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Hochglückkar - Hochglückscharte (2387 m)

Auch wenn der einstige Geheimtipp heute eine überlaufene Firntour ist, von seinem Reiz hat das Hochglückkar nichts verloren. Steile, makellose Nordhänge machen diese Frühlingsskitour ab Mai (nach Öffnung der Zufahrtsstraße) zu einer Massenattraktion für Skibergsteiger.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Tirol | Karwendel | Hinterriß, Eng

Tourensteckbrief Hochglückkar - Hochglückscharte

Anfahrt: Von München über Bad Tölz nach Lenggries und weiter zum Sylvensteinspeichersee. An Fall vorbei nach Vorderriß (Grenze) und Hinterriß und weiter zum Gasthof Alpenhof (Mautstelle, ab ca. 8 Uhr wird kassiert). Über die Mautstraße (3,50 €) in die Eng.
Wichtiger Hinweis: Die Mautstraße in die Eng wird in der Regel erst Anfang Mai geöffnet. Informationen über die Öffnung der Straße erhält man in Vomp (beim Fremdenverkehrsbüro) unter Telefon 0043 / 5242 / 63240, dem Gasthaus Post 0043 / 5245 / 206 oder beim Forstbeamten 0043 / 5245 / 246, Mobil 0043 / 664 / 5120081.

Ausgangspunkt: Großer Parkplatz beim Wirtshaus in der Eng (1203 m) am Ende der Straße.

Route: Man nimmt zu Anfang den Weg und wandert (die Ski meist tragend) über den Boden taleinwärts. Nach einer Brücke verläßt man den Weg, geht also nicht hinüber nach rechts zu den Eng-Almen, sondern hält sich mehr links und wandert über die Almwiese bis zu einem Wasser-Reservoir (sog. Wassermahdls auf AV-Karte verzeichnet) und weiter in südlicher Grundrichtung auf eine erste Stufe zu. Über kleine rinnenartige Schneisen zwischen Erlenbüschen (rechts an den Felsen des Kirchl vorbei) steil hinauf zu einer flachen und breiten Rampe unter der Eiskarlspitze. Hier wendet man sich nach links und verfolgt die Rampe in östlicher Richtung bis zu einer Steilstufe. Hier weicht man in der Regel nach links aus (manchmal gibt es auch eine Spur ganz rechts in der Seilstufe) und steigt über eine freie Fläche zwischen Latschen nach Osten hinauf. Auf ca. 1800 m dreht die Route nach Süden ein und man betritt das kupierte Gelände des Hochglückkars. Auf 1940 m steht man vor einer weiteren Steilstufe, der man aber ganz bequem nach links durch ein Tälchen ausweichen kann; in einem Rechtsbogen dreht man dann wieder nach Süden ein. Nun immer durchs weitläufige Kar empor bis unter die rechte Rinne (rechts vom auffälligen Felsblock). Skidepot. Zu Fuß, bei ungünstigen Verhältnissen auch mit Steigeisen und Pickel, durch die steile, schmale Rinne in die Scharte mit Blick ins Inntal.

Abfahrt: In etwa entlang des Aufstiegs.

Charakter / Schwierigkeit: Diese Firntour bietet makellose Nordhänge in mäßig steilem bis sehr steilem Gelände. Die enge und steile Rinne in die Scharte kann bei Hartschnee unangenehm sein und wird dann mit Steigeisen und Pickel bestiegen. Bei gutem Trittschnee stellt sie den sicheren Skibergsteiger aber nicht vor Probleme. Viele machen aber auch am Skidepot Schluss, was die Tour deutlich vereinfacht. Bis zu diesem Punkt handelt es sich um eine mittelschwere Skitour. Diese wunderschöne Frühjahrstour war einst ein Geheimtipp. Heute wird sie am ersten schönen Wochenende nach Öffnung der Straße in die Eng von außergewöhnlich vielen Skitouristen besucht. Herrlicher Blick von der schattigen Scharte aus ins frühlingsgrüne und sonnige Inntal.

Lawinengefahr: Mittel (wenn man die alpinen Spielregeln für Frühjahrstouren beachtet). Früher Aufbruch erforderlich.

Exposition: Nord und West

Aufstiegszeit: 3 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 1100 Höhenmeter; Distanz: 5,1 km

Beste Jahreszeit: Mai (nach Öffnung der Straße in die Eng)

Stützpunkt: Keiner. Einkehrmöglichkeit nach der Tour am Ausgangspunkt, bzw. in einigen Almgaststätten an der Zufahrtsstraße.

Hinweis: Konditionsstarke Skitourengeher machen die Tour auch bereits vor Öffnung der Zufahrtsstraße. Meist wird die über 12 km lange Zufahrt dann mit dem Fahrrad bewältigt. Im Hochwinter auch mit Langlaufski.

Ausrüstung: Harscheisen bei Frühjahrsverhältnissen. Für die Steilrinne in die Scharte können Steigeisen, evtl. auch ein Pickel notwendig sein.

Karte: Kompass Blatt 26, Karwendelgebirge, 1:50.000. Karwendelgebirge des Bayerischen Landesvermessungsamtes, 1:50.000; AV-Karte Karwendelgebirge, Mittleres Blatt, Nr.: 5/2, 1:25.000; WK 323 von freytag & berndt, Karwendel/Mittenwald, 1:50.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Hinterriß, Eng
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Hinterriß, Eng
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Galerie

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