Touren

Zugspitze (2962 m) 

Auf Deutschlands höchsten Berg via Höllental - das ist eine der schönsten und abwechslungsreichsten Touren überhaupt. Eine wilde Klamm, ein kleiner Gletscher und einfache Kletterei stehen auf dem Programm. Ob man diese anstrengende Tour nun wegen der langen Drahtseilpassagen als Klettersteig, oder wegen Höhe und Gletscher als Hochtour einstuft, ist Geschmackssache; unbestritten bleibt ihr Reiz.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Hochtour | Bayern | Wetterstein | Garmisch-Partenkirchen

Tourensteckbrief Zugspitze

Anfahrt: A 95 München–Garmisch, weiter Richtung „Fernpaß / Reutte“ bis Grainau. Hier links ab, der Beschilderung „Hammersbach / Höllentalklamm“ folgend, bis zu einem großen Wanderparkplatz.

Ausgangspunkt: Großer, gebührenpflichtiger Wanderparkplatz (2,50 € / Tag) bei Hammersbach (740 m) – Grainau (bei Garmisch-Partenkirchen)

Route: Vom Parkplatz die Straße hinauf zur kleinen Kapelle direkt bei der Brücke über den Hammersbach. Über die Brücke und dann auf dem Weg, links des Baches taleinwärts. Der Weg überquert den Hammersbach, dann geht es in zwei Kehren hinauf und auf dem Wanderweg weiter taleinwärts zur Höllentalklamm. Nun entweder durch die Klamm (kostenpflichtig - 4 Euro, AV-Mitglieder 1 Euro / Öffnungszeiten beachten!), oder über den Stangensteig (ca. 30min länger) hinauf zur Höllentalangerhütte (1381 m). Hier verzweigt sich der Weg mehrfach, die Weiterführungen sind aber jeweils gut beschildert. Man folgt dem ausgeschilderten Steig Richtung Zugspitze taleinwärts, überquert alsbald auf der Brücke das Bachbett und wandert nun auf der rechten Hangseite dem sperrenden Felsriegel entgegen. Hier über Schrofen empor, die Abzweigung zur Riffelscharte lässt man rechts liegen. Dann über leichtes, teilweise versichertes Felsgelände und Eisenklammern weiter; alles gut markiert mit roten Punkten. Man steigt über das sogenannte Brett (eine steile Felswand mit Eisenstiften) und danach durch eine einfache Felsrinne. Jetzt geht es wieder gemütlicher auf dem gut markierten Steig durch die Felsen, und später über die schottrigen Moränenhügel im Kar, immer in der rechten Talseite hinauf zum Ferner. Hier zieht die Spur in der Regel zwischen den beiden Spaltenzone (links und rechts im Gletscher) mittig hindurch. Unter Ausnutzung der flacheren Passagen geht es in einem Rechtsbogen auf die Randkluft zu. Deutliche Markierungen und Aufstiegshilfen am Fels dienen zur Auffindung der Ausstiegsstelle am Nordrand des Eises. Die Randkluft kann – je nach Verhältnissen – ein mehr oder weniger ernsthaftes Problem darstellen. Bei guten Bedingungen geht es im Firn - nur die letzten Meter recht steil - bis an die Felswand, wo man an Eisenbügeln und Stiften kurz senkrecht hinaufklettert. Dann quert man unschwierig und ohne Sicherung nach rechts, wo man wiederum an das Drahtseil gelangt. Ihm folgt man nun tendenziell nach Südosten - über einige Stufen direkt empor, jedoch meist auf den Gipfel zuquerend - immer durch Felsen. Der Klettersteig erreicht in Nähe der Bergstation die Grathöhe und ein Scharte, quert unter dem Gipfel hindurch (früher anderer Routenverlauf) zum Ostgrat (Beginn des Jubiläumssteiges). Hier nach rechts zum gut sichtbaren Gipfel, um ihn am Ende herum und von Norden herauf (Achtung, die letzten Meter sind wg. der vielen Touristen recht abgespeckt!)

Abstieg: 1. Zur Bergstation, dann nach Süden zum Schneefernerhaus, über die Knorr- und Reintalangerhütte durchs Reintal nach Garmisch-Partenkirchen. Am Ende über die Partnachalm (etwas kürzer) oder die Partnachklamm (schöner!) zum Skistadion. Nun zu Fuß entlang der Gleise zur Station „Hausberg“ der Zugspitzbahn und mit ihr nach Hammersbach (gut 6 bis 7 Stunden).
Alternativ: Busverbindung ab Stadion nach Garmisch, und dann mit der Zugspitzbahn nach Hammersbach.
2. Zur Bergstation und kurz entlang des Kammes nach Südsüdwesten. Dann beschildert nach Westen hinunter zur Wiener Neustädter Hütte, und weiter bis zum Verbindungsweg Ehrwald-Eibsee. Hier nicht nach links nach Ehrwald (Gamskar), sondern weiter Richtung Eibsee. Dann bei einer Gabelung nicht weiter zum Eibsee absteigen, sondern hinauf zur Haltestelle Riffelriß (1639m) der Zugspitzbahn. (3 bis 4 Std.) Mit ihr zurück nach Hammersbach.
3. Von der Bergstation Abfahrt mit der Seilbahn zum Eibsee und mit der Zugspitzbahn zurück nach Hammersbach. (Talfahrt, inkl. Zugfahrt: 26,50 € / Stand 2007).

Charakter / Schwierigkeit: Überwiegend einfache, jedoch anstrengende Hochtour mit langen Klettersteigpassagen zum Teil durch recht ausgesetztes Felsgelände. Gut markiert und gut gesichert. Die Schwierigkeiten bei der Überwindung der Randkluft und bei der Begehung des Gletschers hängen jedoch stark von den Verhältnissen ab. Zumindest Grödeln (Leichtsteigeisen) sollte man immer mit dabei haben. Achtung, der kleine Gletscher hat durchaus Spalten, entsprechende Vorsicht und Sicherheitsausrüstung ist angesagt! Als Tagestour sehr lange, recht anstrengende aber ebenso großartige Unternehmung. Weniger Konditionsstarke werden den Aufstieg durch eine Übernachtung auf der Höllentalangerhütte zur Zweitagestour machen. Die Tour sollte nur von trittsicheren, schwindelfreien Bergsteigern bei stabilen Wetterverhältnissen begangen werden. Sie zählt zu den abwechslungsreichsten Routen der Alpen: Klammbegehung, Gletscher und lange Felspassagen machen die Route zu einem vielfältigen, großartigen Erlebnis!

Gehzeit: Aufstieg: 6 bis 7 Stunden

Tourdaten: knapp 2300 Höhenmeter im Aufstieg (inkl. ganz kleiner Gegenanstiege).

Beste Jahreszeit: Ende Juni bis September (jedoch nicht nach Neuschneefällen!). Die Verhältnisse an der Randkluft und auf dem Gletscher verschlechtern sich in warmen Sommern mittlerweile rapide.

Stützpunkt: 1. Höllentalangerhütte (1381 m) der DAV Sektion München, bewirtschaftet von Mitte Mai bis Ende September. 70 Übernachtungsplätze, kein Winterraum. Telefon: 0049 / (0)8821 / 8811.
2. Münchner Haus (2960 m) der DAV Sektion München, bewirtschaftet von Mitte Mai bis Ende September, nur 30 Übernachtungsplätze, Telefon: 0049 / (0)8821 / 2901.
3. Nur Abstieg: Wiener Neustädter Hütte (2209 m) des ÖTK, bewirtschaftet von Juli bis September, 35 Übernachtungsplätze. Telefon: 0043 / (0)676 / 4770925.
4. Nur Abstieg: Knorrhütte (2052 m) DAV Sekt. Mü., bewirtschaftet von Ende Mai bis Anfang Oktober, 100 Übernachtungsplätze. Telefon 0049 / (0)8821 / 2905.
5. Nur Abstieg: Reintalangerhütte (1366 m) der DAV Sekt. Mü., bewirtschaftet von Ende Mai bis Mitte Oktober, 90 Übernachtungsplätze, Telefon 0049 / (0)8821 / 2905.

Hinweis: 1. Die Höllentalklamm ist nicht ganzjährig begehbar! Sie ist (ebenso wie die Eingangshütte) ungefähr ab Juni und bis zum 3. Sonntag im Oktober geöffnet. Telefonische Info unter 0049 / (0)8821 / 8895. Ausweichen kann man jedoch über den sog. Stangensteig (ca. 30 Min. zusätzlich).
2. Eintrittspreis Höllentalklamm: 4 Euro Erwachsene, Kinder und AV-Mitglieder 1 Euro.

Ausrüstung: Grödeln und Teleskopstöcke als Mindestausrüstung für die Gletscherbegehung, evtl. auch Sicherungsmaterial. Klettersteig-Set zum Sichern. Zumindest an stark frequentierten Tagen empfehlen wir einen Steinschlaghelm.

Info: 1. Die Höllentalklamm ist nicht ganzjährig begehbar! Sie ist (ebenso wie die Eingangshütte) ungefähr ab Juni und bis zum 3. Sonntag im Oktober geöffnet. Telefonische Info unter 0049 / (0)8821 / 8895. Ausweichen kann man jedoch über den sog. Stangensteig (ca. 30 Min. zusätzlich).
2. Eintrittspreis Höllentalklamm: 2,50 Euro Erwachsene, Kinder und AV-Mitglieder 1 Euro.

Karte: Kompass 07, Werdenfelser Land und Zugspitze, 1:30.000. Zum Karten-Shop...

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Garmisch-Partenkirchen
Vorhersage für Do, 18.10.2018
Do, 18.10.2018 leicht bewölkt
7 / 13 oC
leicht bewölkt
Niederschl.: 25 % Wind: 3 km/h S
Garmisch-Partenkirchen
Vorhersage für Fr, 19.10.2018
Fr, 19.10.2018 sonnig
6 / 12 oC
sonnig
Niederschl.: 0 % Wind: 5 km/h SO
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

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