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Zugspitze (2962 m) - Tiroler Weg 

Eine schöne Alternative zur überlaufenen Höllentalroute auf die Zugspitze. Die Tour von der Tiroler Seite auf Deutschlands höchsten Berg ist zwar nicht ganz so abwechslungsreich, dafür aber weniger anspruchsvoll und kürzer als die durchs Höllental. Doch auch der Tiroler Weg überwindet stattliche 1750 Höhenmeter und führt von Ehrwald über die Wiener Neustädter Hütte durch den Stopselzieher hinauf zum Gipfel. Neben einer guten Kondition und sicherem Wetter braucht es auch etwas Trittsicherheit auf einfachen und sehr gut gesicherten Felspassagen. Da es sich mit Ausnahme des Stopselziehers überwiegend um Gehgelände handelt, kann man hier jedoch nicht von einem klassischen Klettersteig sprechen. Geübte Bergwanderer dürfen sich die Tour also schon zutrauen. Den konditionellen Anspruch kann man durch eine Hüttenübernachtung und auch durch die Rückfahrt mit der Seilbahn verkleinern.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Wetterstein | Ehrwald

Tourensteckbrief Zugspitze

Anfahrt: Von Norden über Garmisch-Partenkirchen auf der B23 (in Tirol dann B187) nach Ehrwald. Beim Eisenbahn-Viadukt links und gleich wieder links in die Zugspitzstraße abbiegen. Auf der Zugspitzstraße hinauf nach Obermoos zur Talstation der Tiroler Zugspitzbahn. Hier findet man einen kostenlosen (Stand 2017) Großparkplatz.
Navi-Adresse: A-6632 Ehrwald, Obermoos 1

Ausgangspunkt: Talstation der Tiroler Zugspitzbahn (1228 m) im Ortsteil Obermoos von Ehrwald

Route: Gleich bei der Einfahrt zum Parkplatz erkennt man rechts den ausgeschilderten, asphaltierten Weg Richtung Zugspitze (Weg 822 – Zugspitze / Wiener Neustätter Hütte). Hat man den Parkplatz hinter sich, führt der Weg entlang einer Skitrasse nach Südosten bis am Fuße vom Gamskar ein Steig (bzw. sogar zwei Steige – der erste ist nur mit einem roten Z gekennzeichnet) nach links abzweigt. Durch eine Latschenzone geht es ins eigentliche Kar und über dieses auf einem schottrigen Steig hinauf in Richtung der Seilbahnstütze der Tiroler Zugspitzbahn. Der Steig leitet einen nach links auf eine grasige Schulter. Über den nun folgenden Rücken geht es an der Seilbahnstütze vorbei, dann quert man die Nordseite auf einem teils gesicherten Steig ins Österreichische Schneekar und steigt anschließend nach Süden zur Wiener Neustädter Hütte (2209 m) auf. Nun traversiert man das Schneekar auf sandigem Steig zum linken oberen Ende des Kessels. Hier beginnt die mit Drahtseil gesicherte und mit Eisenstiften und -krampen versehene Felspassage durch den sog. Stopselzieher. Durch eine Höhle und eine kaminartige Rinne geht es schräg empor. Danach quert die Route ein Stück nach rechts, ehe sie erneut über eine Rinne und flacheres Gelände direkt durch die Wand nach oben führt. Am Ende nach links ausweichend (an der alten Seilbahnstation vorbei) erreicht man den Grat. Hier nach links (Nordosten) und entlang des Kammes zum meist überfüllten Gipfelplateau der Zugspitze mit den Bergstationen der Seilbahnen, der Wetterwarte und dem Münchner Haus. Zum eigentlichen Gipfel mit dem goldenen Kreuz geht es auf einem Steig (mit Sicherungen und Leiter) nach Osten.

Abstieg: 1. Wie Aufstieg
2. Talfahrt mit der Tiroler Zugspitzbahn

Alternative: Der große Klassiker ist natürlich der bayerische Aufstieg über die Höllentalroute. Diese ist aber technisch deutlich anspruchsvoller und zumindest als Tagestour nur konditionell extrem Starken zu empfehlen.

Charakter / Schwierigkeit: Eine abwechslungsreiche, technisch und konditionell anspruchsvolle Bergwanderung durch Kare und Felsfluchten. Die sehr gut ausgeschilderte Route führt über schmale Schottersteige und durch eine teilweise gesicherte Felsflanke. Dabei ist aber nur die Passage durch den sogenannten Stopselzieher wirklich steil und etwas ausgesetzt. Trotz der vielen Drahtseile und der Eisentritte ist die Tour kein klassischer Klettersteig, denn auch der gesicherte Teil führt meist über Gehgelände. Die Ausnahme sind eigentlich nur die paar Meter durch den Stopselzieher, wo man die Arme schon zu Hilfe nehmen muss. Die Klettersteigbewertung wäre A/B für diese Passage. Für geübte Bergwanderer ist das aber alles kein Problem. Berücksichtigen sollte man jedoch unbedingt, dass die Tour ins Hochgebirge führt und aufgrund der Höhe ein Schlechtwettereinbruch fatale Auswirkungen haben kann. Zudem kann die Route im Frühjahr durch Altschnee erheblich schwieriger sein als normal. Der konditionelle Anspruch kann durch die Rückfahrt mit der Seilbahn und/oder durch eine Hüttenübernachtung deutlich verringert werden. In der Regel wird die Seilbahn benutzt, denn es braucht schon viel Moral, um die 1750 Hm auch wieder abzusteigen.

Gehzeit: Aufstieg: 4 bis 5 Stunden; Abstieg: 3 bis 3,5 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 1750 Höhenmeter; Distanz: 6 km (einfach)

Beste Jahreszeit: Juli bis September

Stützpunkt: 1. Wiener Neustädter Hütte (2209 m) des Österreichischen Touristenclubs. In der Regel geöffnet von Ende Juni bis Anfang Oktober. Insgesamt 35 Schlafplätze im Zimmer und im Lager. Telefon: +43/676/7304405. Internet: wiener-neustaedter.com.
2. Münchner Haus am Zugspitz Gipfelplateau, geöffnet von ca. Mitte Mai bis Anfang Oktober. Telefon: +49/8821/2901 Infos unter Münchner Haus.

Ausrüstung: Die Tour führt ins Hochgebirge, daher sollte man auch im Sommer wärmende Kleidung mitführen. Neben der normalen Wanderausrüstung kann ein Steinschlaghelm und für unsichere Geher auch ein Klettersteigset nützlich sein.

Bergbahn: Die meisten Bergwanderer nehmen die Tiroler Zugspitzbahn, um wieder ins Tal zu gelangen. Preise und weitere Infos finden Sie hier.

Karte: Alpenvereinskarte BY8, Wetterstein, Zugspitze, 1:25.000.
Erhältlich in unserem AV-Karten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Ehrwald
Vorhersage für Mi, 15.08.2018
Mi, 15.08.2018 leicht bewölkt
9 / 14 oC
leicht bewölkt
Niederschl.: 0 % Wind: 4 km/h SO
Ehrwald
Vorhersage für Do, 16.08.2018
Do, 16.08.2018 sonnig
10 / 16 oC
sonnig
Niederschl.: 0 % Wind: 5 km/h S
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Karte

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GPS Daten zum Download

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Tourentipp-Globo-Vision

Panorama-Fotografie mit sensationeller 360x360-Grad-Technologie.
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Galerie

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