Touren

Watzmann - Hocheck (2651 m) / Mittelspitze (2713 m)

Trittsichere Bergbegeisterte mit entsprechender Kondition zieht es irgendwann zum Watzmann. Einmal auf dem Scheitel dieses sagenumwobenen Symbolbergs stehen! Wie viele Bergfreunde wünschen sich das. Keine Hexerei, wenn man die notwendigen Voraussetzungen - Ausdauer, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit - mitbringt. Und: Das Wetter muss stimmen!
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Berchtesgadener Alpen | Ramsau

Tourensteckbrief Watzmann

Anfahrt: Auf der A 8 (München-Salzburg) bis Anschlussstelle Traunstein/Siegsdorf. Von dort in Richtung Berchtesgaden über Inzell und Weißbach (B 305, Deutsche Alpenstraße) nach Schneizlreuth. Links abbiegen, nach der Saalachbrücke geradeaus weiter und über die Schwarzbachwacht ins Tal der Ramsauer Ache und zur Wimbachbrücke.
Oder auf der A 8 bis Anschlussstelle Bad Reichenhall und auf der Umgehungsstraße (B 20, Grobrichtung Berchtesgaden/Lofer) bis zur Ausfahrt Berchtesgaden. Weiter über Bayerisch-Gmain und den Pass Hallthurm nach Bischofswiesen. Am Ortsende nicht nach Berchtesgaden abbiegen, sondern weiter auf der breiten Hauptstraße am Böcklweiher und an Strub vorbei hinunter auf die B 305 im Tal der Ramsauer Ache. Rechts abbiegen und über Engedey zur Wimbachbrücke.
Öffentliche Verkehrsmittel: RVO-Busverbindung ab Bahnhof Berchtesgaden.

Ausgangspunkt: Wimbachbrücke (634 m) im Tal der Ramsauer Ache; Großparkplatz mit Parkscheinautomat

Route: Für den Beginn unbedingt empfehlenswert ist der kleine Umweg durch die Wimbachklamm: Vom großen Parkplatz nicht über den Wimbach, sondern den Bez. Wimbachgrieshütte/Wimbachklamm folgen. An einem asphaltierten Sträßchen hinauf, bis der Zugang zur Wimbachklamm (Ww.) links abzweigt. Hinunter zum Kassenhäuschen und in die wildromantische Klamm (gute Holzstege). Nach ihrem Ende Wegverzweigung. Man überquert den Bach und steigt östlich hinauf zum Watzmannhaus-Weg, der hier noch eine Forstraße ist. An der folgenden Linkskurve führt der Fußweg geradeaus weiter. Es geht erst noch gemächlich dahin, dann teilweise steil in Serpentinen hinauf zur Stubenalm (etwa 1160 m). Über einen freien Hang in Südost- richtung aufwärts zur Einmündung des Weges, der von der Schapbach-Diensthütte heraufführt und weiter – an der Talstation der Material-Seilbahn des Watzmannhauses vorbei – zur Mitterkaseralm (etwa 1410 m). Von dort in Südwestrichtung weiter, bald am schütter bewaldeten Hang in Kehren aufwärts und hinaus zur Falzalm mit dem grandiosen Hintergrund des Kleinen Watzmanns. Rechterhand sieht man, immer noch hoch droben, das Watzmannhaus stehen. Im Wiesengelände westwärts und mit vielen Kehren hinauf zum Watzmannhaus (1928 m). 3 ½ Std.
Vom Watzmannhaus erst noch wenig steil in Südwestrichtung aufwärts. Der markierte Steig (Serpentinen) wendet sich immer mehr nach links dem Gratrücken zu. Rechts von diesem und teilweise auf ihm an einen Felsaufschwung („Hochstieg“) heran. Er wird mit Hilfe von Drahtseilen überwunden. Danach immer rechts (westlich) der Gratlinie auf Geröllpfad und über Schrofen bis unter den Hocheck-Gipfel, den man zuletzt über unschwierige, plattige Felsen erreicht (prächtiges, kleines Gipfelkreuz). 2 ½ Std. Unmittelbar gegenüber ragt steil und unnahbar erscheinend die Watzmann-Mittelspitze auf.
Vom Hocheck südlich hinab zum Unterstandshüttl und den ersten Sicherungen folgen. Über eine glatte Stelle hinunter und weiter meist auf der westlichen Gratseite bis vor den Steilaufschwung der Mittelspitze. Auf einer plattigen Rampe (Sicherungen) zu den Gipfelfelsen und auf die Watzmann-Mittelspitze mit dem Bergführerkreuz. ¾ Std. ab Hocheck.

Abstieg: Auf der gleichen Route. (Der Übergang zur Watzmann-Südspitze, 2712 m, ist noch lang und auch schwieriger als das bisher Bewältigte, und danach würde der unangenehm steile, orientierungsmäßig nicht einfache Abstieg ins Wimbachgries folgen. Dies alles ist nur sehr konditionsstarken und sehr geübten Bergsteigern anzuraten.)

Charakter / Schwierigkeit: Große Bergtour mit überwältigenden landschaftlichen Eindrücken; nur mit Übernachtung (im Watzmannhaus) ratsam; absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt notwendig. Man sollte die Tour nur bei besten Wetterverhältnissen – keinesfalls bei Gewitterneigung – unternehmen.

Gehzeit: Aufstieg 6 bis 7 Std., Abstieg 4½ bis 5 Std.

Tourdaten: 2100 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Anfang Juli bis Ende September/Anfang Oktober

Stützpunkt: Mitterkaseralm (während der Weidezeit einfach bewirtschaftet); Watzmannhaus (1928 m), DAV-Sektion München, bewirtschaftet von Pfingsten bis Anfang Oktober, 188 Schlafplätze.

Ausrüstung: Bergwanderausrüstung, Wetterschutzbekleidung, griffiges Schuhwerk, Teleskopstöcke, evtl. Klettersteig-Sicherheitsausrüstung

Karte: Topogr. Karte 1:25000 Nationalpark Berchtesgaden, hrsgg. vom Bayer. Landesvermessungsamt

Autor: Horst Höfler

Wetter

Die aktuelle Wettervorhersage zur Tour von wetter.com für die nächsten 2 Tage. Sofern für das Zielgebiet keine Wetterdaten vorliegen, werden die Werte des nächstgelegenen Ortes ausgegeben.

Ramsau
Vorhersage für Do, 27.07.2017
Do, 27.07.2017 wolkig
13 / 16 oC
wolkig
Niederschl.: 90 % Wind: 9 km/h SW
Ramsau
Vorhersage für Fr, 28.07.2017
Fr, 28.07.2017 leicht bewölkt
14 / 18 oC
leicht bewölkt
Niederschl.: 40 % Wind: 7 km/h SW
Zur 10-Tages Wettervorhersage von wetter.com
Wetterdaten powered by wetter.com

Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour, und die Anfahrt nachvollziehen. Ist ein GPS-Track hinterlegt, finden Sie unter der Karte die Funktion „Tour in Karte anzeigen“ und somit die beschriebene Routenführung.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

Aktuelles aus dem Bergjournal

  • Lowe Alpine Ascent Superlight 30 Rucksack

    Ein Rucksack, der super leicht ist und trotzdem enorm robust, dazu noch wasserabweisend. Der Lowe Alpine Rucksack Ascent Superlight 30 erfüllt tatsächlich all diese Kriterien und ist außerdem auch noch ziemlich schick. Du kannst ihn gewinnen, wenn du sein genaues Gewicht weißt.

  • Arnika

    Sie ist sicherlich die bekanntestes Heilpflanze Europas, nicht nur im Alpenraum - und auch wer mit Blumen wenig anfangen kann, vertraut der Arnika gerne bei allen Verletzungen von Stoß, Stich, Schnitt und Fall.

  • Spitzenwanderweg - wirklich Spitze?

    Die Zugspitz Region möchte touristisch neue Wege gehen und bleibt dabei auf alten Pfaden. Klingt widersprüchlich – ist es aber nicht unbedingt. Die Touristiker dieser Region hatten nämlich den hohen Anspruch, die so reichlich vorhandenen kulturellen und landschaftlichen Highlights dieser Gegend mittels eines neuen Weitwanderweges zu verbinden und so einen sehr abwechslungsreichen Spitzenwanderweg zu schaffen. Doch ist dies gelungen? Wir meinen ja, absolut! Und daher möchten wir euch diese traumhafte, über 200 km lange Runde auch vorstellen.

  • Rund um München Wanderführer

    Raus aus der Stadt und direkt hinein ins Wandervergnügen – ohne weite Anfahrt und ohne aufwändige Planung! München, die Weltstadt mit Herz, liegt inmitten eines herrlichen Ausflugsgebiets, das eine wald- und seenreiche Landschaft bietet und schnell erreichbar ist. Ideal für spontane Auszeiten in der Natur! Der Rother Wanderführer »Rund um München« lädt zu 54 Entdeckungstouren ein.

  • Bergrose

    Eine Rose, die im Vollschatten blüht? Eine Rose ohne Dornen? Eine Rose mit ganz stacheligen Hagebutten? … Gibt es nicht? Gibt es doch, die Bergrose macht scheinbar alles anders, als alle anderen Rosen..

  • (Kalk-) Glockenenzian

    Wenn im Mai die Almwiesen vom blauen Glockenenzian überzogen sind, ist dies das untrügliche Zeichen, dass auch in den Bergen der Frühling eingezogen ist.

Bild des Monats

062017
Sommer al lago

Benutzer: Schneefee

Beschreibung: Wieder einmal Gardasee - und wieder einmal wunderschön! Für eine lange Tour ist es zu heiß, aber der Colodri ist eine kurze Spritztour und danach hüpft man am besten in den See, um sich abzufrischen.
Frühlingsradln bei Tremosine

Benutzer: Linus_Z

Beschreibung: Die Gardasee-Region ist ideal für die Übergangszeit. Im Süden kann man schon etwas früher im Jahr mit der Wander-, Kletter- und Radlsaison starten.
Schneerosenblüte am Gamskogel

Benutzer: Bergfreund

Beschreibung: Die Natur ist halt doch der schönste Garten. Bei der Bergtour zum Gamskogel blühten die Schneerosen um die Wette. Gut, dass die Blumen hier weitestgehend ungestört wachsen können und der Naturfreund sich jedes Frühjahr wieder daran erfreuen kann.
Zum Touren-Bild des Monats...
Bergsport- und Outdoorausrüstung sicher online kaufen im Outdoor-Shop bergzeit.de

tourentipp.de-Karten-Shop

Kartenshop

Wanderkarten sind ein unverzichtbarer Begleiter auf Tour. In unserem Kartenshop finden Sie eine komplette Liste aller Kompass Wanderkarten mit Bestellmöglichkeit. Selbstverständlich gibt es auch eine Auswahl an Alpenvereinskarten, an Topographischen Wanderkarten vom Bayerischen Landesvermessungsamt sowie alle Digitalen Karten von MagicMaps und Schweizer Landeskarten.

 
 


tourentipp.de für Bergtouren, Skitouren, Klettersteige, Wandern und zum Bergsteigen

© 2016 tourentipp.de Alle Rechte vorbehalten