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Spitzstein (1596 m) von Innerwald

Die Routen von Innerwald sind schöne Varianten und haben durchaus einige Vorteile: Sie sind ruhiger, landschaftlich reizvoll und man kann zwei Variante zu einer Rundtour verknüpfen. Die abwechslungsreichste Route ist allerdings mit einem deutlichen Höhenverlust verbunden. Auch der Nordwandsteig ist seit dem Jahr 2017 saniert und wieder begehbar; er kann daher von trittsicheren Bergwanderern in die Route eingebaut werden. Als weitere Alternative ist die Route von Sachrang aus beschrieben.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Chiemgauer Alpen | Priental

Tourensteckbrief Spitzstein

Anfahrt: A8 München-Salzburg bis zur Ausfahrt Frasdorf. Dann links und über die St2093 nach Aschau ins Priental. Nach knapp 9 km findet man rechts eine kleine, beschilderte Abzweigung nach Innerwald. In den Ort, dann links in die Brandlbergstraße; am Ende auf einer Sandstraße über eine Brücke, und links leicht abwärts zum Wanderparkplatz. (Diesen würde man auch erreichen, wenn man noch ca. 300m auf der St2093 bleibt und dann beim gebührenpflichtigen Parkplatz rechts einbiegt. Links an ihm vorbei führt die Sandstraße ebenfalls zum Ausgangspunkt hinauf.)

Ausgangspunkt: Oberster Wanderparkplatz bei Innerwald (740 m) im Priental - nördlich von Sachrang

Route: 1. Am obersten Parkplatz findet man eine Tafel mit einer Wanderkarte und den Wegweiser „Spitzstein / Brandlberg“ sowie den Beginn einer breiten Forststraße. Auf der Forststraße, dem Wegweiser folgend, nach Südwesten und über eine Rechtskehre zu einer Verzweigung (Ww.). Hier links Richtung Spitzstein und auf dem anfangs breiten Waldweg empor. Nach einer halben Stunde zieht sich der Weg über ein paar Kehren und wird zunehmend schmaler. Durch herrlichen Wald geht es an der Abzweigung (ca. 1220 m) zur Klausenhütte vorbei (hier links weiter) und führt auf schmalem Pfad ins Wiesengelände unterhalb der Tristmahlnalm. Hier sind es nur noch Pfadspuren, die einen über die flache Wiese nach Westen leiten, dann geht es über eine Graspiste und durch lichten Wald zu einer Forststraße hinauf. Auf ihr links und an der Aueralm (1310 m) vorbei bis man kurz danach auf einen Wegweiser an einer Straßenkehre stößt. Hier geht man geradeaus auf dem kleinen Pfad Richtung Spitzstein zur Altkaseralm. (Sie liegt wenige Meter über dem Spitzsteinhaus). Bei der Hütte dreht die Route nach rechts (Norden ein); auf dem kleinen Steig geht es in Serpentinen die Almwiese hinauf zum Wald und nun steil und holprig zum Gipfel.

2. Beginn wie bei (1.). Am obersten Parkplatz findet man eine Tafel mit einer Wanderkarte und den Wegweiser „Spitzstein / Brandlberg“ sowie den Beginn einer breiten Forststraße. Auf der Forststraße, dem Wegweiser folgend, nach Südwesten und über eine Rechtskehre zu einer Verzweigung (Ww.). Hier auf dem Weg Nr. 8 (Brandlberg) geradeaus weiter ins Kohlstätter Bach Tal. Nach 300 m an einer Verzweigung (Ww.) links Richtung Brandlberg. Zunächst oberhalb des Baches, dann in Bachnähe bis zu einer Brücke. Jenseits geht es auf dem kleinen Wanderweg an der rechten Hangseite entlang. Später lässt man die unbeschilderte Abzweigung zur Klausenhütte rechts liegen und bleibt auf dem Weg. Man verlässt den Wald und erreicht die Brandlbergalm (1230 m). An der idyllischen Almhütte vorbei nach Westen zu einem Wegweiser. Hier hält man sich rechts im Hang und traversiert die Flanke auf kleinem Steig nach Westen bis man den Sattel mit Wegweiser zwischen Brandlberg und Spitzstein erreicht hat. Hier nach links und entlang des Grates über Wurzelstufen und einfache Felsen wunderschön und eindrucksvoll empor. Dann wechselt man auf die linke Gratseite und erreicht bald die Abzweigung zum Nordwandsteig. Diese Route ist die interessanteste, aber auch schwierigste auf den Spitzstein. Sie wird hier unter Spitzstein Nordwandsteig detailliert beschrieben. Wer nicht so trittsicher ist wandert allerdings lieber links hinunter und oberhalb der Tristmahlnalm auf dem Steig nach Süden abwärts, unter der beeindruckenden Felswand des Spitzstein hindurch in den Wald. Nahe der Aueralm links durch die Abholzung zur Hütte hinunter, wo man auf die Forststraße trifft. Auf ihr rechts an der Aueralm vorbei und wie oben beschrieben zur Altkaseralm und zum Spitzstein-Gipfel.

Abstieg: Auf einer der Anstiegsrouten, wobei sich der Nordwandsteig eher für den Aufstieg eignet.

Alternative: Neben der sehr kurzen Route über Erlerberg ab Parkplatz Goglalm, ist der Anstieg von Sachrang über das Spitzsteinhaus sehr beliebt. Als Ausgangspunkt wählt man den Wanderparkplatz beim Schweibernlift am südwestlichen Ortsrand. Man erreicht ihn über die Kirchstraße. Vom Parkplatz in einer guten Stunde auf ausgeschildertem und einfachem Weg zum Spitzsteinhaus; in einer knappen weiteren Stunde wie oben beschrieben zum Gipfel.

Charakter / Schwierigkeit: Über Route (1.) eine wirklich einfache Bergwanderung – einzig auf dem holprigen, aber nie ausgesetzten oder schwierigen Gipfelanstieg ist etwas Trittsicherheit angenehm. Route (2.) erfordert an der kurzen Passage entlang des Grates etwas mehr Trittsicherheit, ist aber nie schwierig und verläuft auch im Felsbereich über Gehgelände. Beide Routen sind landschaftlich reizvoll und vergleichsweise ruhig, denn die Massen kommen von Sachrang oder von der Goglalm herauf. Route (2.) ist noch abwechslungsreicher und mit der Gratbegehung und der Querung unterhalb der Felswand landschaftlich wirklich beeindruckend. Doch sie ist deutlich weiter und vor allem mit ca. 200 m Höhenverlust verbunden! Scheut man dies nicht, kann man die beiden Routen zu einer herrlichen Runde verbinden. Die eleganteste Lösung ist die Überschreitung des Gipfels mit Aufstieg über den Nordwandsteig, der jedoch schon etwas schwieriger ist. Wir haben ihn detailliert hier beschrieben.

Gehzeit: Aufstieg Route (1.): 2,5 bis 3 Stunden; Route (2.): gut 3 Stunden
Abstieg Route (1.): 2 Stunden; Route (2.): 2,5 bis 3 Stunden

Tourdaten: 900 Höhenmeter auf Route (1.) und 1100 Hm auf Route (2.).

Beste Jahreszeit: Ende Mai bis zum Wintereinbruch

Stützpunkt: 1. Spitzsteinhaus (1263 m), DAV-Hütte, ganzjährig geöffnet (Betriebsferien in der Woche vor Weihnachten bis 25.12.), 20 Betten, 40 Lager, Tel: 0043/(0)5373/8330.
2. Altkaseralm (ca. 1300 m), private Almwirtschaft, geöffnet während der Sommersaison und oft auch noch im Herbst.

Karte: Chiemgau und Umgebung vom Bayerischen Landesvermessungsamt, 1:50.000, bzw. Alpenvereinskarte BY17, Chiemgauer Alpen West, 1:25.000.
Erhältlich in unserem Wanderkarten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Galerie

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