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Rosskarscharte (3053 m) 

In direkter Nachbarschaft zum alpinistisch anspruchsvollen Gleirscher Fernerkogel bietet sich die Rosskarscharte als sanftere Alternative an – hier kommt man auch ohne Pickel und Steigeisen aus, hat aber einen ähnlich guten Abfahrtsgenuss. Konditionsstarke schaffen die Tour von St. Sigmund aus; ansonsten ist sie auch als Zweitagestour mit Übernachtung in der Neuen Pforzheimer Hütte möglich.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Tirol | Stubai | Sellrain

Tourensteckbrief Rosskarscharte

Anfahrt: Über Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Scharnitz und Seefeld zum Zirler Berg und hinunter ins Inntal zur Ortschaft Kematen. Dorthin gelangt man ebenso über die Tiroler Inntal-Autobahn (A 12), Ausfahrt Zirl-Ost. Von Kematen aus in Richtung Kühtai und über die Orte Sellrain und Gries nach St. Sigmund im Sellraintal. Dort befindet sich links direkt an der Straße der Wanderparkplatz Gleirschtal. (Parkgebühr: ein Tag 4 Euro, zwei bis zehn Tage 8 Euro; Stand: 2017).
Navi-Adresse: A-6184 St. Sigmund im Sellrain, St. Sigmund 51

Ausgangspunkt: St. Sigmund im Sellrain - Wanderparkplatz Gleirschtal (1513 m)

Route: Hüttenzustieg: Vom Parkplatz nach Süden zunächst relativ flach ins Gleirschtal – vorbei an einem Waldspielplatz und der Gleirschalm geht es zur kleines Lourdes-Grotte unterhalb der Riegl-Kapelle (1760 m). Bis hierhin sind es 2,6 km Distanz. Nun knickt das Tal leicht mach Südwesten ab, in weiteren 2,7 Kilometern Distanz wird in 2140 Metern Höhe die Materialseilbahn der Neuen Pforzheimer Hütte erreicht, die unübersehbar auf einer Kuppe thront. Der lawinensicherste Zustieg zur Hütte (2308 m) erfolgt in einem Bogen über den Hang rechts (westlich) der Materialseilbahn. Insgesamt 2,5 Stunden ab St. Sigmund, ab der Lourdes-Grotte ist der Weg im Winter mit Stangen markiert.
Gipfelanstieg: Von der Hütte aus zieht sich die Route knapp vier Kilometer lang und durchwegs sehr sanft ansteigend nach Süden ins hinterste Gleirschtal bis zum Beginn des Gleirscher Ferners in etwa 2700 Metern Höhe. Man bleibt dabei generell auf der rechten Talseite. (Die Route ist mit Steinmännern markiert, was aber natürlich bei hoher Schneelage nicht sichtbar ist.) Der nun aufsteilende Ferner wird auf seiner rechten Seite (im Aufstiegssinn) in einem Rechtbogen (nach Südwesten drehend) erstiegen bis zu ein paar kleinen Felsen in 2930 Metern Höhe. Wer extreme Steilheit nicht scheut und idealerweise Pickel und Steigeisen dabei hat, kann hier am rechten Rand des Talkessels zum Gleirscher Fernerkogel (3189 m) aufsteigen. Moderater ist die linkerhand gelegene Rosskarscharte; sie wird über den am Ende gut 35 Grad steilen Nordhang in Spitzkehren erreicht. Von der Scharte aus schaut man direkt hinunter aufs Winnebachjoch.

Abfahrt: Entlang der Aufstiegsroute. Alternativ kann man im Talgrund des Gleirschtals (also im Abfahrtssinn weiter rechts) direkt zur Materialseilbahn der Pforzheimer Hütte abfahren.

Charakter / Schwierigkeit: Mittelschwere Skitour mit überwiegend mäßig steilen, am Ende aber sehr steilen Hangabschnitten. Bis auf die finalen 150 Höhenmeter also eine gemütliche Skitour in großartiger Hochgebirgslandschaft. Der rassige Schlussanstieg erfordert aber stabile Verhältnisse und solide Skitechnik. Der Gletscher wird bei guten Verhältnissen in der Regel ohne Seil begangen. Aufgrund der Höhe und der Nordexposition findet sich hier bisweilen auch im Frühjahr noch Pulverschnee.

Lawinengefahr: Mittel bis hoch im steilen Schlusshang; ansonsten eher gering

Exposition: Nord, Nordwest

Aufstiegszeit: 2,5 Stunden zur Pforzheimer Hütte, weitere 2,5 Stunden zur Rosskarscharte

Tourdaten: 1550 Höhenmeter (750 Hm ab der Hütte); Distanz 6,6 km bis zur Hütte, weitere 5,6 km ab der Hütte

Beste Jahreszeit: Ganzer Winter. (Wobei die Hütte im Hochwinter nicht bewirtschaftet ist!)

Stützpunkt: Neue Pforzheimer Hütte (2308 m) der DAV-Sektion Pforzheim, geöffnet von März bis April, bei guten Verhältnissen auch schon ab Mitte Februar. Telefon 0043/5236/521. Weitere Infos.

Karte: AV-Karte 31/2 (Sellrain/Stubaier Alpen); Kompass-Karte 36 (Innsbruck – Brenner).
Beide erhältlich in unserem Karten-Shop.

Autor: Martin Becker

Wetter

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Sellrain
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Fr, 19.01.2018 mäßiger Schneefall
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mäßiger Schneefall
Niederschl.: 90 % Wind: 32 km/h N
Sellrain
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Sa, 20.01.2018 wolkig
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wolkig
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

GPS Daten zum Download

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Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

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Bild des Monats

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Fenster ins Paradies

Benutzer: Bernhard Admin

Beschreibung: Wie ein Fenster zum Paradies wirkt der Blick vom Brauneck Richtung Süden ins Karwendelgebirge. Ein Bild, das Daniel Hirsch bei einer seiner vielen schönen Skitouren gemacht hat.
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Beschreibung: Beste Verhältnisse bereits im Frühwinter 2017. Bereits im November war das Tanzeck am Spitzingsee ein Winterwonderland. Und Powder gab es auch noch satt!
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Benutzer: Schwaeble

Beschreibung: Gerade noch rechtzeitig vor dem Einruch der Nacht konnte ich dieses stimmungsvolle Foto von der Hochsalwand mit Blick auf den Wendelstein machen. Die warmen Farben des Lichts bewirkten eine unbeschreibliche innere Ruhe und Zufriedenheit. Es war wieder ein Herbst-Abend, der den schönen Tag in den Schatten stellte.
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