Touren

Klobenjoch (2041 m) 

Schon von weitem sichtbar thront die riesige Felsmauer der Klobenjochspitze über der Dalfazalm. Besucherandrang unter dem Gipfelkreuz vermeidet sie durch wegloses Gelände und fehlende Markierungen. Wer Spaß hat an wilden Routen und auch Überraschungen am Berg flexibel begegnet, wird auf dem ruhigen Rofan-Gipfel seine Freude haben. Der Blick reicht weit in die Zentralalpen hinein und verfängt sich in der Tiefe am Karibikblau des Achensees.
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Schwierigkeit
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Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Rofan | Maurach am Achensee

Tourensteckbrief Klobenjoch

Anfahrt: A8 München-Salzburg Ausfahrt Holzkirchen. Über Tegernsee zum Achenpass. Alternativ kann man auch über Bad Tölz / Lenggries zum Achenpass fahren. Weiterfahrt auf der B181 über Achenkirch Richtung Maurach. Im Mauracher Ortsteil Buchau liegt direkt an der B181 (in Fahrtrichtung links) das orangefarbene „Kinderhotel Buchau“. Auf dem dortigen Parkplatz kann man parken (Parkautomat: 4 € / Stand August 2013).
Öffentliche Verkehrsmittel: Bahnhof Tegernsee, www.bahn.de , Weiterfahrt mit dem Bus Linie 9550 bis Halt „Maurach Buchau“ (Kinderhotel Buchau), www.rvo-bus.de

Ausgangspunkt: Buchau (930 m) bei Maurach am Achensee, Parkplatz „Kinderhotel Buchau“

Route: Vom Parkplatz aus folgt man der „Buchauer Straße“ nordwestwärts. Zwischen dem Kinderhotel und der Parkgarage führt ein Teersträßchen bergauf (Ww. „Dalfaz-Alm 413 - Dalfazer Wasserfall“). Man mündet in einen Forstweg, hält sich wenig später jedoch an den markierten, schmalen Wanderweg (rot-weiß-rot). Zwischen Gräsern und Baumgruppen führt der Weg empor und kreuzt mehrmals die Forststraße (den Abzweiger „Dalfazer Wasserfall“ lässt man jetzt im Aufstieg links liegen – siehe Hinweis). Nach einem lichten Wald erreicht man die steilen Bergwiesen der Teisslalm (1310 m). Man quert einen steilen Wiesenhang, gelangt in vielen Serpentinen und über kupiertes Wiesengelände zur Dalfazalm (1692 m). Hinter der letzten Hütte folgt man kurz dem Weg (Ww. „Steinernes Tor“) nordwärts bergauf zu einem Schilderbaum. Hier verlässt man die ausgeschilderte markierte Route und zieht zunächst auf einem Pfad nach Nordwesten (links). Es geht Richtung Klobenjoch-Felswände zu einem Gatter. Nach dem Gatter (bitte schließen!) steigt man über einen grasigen, flachen Rücken nordwestwärts empor, dann kurz nach Westen (links halten). Man erreicht eine breite Wiesenmulde („s’Kühtalei“) und wandert über mäßig steiles Gelände bergan nach Norden bis kurz unter das Joch („Heechenbergjoch“). Nun nach rechts (Nordosten) durch eine ausgeprägte Latschengasse zu einem niedrigen Viehzaun, über den man hinweg steigt. Wenig später zieht man links durch eine kurzzeitig enge, steinige Latschengasse aufwärts bis vor eine kleine Felsenschlucht. Man umgeht die Schlucht rechts und wandert danach im Linksbogen über steinige, latschenbestandene Wiesen bergan (Gipfelkreuz wird sichtbar). Kurz vor dem Gipfel überwindet man eine schmale, aber tiefe Felsspalte mit einem großen Schritt. Griffiger Fels wartet an der kurzen (ca. 1 m) Kraxelstelle und ein nicht sehr vertrauenserweckendes Seil.

Abstieg: Auf der gleichen Route geht’s hinab bis kurz unter die Teisslalm. Hier empfiehlt sich der Abzweiger zum „Dalfazer Wasserfall“. Am Aussichtsplateau hält man sich an die Ausschilderung: Ww. „Buchau“ und mündet somit später wieder in die Aufstiegsroute.

Charakter / Schwierigkeit: Bis zur Dalfazalm führt ein leichter, markierter und ausgeschilderter Wanderweg. Von Anfang an erfreut der Blick auf den türkisblauen Achensee und die mit jedem Höhenmeter immer gewaltiger werdende Sicht auf das Karwendelgebirge. Das anfängliche Waldstück ist kurz, meist wandert man über freie Bergwiesen und später durch die Latschenzone. Ab der Dalfazalm ist die Route weder markiert noch ausgeschildert. Ab und zu stößt man auf Trittspuren oder schwach ausgeprägte Pfade, die über steinige Wiesen und durch Latschengassen führen. Im weglosen Gelände ist Orientierungssinn und ein Blick für mögliche Routenverläufe nötig. Etwas Vorsicht und Trittsicherheit ist im dolinenartigen, karstigen Gipfelbereich geboten.

Gehzeit: Aufstieg: ca. 3 Stunden, Abstieg: ca. 2 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 1100 Höhenmeter, Distanz: 7,8 km (Auf- und Abstieg gesamt)

Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober

Stützpunkt: Die Dalfazalm (1692 m) bietet neben Kost und Logis auch eine herrliche Aussicht, Mai bis Anfang November. Telefon: +43 / (0)664 / 9159807, www.dalfazalm.at

Hinweis: Der Gipfel ist auf einigen Karten auch nur als Klobenjoch verzeichnet.

Tipp: Der sehenswerte Dalfazer Wasserfall stürzt rund 60 m in die Tiefe.
Am Nachmittag ist er in der Sonne und das Licht dort am schönsten. Auf einer geräumigen Aussichtsplattform am Fuße des Wasserfalles befinden sich wellenförmige, bequeme Liegestühle (leider nur 2 Stück). Direkt neben dem Wassersturz verläuft ein kurzer aber sehr anspruchsvoller Klettersteig (150 m Höhenmeter, 80 % Schwierigkeitsgrad C/D)

Karte: Alpenvereinskarte Nr 6,  Rofan,1:25.000. Diese und andere Karten können Sie in unserem AV-Karten-Shop bestellen

Autor: Doris & Thomas Neumayr

Wetter

Die aktuelle Wettervorhersage zur Tour von wetter.com für die nächsten 2 Tage. Sofern für das Zielgebiet keine Wetterdaten vorliegen, werden die Werte des nächstgelegenen Ortes ausgegeben.

Maurach am Achensee
Vorhersage für Do, 17.08.2017
Do, 17.08.2017 leicht bewölkt
12 / 20 oC
leicht bewölkt
Niederschl.: 5 % Wind: 5 km/h S
Maurach am Achensee
Vorhersage für Fr, 18.08.2017
Fr, 18.08.2017 sonnig
14 / 21 oC
sonnig
Niederschl.: 0 % Wind: 6 km/h SO
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour, und die Anfahrt nachvollziehen. Ist ein GPS-Track hinterlegt, finden Sie unter der Karte die Funktion „Tour in Karte anzeigen“ und somit die beschriebene Routenführung.

GPS Daten zum Download

Hier können Sie sich die Route als GPS-Track im GPX-Austausch-Format (GPX-Exchange) herunterladen. Die Nutzung der Daten ist nur für den privaten Gebrauch und auf eigene Gefahr erlaubt. Eine Weitergabe oder die Veröffentlichung der Daten ist nicht gestattet.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

Aktuelles aus dem Bergjournal

  • Sportklettern Innsbruck

    Rund um Innsbruck gibt es sowohl zahlreiche alte, traditionsreiche als auch neue, moderne Klettergärten und Klettersteige. In kaum einer anderen Region finden sich derart vielfältige Möglichkeiten zum Klettern in allen Spielarten und Schwierigkeitsgraden. In dem Kletterführer Innsbruck und seine Feriendörfer sind alle Möglichkeiten zum Sportklettern, Eisklettern, Bouldern sowie die Klettersteige rund um Innsbruck beschrieben.

  • Alpen-Hahnenfuß

    Wie die meisten Hahnenfußgewächse braucht der Alpen-Hahnenfuß eine lange Schneebedeckung, da er seine Laubblätter schon unter Schneedecke und entwickelt hat, um gleich nach Ausapern mit der Photosynthese zu beginnen.

  • 40 Jahre Nikwax – innovativer, umweltfreundlicher Wetterschutz

    Gott sei Dank gibt es Outdoor-Unternehmen, die die Natur, in der unsere Outdoor-Abenteuer stattfinden, bei der Herstellung ihrer Produkte so gering wie möglich belasten wollen. Das ist nicht überall so – doch definitiv so bei der britischen Marke Nikwax.

  • Lowe Alpine Ascent Superlight 30 Rucksack

    Ein Rucksack, der super leicht ist und trotzdem enorm robust, dazu noch stark wasserabweisend. Der Lowe Alpine Rucksack Ascent Superlight 30 erfüllt tatsächlich all diese Kriterien und ist außerdem auch noch ziemlich schick.

  • Arnika

    Sie ist sicherlich die bekanntestes Heilpflanze Europas, nicht nur im Alpenraum - und auch wer mit Blumen wenig anfangen kann, vertraut der Arnika gerne bei allen Verletzungen von Stoß, Stich, Schnitt und Fall.

  • Spitzenwanderweg - wirklich Spitze?

    Die Zugspitz Region möchte touristisch neue Wege gehen und bleibt dabei auf alten Pfaden. Klingt widersprüchlich – ist es aber nicht unbedingt. Die Touristiker dieser Region hatten nämlich den hohen Anspruch, die so reichlich vorhandenen kulturellen und landschaftlichen Highlights dieser Gegend mittels eines neuen Weitwanderweges zu verbinden und so einen sehr abwechslungsreichen Spitzenwanderweg zu schaffen. Doch ist dies gelungen? Wir meinen ja, absolut! Und daher möchten wir euch diese traumhafte, über 200 km lange Runde auch vorstellen.

Bild des Monats

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Sommer al lago

Benutzer: Schneefee

Beschreibung: Wieder einmal Gardasee - und wieder einmal wunderschön! Für eine lange Tour ist es zu heiß, aber der Colodri ist eine kurze Spritztour und danach hüpft man am besten in den See, um sich abzufrischen.
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Frühlingsradln bei Tremosine

Benutzer: Linus_Z

Beschreibung: Die Gardasee-Region ist ideal für die Übergangszeit. Im Süden kann man schon etwas früher im Jahr mit der Wander-, Kletter- und Radlsaison starten.
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Schneerosenblüte am Gamskogel

Benutzer: Bergfreund

Beschreibung: Die Natur ist halt doch der schönste Garten. Bei der Bergtour zum Gamskogel blühten die Schneerosen um die Wette. Gut, dass die Blumen hier weitestgehend ungestört wachsen können und der Naturfreund sich jedes Frühjahr wieder daran erfreuen kann.
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