornen? Eine Rose mit ganz stacheligen Hagebutten? … Gibt es nicht? Gibt es doch, die Bergrose macht scheinbar alles anders, als alle anderen Rosen..

  • (Kalk-) Glockenenzian

    Wenn im Mai die Almwiesen vom blauen Glockenenzian überzogen sind, ist dies das untrügliche Zeichen, dass auch in den Bergen der Frühling eingezogen ist.

  • Mallorca Wanderführer

    300 Sonnentage im Jahr und mediterrane Lebensart – Mallorca verwöhnt seine Gäste. Abseits der beliebten Badestrände ist die Insel ein wahres Wanderparadies mit lieblichen Tälern, wildromantischen Schluchten und unzähligen Aussichtsgipfeln.

  • Bergschlüsselblume

    Die schönste Frühlingsblume zur Osterzeit ist wohl die Schlüsselblume. In den Bergen blüht die Hohe- oder Bergschlüsselblume in Höhen bis weit über 2000 Metern hinauf. Mindestens genauso schön und heilkundlich fast ebenso wertvoll wie die Echte Schlüsselblume (Primula veris).

  • Skitouren in Sibirien

    Sibirien ist nicht nur ursprünglich und hat eine Pulverschnee-Garantie, es ist auch einsam, verlassen, kalt und unwirtlich. Hier kann man noch Skitouren völlig außerhalb jeglicher Zivilisation unternehmen. Doch genau das hat Chris Lemke und seinen Freund Volker daran gereizt.

  • 111 Orte im Werdenfelser Land, die man gesehen haben muss

    Mit diesem Buch lassen sich 111 unbekannte, skurrile und geheimnisvolle Orte entdecken, die auch Kenner des Werdenfelser Landes überraschen werden.

Bild des Monats

052017
Frühlingsradln bei Tremosine

Benutzer: Linus_Z

Beschreibung: Die Gardasee-Region ist ideal für die Übergangszeit. Im Süden kann man schon etwas früher im Jahr mit der Wander-, Kletter- und Radlsaison starten.
Schneerosenblüte am Gamskogel

Benutzer: Bergfreund

Beschreibung: Die Natur ist halt doch der schönste Garten. Bei der Bergtour zum Gamskogel blühten die Schneerosen um die Wette. Gut, dass die Blumen hier weitestgehend ungestört wachsen können und der Naturfreund sich jedes Frühjahr wieder daran erfreuen kann.
Gang ins Licht

Benutzer: Linus_Z

Beschreibung: Am Ende einer Skitour mit vielen kleinen Höhepunkten ist es am letzten Gipfel der Weg in die untergehende Sonne, der uns fast erschaudern lässt vor Glück. Was für ein Tag, was für eine ergreifende Stimmung! (Bild: In den Chiemgauer Alpen)
Zum Touren-Bild des Monats...
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Wanderkarten sind ein unverzichtbarer Begleiter auf Tour. In unserem Kartenshop finden Sie eine komplette Liste aller Kompass Wanderkarten mit Bestellmöglichkeit. Selbstverständlich gibt es auch eine Auswahl an Alpenvereinskarten, an Topographischen Wanderkarten vom Bayerischen Landesvermessungsamt sowie alle Digitalen Karten von MagicMaps und Schweizer Landeskarten.

 
 


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