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Namloser Wetterspitze (2553 m)

Nähert man sich der Namloser Wetterspitze vom kleinen Ort Namlos her, so erscheint einem die abfallende zerklüftete Nordwand zunächst ziemlich abweisend. Doch die Bedenken lösen sich sehr schnell in Wohlgefallen auf. Ein guter Wanderweg leitet durch ein stilles Tal bis zum Gipfel hinauf und dort genießt man eine wirklich außergewöhnliche Rundschau.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Lechtaler Alpen | Lechtal

Tourensteckbrief Namloser Wetterspitze

Anfahrt: Über die Autobahn A95 München-Garmisch bis zum Autobahnende. Weiterfahrt auf der B2 bis kurz vor Garmisch-Partenkirchen. Nach dem Tunnel rechts abbiegen und auf der B23 Richtung Fernpass, Garmisch. Über Garmisch und Griesen auf der B187 Richtung Lermoos/Ehrwald. In Lermoos Richtung Reutte bis Bichlbach (bis hierher auch von Reutte auf B314 kommend). In Bichlbach abbiegen und in Richtung Berwang fahren. Hier Weiterfahrt über Rinnen, Kelmen hinab nach Namlos. Man fährt am Ort vorbei in Richtung Stanzach bis nach ca. 1,5 km links (bei einer Bushaltestelle) ein Sträßchen nach Fallerschein abzweigt. Vor der Abzweigung befindet sich ein kleiner Parkplatz.

Ausgangspunkt: Parkplatz vor der Abzweigung nach Fallerschein (1180m)

Route: Ein asphaltierter, flacher Weg (für öffentl. Verkehr gesperrt) leitet gut beschildert in Richtung Fallerschein. Kurz vor der Almsiedlung endet der Asphalt und mündet direkt in eine Forststraße. Nach einem kurzen Aufschwung steht man vor der kleinen Siedlung Fallerschein (1302m). Hier zieht man geradeaus weiter taleinwärts (Schild: Namloser Wetterspitze). Es geht vorbei an den letzten Holzhäuschen und dann auf einem breiten Wiesenrücken sanft bergan (siehe Bild 1). Zur Linken erblickt man jetzt schon die zerklüftete Nordwand des Tageszieles (siehe Bild 2). Man folgt immer dem Wanderweg, der sich zunächst oberhalb des Sommerbergbaches nach Süden schlängelt. Nach einem kleinen Wald passiert man ein Bankerl mit einer Gedenkstätte (siehe Bild 3) und dahinter öffnet sich der breite grüne Talkessel. Man nähert sich nun dem Sommerbergbach und überquert diesen auf großen Steinen balancierend. Der Weg traversiert die Westflanke der Namloser Wetterspitze und leitet über Bergblumenwiesen in die Latschenregion hinauf. Im Talkessel gabelt sich der Weg. Man folgt der linken Spur (rot markierte Steine) und überquert nochmals einen kleinen Gebirgsbach. Die kleine Hütte (1752m) unterhalb des Ortkopfes wird rechts liegen gelassen, denn der Weg führt jetzt nach links (Osten) über Almwiesen und durch Latschen steiler bergan. Bald erreicht man ein aussichtsreiches Joch (2100m). Nun wendet man sich nach links, um über einen steilen breiten Grasrücken empor zu steigen (siehe Bild 4 und 5). Der Weg zieht jetzt ziemlich grob schotterig am Schluss über ein paar unschwierige Felsstufen zum Gipfelkreuz hinauf (siehe Bild 6).

Abstieg: Wie Aufstieg

Alternative: Hat man mehr als einen Tag Zeit, so bietet sich auch eine Übernachtung auf der Anhalter Hütte (2038 m, AV) an, Tel: 0043 / 664 / 4618993, geöffnet von Mitte Juni bis Anfang Oktober. Aufstieg von Namlos her durch das Brennhüttental auf die Anhalter Hütte (2,5 Stunden) und dortige Übernachtung. Am nächsten Tag auf dem „Anhalter Höhenweg“ über Gruebigköpf (2275 m) zur Namloser Wetterspitze hinauf (3 Stunden). Der markierte Weg zieht überwiegend am Grat entlang über steile Grashänge, ist teilweise etwas schrofig und ausgesetzt (Trittsicherheit!). Vom Gipfel wandert man hinab nach Fallerschein (2,5 Stunden). Von dort mit dem Linientaxi (Tel. siehe Info) zurück nach Namlos.

Charakter / Schwierigkeit: Die Wanderung verläuft auf einfachen und markierten Wegen. Hinter Fallerschein gelangt man in ein sehr ursprüngliches stilles Tal. Es geht über bunte Almwiesen, über klare Bergbäche und durch die Latschenregion. Ab dem völlig freien aussichtsreichen Joch (2100m) wird der Weg steil und grob schotterig, so dass Trittsicherheit erforderlich ist (keine ausgesetzten Passagen). Der Gipfel zeichnet sich durch ein großes Panorama aus.

Gehzeit: Aufstieg: 3,5– 4 Stunden, Abstieg: 3 Stunden

Tourdaten: 1380 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober

Stützpunkt: In der Almsiedlung Fallerscheinalpe (größtes Almdorf Tirols) wird man im „Sennerstüberl“ verwöhnt mit Tiroler Spezialitäten vorwiegend aus Erzeugnissen der eigenen Landwirtschaft. Übernachtung bei „Lottes Fallerscheinerstube“, 17 Matratzenlager und Verpflegung. Geöffnet von 15. Mai bis Ende Oktober (je nach Schneelage!), Tel: 0043 / 5632 / 2140.

Ausrüstung: Teleskopstöcke sind vor allem im Gipfelbereich angenehm.

Info: Es fährt ein Linientaxi (2 x täglich hin und zurück) bis zur Fallerscheinalpe von Namlos, Kelmen, Stanzach. Tel.: 0043 / 664 / 3367 110 – Taxi Falger.

Karte: Kompass Blatt 24, Lechtaler Alpen / Hornbachkette, 1:50.000. Oder Alpenvereinskarte Lechtaler Alpen Heiterwand und Muttekopfgebiet, Nr. 3/4, 1:25 000.

Autor: Doris & Thomas Neumayr

Wetter

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Lechtal
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Fr, 25.05.2018 sonnig
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