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Hoher Göll (2523 m)

Dass sich die Berchtesgadener Skitouren trotz eines eher gehobenen Niveaus recht großer Beliebtheit erfreuen, liegt wohl an der landschaftlichen Großartigkeit der Routen. Der Göll bietet zudem bei guten und sicheren Verhältnissen ein Riesenabfahrt für geübte Skibergsteiger.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Bayern | Berchtesgadener Alpen | Berchtesgaden

Tourensteckbrief Hoher Göll

Anfahrt: Autobahn Salzburg, A8 Ausfahrt Piding / Reichenhall. Dann über Reichenhall auf der B20 nach Berchtesgaden. In Berchtesgaden folgt man der Beschilderung Kehlsteinhaus / Rossfeldstrasse. Vor der Seilbahn rechts ab und über eine steile Bergstraße (24%) hinauf. Beim Rondell biegt man rechts Richtung Scharitzkehl / Hinterbrand ab und fährt fast bis Hinterbrand. 300 Meter davor, genau 200 Meter nach der 6 km-Straßenmarkierung findet man einen kleinen Parkplatz am Beginn des Alpeltalsteiges.

Ausgangspunkt: Kleiner Parkplatz am Beginn des Alpeltalsteiges (1100 m) kurz vor Hinterbrand (200 Meter nach der 6 km-Straßenmarkierung).

Route: Die Route führt entlang des Sommerweges durch eine rinnenartige Schneise hinauf. Schon nach einer Viertelstunde sieht man links das Felswandl, das es auf einem schmalen, etwas ausgesetzten, drahtseilgesicherten Band von rechts nach links zu queren gilt. Nun wiederum durch eine rinnenartige Schneise empor bis zu einer ca. 10m hohen Felsstufe. Hier je nach Verhältnissen entweder zu Fuß über die Felsen (dann eher links) oder mit Ski (dann meist rechts) hinauf. Über einen Steilhang lenkt einen das enge Alpeltal in einen kleinen, flacheren Kessel. Leicht linkshaltend in den Kessel und über die anschließende sehr steile Stufe hinauf. Man überwindet sie am besten von links unten nach ganz rechts oben hinausquerend. Dann noch auf einen Absatz (ca. 1850m) hinauf, der den Beginn des riesigen Kares markiert. Flach entlang eines Rückens, dann rechtshaltend durch das Muldengelände. Am Ende wechselt man von der rechten Talseite auf die linke und steigt über eine weitere Stufe in südöstlicher Grundrichtung zur Göllscharte hinauf. Jetzt links, Richtung Norden, auf dem steilen, breiten Rücken empor zu einem Vorgipfel mit Kreuz). Weiter entlang des Kammes, die riesigen Wächten beachtend!, zum Gipfel und hier noch einmal ein Stück steil empor zum höchsten Punkt.

Abfahrt: Entlang des Aufstieges; wobei man bei sicheren Verhältnissen auch durch die steile Rinne (parallel zum Rücken, welcher sich von der Göllscharte heraufzieht) einfahren kann.

Charakter / Schwierigkeit: Anspruchsvolle und dennoch beliebte Skitour durch ein steiles Tälchen und ein fantastisches Kar mit großartigen landschaftlichen Eindrücken. Geländepassage von stellenweise 40 Grad sind zu überwinden. Die Felsbarriere ziemlich am Anfang der Tour ist gut gesichert (sogar mit zwei Drahtseilen, eines weiter oben für höhere Schneelagen) und stellt für standfeste Skitourengeher normalerweise keine Schwierigkeit dar. Die zweite Stufe ist, wenn aper, ebenfalls ohne weiteres über ganz leichte Felsen zu überwinden. Bei guten Schneeverhältnissen wird man sogar mit Ski hinaufgehen. Unangenehm wird es hier nur bei Hartschnee und das gilt eigentlich für die gesamte Route. Denn vor allem in der unteren Hälfte folgt eine steile Passage nach der anderen. Die Tatsächliche Schwierigkeit der Tour ist also sehr stark von den Verhältnissen abhängig. Harscheisen unbedingt mitführen! Gute Sichtverhältnisse notwendig.

Lawinengefahr: hoch (nur bei sicheren Verhältnissen!)

Exposition: Süd, West und Nordwest.

Aufstiegszeit: 4 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz 1450 Höhenmeter; Distanz: ca. 5 km

Beste Jahreszeit: März bis Mai. Teilweise auch im Winter, aber nur bei wirklich sicheren Verhältnissen.

Stützpunkt: Auf Tour kein Stützpunkt. Etwas unterhalb des Ausgangspunktes findet man jedoch die schöne Berggaststätte Alpeltalhütte (Schild an der Straße) für eine Einkehr nach der Tour. Übernachtung möglich. Telefon: +49 / (0)86 52 / 63 077.

Hinweis: Da das Alpeltal recht eng und schattig ist, firnt es oft später (tages- und jahreszeitlich) oder im ungünstigsten Fall gar nicht auf. Dann ist im unteren Bereich mit einer harten, steilen Abfahrt zu rechnen.

Karte: Kompass Blatt 14 Berchtesgadener Alpen, 1:50.000. Oder UK L4 vom Bayerischen Landesvermessungsamt, 1:50.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Galerie

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