Touren

Hochwanner (2774 m)

Am Hochwanner – dem zweithöchsten Berg Deutschlands - geht es unvergleichlich ruhiger zu als an der Zugspitze. Was neben der etwas abgelegenen Lage vielleicht auch daran liegt, dass man sich den 2744 hohen Gipfel zuletzt mit einem recht anstrengenden Geröllanstieg erobern muss. Diese Bergtour ist zwar technisch nicht sehr schwierig, erfordert aber trotzdem Trittsicherheit und gute Orientierung, auch im weglosen Gelände. Der Gipfel bietet eine grandiose Aussicht u.a. auf die Miemninger Berge und den Alpenhauptkamm, aber auch ins Alpenvorland.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Wetterstein | Leutasch

Tourensteckbrief Hochwanner

Anfahrt: Über die B2 nach Mittenwald und von dort weiter ins Leutaschtal. Man folgt der Hauptstraße und biegt nach dem Ortsteil Gasse rechts nach Kirchplatzl ab. Dort der Beschilderung geradeaus ins Gaistal folgend bis zum Ende der Straße am gebührenpflichtigen Parkplatz Salzbach (4 Euro / Tag – Stand 2018).

Ausgangspunkt: Parkplatz Salzbach (1280 m) im Leutaschtal

Route: Vom Parkplatz geht man über den Bach, folgt der breiten Talstraße ein kurzes Stück und zweigt dann rechts in den Ganghoferweg ab. Dieser ebenfalls recht breite Weg führt kurz steiler bergan. Eine Abzweigung zur Hämmermoosalm ignoriert man. Der Weg führt zu einer großen Almfläche, wo man an der Gabelung rechts (Beschilderung u.a. Rotmoosalm) abzweigt. Jetzt sieht man zum ersten Mal rechts des markanten Predigtstein den noch weit entfernten Hochwanner. Es geht hier kurz auf die Hämmermoosalm zu, aber gleich bei der ersten Möglichkeit zweigt man nach links ab. Der weiterhin recht bereite Weg führt nun in einem weiten Bogen leicht ansteigend in den Wald und zum Leitenbach. Dieser wird überquert, anschließend geht es auf der anderen Seite auf einem Fußweg ein Stück steiler bergan. Der Weg stößt bald auf eine Almstraße, der man nach rechts ein gutes Stück lang folgen muss. Nach einigen Serpentinen erreicht man eine Holzhütte, bei der ein Wegweiser nach links zum Predigtstein weist. Diesem folgt man und steigt somit auf schmalem Bergpfad nach Westen zum Sattel zwischen Predigtsein (links) und Hochwanner (rechts) auf, wo eine Holzbank steht. Der Weg wird nun flacher und führt in einem weiten Bogen zum gegenüberliegenden Geländeabsatz des Mitterjöchl, wo ebenfalls eine kleine Holzbank steht. Hier zweigt man (unbeschildert) vom Bergweg nach rechts ab und steigt (zumeist weglos) einen langen Wiesenrücken nach Norden bergan. Dann geht es über einen moränenartigen Kamm auf ein erstes Geröllfeld zu. Dieses wird anstrengend erstiegen (Pfadspuren), dann quert die Spur nach rechts und führt in angenehmen Serpentinen auf einen Felsriegel zu. Genau dort, wo sich ein Steinmann mit dickem Ast befindet, ermöglicht eine unschwere Rinne (I UIAA, gut auf Steinschlag achten!) den Durchstieg der kurzen Steilstufe. Nun quert die noch einigermaßen gut ausgeprägte Anstiegsspur nach Osten auf einen riesigen Geröllhang zu. Hier gibt es verschiedene Aufstiegsrouten. Man sieht etwas rechts der Mitte eine lange, braune Geröllreiße herabziehen, die man für den Abstieg gut benutzen kann. Für den Anstieg folgt man aber den rechts davon befindlichen Aufstiegsspuren (teils Steinmänner). Man erreicht einen Geländeabsatz und geht kurz flacher auf den abschließenden Gipfelhang zu. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Generell sollte man der deutlichsten Spur folgen. Diese können sich über die Jahre durchaus verändern. Im Zweifelsfall steigt man einfach gerade bergauf, um schließlich auf dem zweithöchsten Gipfel Deutschlands zu stehen.

Abstieg: Nach der Gipfelrast steigt man auf gleichem Weg zum Mitterjöchl ab, wobei es zwei Alternativen gibt: Im großen Geröllfeld können Trittsichere mit hohen Bergschuhen eine Reiße für den direkten Abstieg nutzen. Zudem kann man die felsige Rinne an der Steilstufe auch westseitig umgehen, indem man oberhalb von dieser den Steinmännern folgt.
Um eine Rundtour zu machen, geht es beim Mitterjöchl auf deutlichem Bergweg nach Westen hinab. So erreicht man, nachdem man einen Bach gequert hat, das sehr urige und einfache Steinerne Hüttl, wo man – selbst wenn der Wirt nicht da ist – mit einem frischen Getränk auf den Gipfelerfolg anstoßen kann (Getränekästen stehen vor der Tür). Vom Steinernen Hüttl geht es nach Süden zuerst durch Latschengelände, dann im schönen Bergwald ohne Orientierungsprobleme zur, im Talboden gelegenen Tillfussalm hinab. Östlich der Terrasse ist ein Holztor, wo der schöne, flache Fußweg beginnt, der wiederum zur bewirtschafteten Gaistalalm führt. Ab jetzt leitet der gut beschilderte Ganghoferweg (Fahrstraße) ohne jegliche Orientierungsprobleme immer in Richtung Osten zum Ausgangspunkt zurück.

Charakter / Schwierigkeit: Leichte, sehr lange Bergtour (bzw. anspruchsvolle Bergwanderung - Stufe 3 bis 4), wobei bereits eine kurze Ier-Passage bewältigt werden muss – sprich, die Hände müssen hier mal mithelfen. Trittsicherheit und ein guter Orientierungssinn in unmarkiertem, gelegentlich weglosem Gelände sind Voraussetzung für die Tour. Die beschriebene Route ist eine recht ausgedehnte, landschaftlich sehr abwechslungsreiche Rundtour. Die letzten 500 Höhenmeter erfolgen in steilem Geröll und sind daher sehr anstrengend. An heißen Sommertagen sollte man sehr früh starten und viel Flüssigkeit mitnehmen, da die komplett südseitige Tour stark der Sonne ausgesetzt ist.

Gehzeit: Aufstieg 4 bis 5 Stunden, Abstieg 3 bis 4 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: insgesamt 1550 Höhenmeter; Distanz: 19 km (gesamte Runde)

Beste Jahreszeit: Je nach Schneelage Ende Juni bis Mitte Oktober

Stützpunkt: 1. Steinernes Hüttl (Ende Juni bis Mitte September)
2. Tillfussalm und Gaistalalm (Ende Mai bis Mitte Oktober. Kein Ruhetag).

Ausrüstung: Normale Bergwanderausrüstung und Teleskopstöcke

Karte: Alpenvereinskarte BY 8, Wettersteingebirge, 1:25.000. Erhältlich in unserem AV-Karten-Shop.

Autor: Michael Pröttel

Wetter

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Leutasch
Vorhersage für Di, 11.12.2018
Di, 11.12.2018 leichter Schneefall
-8 / -6 oC
leichter Schneefall
Niederschl.: 90 % Wind: 3 km/h W
Leutasch
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Mi, 12.12.2018 sonnig
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sonnig
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

GPS Daten zum Download

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Galerie

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Bild des Monats

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Über den Wolken

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Beschreibung: Es war heute ein Wechselspiel von Sonne und Wolken im ganzen Sudelfeldgebiet. Durch den starken Wind gab es immer wieder kurze Sonnenfenster wie auf dem Bild mit Blick ins Ursprungstal bei Bayrischzell
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Sonnenaufgang Bleikogel 2411m Salzburger-Tennengebirge

Benutzer: Jo-Satt

Beschreibung: Bild entstand bei der Durchquerung des Tennengebirges Mitte September/18 auf über 2400m.
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