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Monte Carè Alto (3463 m) 

Wer die Einsamkeit wilder, ursprünglicher Hochgebirgslandschaft so liebt, daß er dafür auch größere Anstrengungen in Kauf nimmt, ist hier genau richtig. Eine fantastische, nicht gerade einfache Hochtour auf einen großen Alpengipfel über eine selten begangene Route mit Übernachtung im eigenen Biwak. Die Alternativroute mit Hüttenübernachtung ist aber ebenfalls beschrieben.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Hochtour | Trentino-Alto Adige | Adamello-Presanella-Brenta | Madonna di Campiglio

Tourensteckbrief Monte Carè Alto

Anfahrt: Über den Brenner und die Brennerautobahn, Brixen, Bozen bis Autobahnausfahrt Trento Centro. Nun folgt man der Beschilderung Madonna di Campiglio bis Sarche. Hier zweigt man wiederum nach M. di Campiglio ab und fährt über Tione di Trento und Vigo Rendena nach Pinzolo. Durch den Ort hindurch und an dessen Ende links ab ins Val Genova. Über die schmale Mautstraße bis zum Parkplatz P5 (Malga Genova), kurz hinter eine Brücke über den Bach. Als Alternativroute kann man direkt von Bozen über den Mendelpaß nach Madonna di Campiglio fahren und von hier nach Pinzolo.

Ausgangspunkt: Parkplatz, P5, Malga Genova, kurz hinter einer Brücke über den Bach. (ca. 1120m)

Route: Die Route beginnt auf der linken Talseite (im Anfahrtssinn) beim Schild Malga Genova und führt auf einem Wanderweg zur Alm und weiter zum Bach. Auf einer schmalen Holzbrücke auf die andere Seite des Baches und über den Steig zu den herrlichen Wasserfällen mit Namen Cascate del Lares. (Die Wasserfälle führen nicht in jedem Sommer die gleiche Menge Wasser, so daß das Schauspiel recht unterschiedlich ausfallen kann.)

Nun immer über den sehr steilen Bergsteig links des wilden Baches hinauf. Auf 1840m überquert man dann den Bergbach auf einer Brücke und wandert hinüber zur Malga Lares (1891m, nicht bewirtschaftet). Nun muß man die Augen offen halten, denn ab hier ist der Pfad manchmal schon sehr eingewachsen und daher schwer erkennbar. Man wandert links an der verfallenen Hütte vorbei, steigt alsbald nach links in die recht feuchte Ebene ab und überquert sie. Dann folgt beinahe urwaldähnliche Vegetation bis man das Feuchtgebiet des Rio Lares, eine freie Wiesenfläche am Bach, erreicht. Hier überquert man auf einer Holzbrücke einen unbenannten Bach, der in den Rio Lares mündet. Dann wandert man den Steigspuren und den Resten einer undeutlichen, roten Markierungen folgend, auf der rechten Talseite ins Val Lares. Auf 2020m dreht der Pfad nach rechts und man steigt nun endlich wieder steil die rechte Hangseite hinauf. Anfangs durch lichten Wald, später zwischen Latschen und Almrausch. Je höher man kommt, desto spärlicher wird die Vegetation: schon bald erreicht man eine Gras und Almrausch durchsetzte Karstfläche. Über sie geht es immer in westlicher Grundrichtung hinauf. Steinmänner und Steigspur helfen bei der Orientierung. Findet man jetzt einen guten Biwakplatz (ebene Stelle, Wasser) sollte man hier (zwischen 2200 und 2400m) das Lager errichten. Die Ranger des Naturparks Val Genova haben übrigens nichts gegen ein Biwak aus alpinistischen Gründen am Berg – wir haben gefragt!

Auch am nächsten Tag weiter in westlicher Grundrichtung bis man auf 2655m den Lago di Lares erreicht. Ein fantastischer Blick eröffnet sich nun auf die riesige Gletscherfläche und endlich sieht man auch das Ziel, den Monte Carè Alto. Nun links am See vorbei zum Gletscher. Sollte (wie bei unserer Tour) die Route links, entlang des Sees nicht gehbar sein, empfiehlt es sich den kleinen Hügel links des Sees (auf den Karten mit etwa 2705 kodiert) zu überqueren und so zum Gletscher zu gelangen. Mehr Bilder über den bisherigen (unteren) Verlauf der Tour hier.

Nun erst flach, dann am rechten Rand des Lares-Gletschers, immer seinen Spaltenzonen ausweichend, hinauf zum Plateau zwischen Monte Folletto und Carè Alto. Hier dreht man Richtung Süden und steigt in mehrmaligem Auf und Ab, immer unterhalb des Folletto-Kammes, direkt auf die gut sichtbare Gipfelflanke des Carè Alto zu. Man erreicht sie an ihrem rechten Rand und steigt hier (also auf der rechten Seite der Flanke) steil und ausgesetzt (bis zu 50°, Steigeisen und Pickel erforderlich) nach oben. Bei schlechten Verhältnissen in der Flanke wird dagegen rechts über den steilen und ausgesetzten Felsgrat aufgestiegen. Ein Wächtengrat führt einen dann nach links zum Firngipfel. Hinunter in eine kleine Einschartung und über Felsen zum Gipfel mit Kreuz.

Alternative: Normalroute mit Hüttenübernachtung: Auf beschriebener Anfahrt Richtung Madonna di Campiglio, jedoch noch vor Pinzolo, bei Borzago ins Val Borzago. Auf dem Weg 213 in ca. 3 Stunden zum Rifugio Carè Alto (2580m). Weiter geht es über den Steig 215 zum Gletscher. Nun in westlicher, dann in südlicher Richtung auf die Gipfelflanke des Monte Carè Alto zu. Weiter wie oben beschrieben. (4,5 Stunden von der Hütte zum Gipfel.)

Charakter / Schwierigkeit: Die hier beschriebene Route ist eine sehr lange, (viele Entfernungskilometer und Höhenmeter!), anstrengende und ernst zunehmende Hochtour. Erfahrung in hochalpinem, vergletscherten Gelände ist ebenso erforderlich, wie guter Orientierungsinn, sowie entsprechende Kondition und Ausrüstung. Technisch ist nur die bis zu 50° steile Gipfelbesteigung anspruchsvoll. Hier sind Steigeisen und Pickel erforderlich. Ein Abseilring ist rechts (im Aufstiegssinn) bei den obersten Gratfelsen vorhanden. Die hier beschriebene Route ist wegen der Länge und der damit verbunden Notwendigkeit zu biwakieren relativ selten begangen und herrlich einsam. Die landschaftliche Großartigkeit dieser wirklich sehr beeindruckenden Hochtour in wilden, ursprünglichen Bergen kommt dadurch noch stärker zur Geltung.

Gehzeit: Aufstieg: ca. 10 bis 12 Stunden; Abstieg: 6 Stunden.

Tourdaten: alles in allem knapp 2500 Höhenmeter

Stützpunkt: Auf hier beschriebener Route kein Stützpunkt. Eigenes Biwak einplanen!
Auf der Alternativroute kann man im Rifugio Carè Alto des CAI Trento übernachten. Telefon: 0039 / 0464 / 83 47 65, 80 Plätze.

Hinweis: Wir bitten alle Bergsteiger beim Biwakieren rücksichtsvoll mit der Natur umzugehen und nichts zurückzulassen!

Karte: Tabacco Blatt 10, „Dolomiti di Brenta / Adamello / Presanella“, 1:50.000; Kompass Blatt 638, „Adamello / Val di Fumo / Val Genova“, 1:25.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Madonna di Campiglio
Vorhersage für Di, 12.12.2017
Di, 12.12.2017 bedeckt
-4 / -3 oC
bedeckt
Niederschl.: 80 % Wind: 6 km/h SW
Madonna di Campiglio
Vorhersage für Mi, 13.12.2017
Mi, 13.12.2017 sonnig
-9 / -8 oC
sonnig
Niederschl.: 20 % Wind: 3 km/h NW
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

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Bild des Monats

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Abendstimmung auf der Hochsalwand

Benutzer: Schwaeble

Beschreibung: Gerade noch rechtzeitig vor dem Einruch der Nacht konnte ich dieses stimmungsvolle Foto von der Hochsalwand mit Blick auf den Wendelstein machen. Die warmen Farben des Lichts bewirkten eine unbeschreibliche innere Ruhe und Zufriedenheit. Es war wieder ein Herbst-Abend, der den schönen Tag in den Schatten stellte.
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Herbstmalerei

Benutzer: Bergindianer

Beschreibung: Es ist eine Binsenweisheit und doch ist man einfach immer wieder erstaunt, welch großartiger Maler der Herbst gerade in den Bergen ist. Das Bild entstand bei einer Bergtour im Salzkammergut, am Fuße des Sparber.
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Sonnentanz

Benutzer: Schneefee

Beschreibung: Der Osorscica ist ein kleiner Berg mit maximaler Aussicht. Und ein Sonnenuntergang auf dem Inselberg von Cres ist immer wieder ein großes Erlebnis!
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