Touren

Hinterer Tajakopf (2409 m)

Diese Rundwanderung führt durch eine Bilderbuchlandschaft. Die raue Hochgebirgsszenerie und die lieblichen Seen bilden einen herrlichen Kontrast. Und beim Gipfelanstieg zum Hinteren Tajakopf zeigen die Mieminger ihr wahres Gesicht. Die Tour beginnt anregend auf dem Hohen Gang und bleibt spannend bis zum Schluss, wenn man die Runde über den Immensteig ausklingen lässt.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Mieminger Berge | Ehrwald

Tourensteckbrief Hinterer Tajakopf

Anfahrt: Garmischer Autobahn A 95 bis Autobahnende. Weiterfahrt über die B2 in Richtung Garmisch. Nach dem Tunnel nach rechts abbiegen auf die B23 Richtung Fernpass/Ehrwald. In der Ortsmitte von Ehrwald nach links abbiegen und den Ausschilderungen „Ehrwalder Almbahn“ folgen bis zum Parkplatz.
Öffentliche Verkehrsmittel: Mit der Bahn über München / Garmisch nach Ehrwald

Ausgangspunkt: Parkplatz Talstation Ehrwalder Almbahn (1100m)

Route: Gleich oberhalb der Talstation stößt man auf einen großen Schilderbaum. Hier zieht man nach rechts (Schild: Hoher Gang, Nr. 812) in den Wald hinein. Man quert den Geiß-Bach und wandert bergab am Bach entlang, bis zu einer Wegverzweigung. Nun wendet man sich nach links (Schild: Hoher Gang), durchquert eine Wiese und steigt dann im Bergwald empor. Der Weg führt mühsam über eine steile Schuttreise hinauf und dreht kurz vor einer Felswand nach links. Jetzt befindet man sich am Aussichtspunkt „Coburgerrast“, sogar ein Bankerl ist dort anzutreffen. Gegenüber erspäht man die ersten Drahtseile, die einen die felsdurchsetzte grüne Rampe hinaufleiten. Leichte Passagen sind ungesichert, doch alle kniffeligen Stellen sind gesichert. Ein Holzgatter kündigt das Ende des „Hohen Gangs“ an. Nach dem Holzgatter leitet der Steig in einen kleinen Wald, und mündet bald in einen Karrenweg, wo man der Ausschilderung „Seebensee, Coburger Hütte nach rechts folgt. Wenig später erreicht man den türkisblauen Seebensee. Vorbei an Bänken führt der Weg auf der linken Seeseite flach bis zur Materialseilbahn. Von dort aus geht es wieder bergauf. Man hält sich an den Weg, der sich in Serpentinen durch Latschen und Alpenrosenfelder bis zur Coburger Hütte hinaufzieht. Sobald man sich von der Hüttenterrasse angesichts der packenden Gebirgskulisse losreißen kann, folgt man einem Weg, der von der Terrasse aus bergab Richtung Drachensee (Drachenkar) leitet (Schild: Vord. Tajakopf, Hint. Tajkopf, Brendelkar). Jetzt entlang am Drachensee und über steinige Wiesen bergan. Der Weg zieht zunächst über Schotter und Karst nach rechts (Süden), dann trifft man auf eine Verzweigung. Hier wandert man nach links (Schild: Tajatörl) und steigt über einen Moränenhügel in Richtung Tajatörl auf. Jedoch kurz vor dem Törl folgt man einem Steig, der nach links zum Ansatz des Hinteren Tajakopfs empor zieht. Trittspuren leiten in teilweise bröseligem ausgesetztem und steilem Gelände über den Grat hinauf bis zum Ostgipfel mit kleinem Gipfelkreuz. Wer zum etwas niedrigeren Westgipfel möchte, der steigt zunächst einige Meter an Drahtseilen in eine Scharte hinab und anschließend über eine kurze Wand auf Eisenklammern zum großen Gipfelkreuz hinauf.

Abstieg: Auf gleichem Wege zurück zur Verzweigung kurz vor dem Tajatörl. In wenigen Minuten erreicht man von hier aus das Tajatörl (2257m) und den großen Steinmann. Nach Nordwesten, über groben Schotter, zieht der Weg (Ganghofersteig) hinter dem Törl ins ruhige Brendlkar hinab. Weiter unten wandert man durch karstige Wiesen und entdeckt den wunderschönen, glasklaren Brendlsee. Es geht an dem See vorbei und ein letztes Mal durch Schotter hinab. Jetzt kommt man in einen lichten Wald und kurze Zeit später an eine flache Wegverzweigung. Dort geht man nach rechts (Schild: Ehrwald) und kurz darauf nach links zur „Ganghofer Rast“. Hinter dem kleinen Holzblockhaus beginnt der schmale „Immensteig“. Schilder führen in den Wald hinein und durch ein Gatter. Über Holzstufen steigt man hinab und passiert einige Drahtseile. Dann wird der Weg an manchen Stellen steil und schlüpfrig, ist aber mit einem Drahtseil gesichert. Ganz in der Nähe eines Wasserfalls ist die Kraxelei zu Ende. Der Steig dreht nach links und leitet über bunte Almwiesen zum Parkplatz zurück.

Alternative: Variante 1: Für Bergwanderer besteht die Möglichkeit mit der Gondel oder über den einfachen „Wiesenweg“ die Ehrwalder Alm zu erreichen und von dort aus über gut beschilderte Forst- und Karrenwege zum Seebensee zu gelangen.

Bike: Variante 2: Im Sinne von Bike & Hike können Mountainbiker über einen asphaltierten Fahrweg zur Ehrwalder Alm radeln und dann über Forst- und Karrenwege zum Seebensee. Von dort aus geht’s zu Fuß zum Gipfel hinauf.
Tipp für Biker: Es gibt hier auch eine beliebte Mountainbike-Tour, die sogenannte Mieminger Runde.

Charakter / Schwierigkeit: Die gut markierte Rundtour führt sehr abwechslungsreich durch eine beeindruckende Hochgebirgslandschaft. Der Hohe Gang und der Immensteig sind gesicherte Steige, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangen, bei Nässe ist davon abzuraten. Die Wanderwege durchs Drachenkar und Brendlkar sind leicht, aber teilweise ziemlich schotterig. Im Brendlkar kann man je nach Jahreszeit auf Schneefelder treffen. Der schwach markierte Gipfelanstieg auf den Hinteren Tajakopf ist ausgesetzt, teilweise unangenehm splittrig und nur erfahrenen Bergsteigern zu empfehlen. Glanzpunkte sind der fast unwirklich türkisblaue Seebensee, der dunkle, sagenumwobene Drachensee, der einsame glasklare Brendlsee und natürlich auch die schmucke Coburger Hütte. Ein weiterer Augenschmaus sind die leuchtenden Alpenrosenfelder im Juli, die im Herbst durch goldene Lärchen abgelöst werden.

Gehzeit: Aufstieg ca. 4 Stunden, Abstieg ca. 3,5 Stunden

Tourdaten: ca. 1400 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober

Stützpunkt: Die DAV Coburger Hütte (1917m) hat eine sonnige Terrasse und ist auch für Mehrtagestouren ein idealer Stützpunkt, bewirtschaftet von Pfingsten bis Oktober (je nach Wettersituation), Tel. 0043 / 664 / 3254714.

Karte: Kompass Blatt 25, Ehrwald, 1:50.000. Oder Alpenvereinskarte Wetterstein- u. Mieminger Gebirge Nr. 4/2, 1:250000

Autor: Doris & Thomas Neumayr

Wetter

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Ehrwald
Vorhersage für Do, 17.08.2017
Do, 17.08.2017 leicht bewölkt
14 / 21 oC
leicht bewölkt
Niederschl.: 5 % Wind: 6 km/h SW
Ehrwald
Vorhersage für Fr, 18.08.2017
Fr, 18.08.2017 sonnig
14 / 21 oC
sonnig
Niederschl.: 0 % Wind: 3 km/h NW
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour, und die Anfahrt nachvollziehen. Ist ein GPS-Track hinterlegt, finden Sie unter der Karte die Funktion „Tour in Karte anzeigen“ und somit die beschriebene Routenführung.

GPS Daten zum Download

Hier können Sie sich die Route als GPS-Track im GPX-Austausch-Format (GPX-Exchange) herunterladen. Die Nutzung der Daten ist nur für den privaten Gebrauch und auf eigene Gefahr erlaubt. Eine Weitergabe oder die Veröffentlichung der Daten ist nicht gestattet.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

Aktuelles aus dem Bergjournal

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    Wie die meisten Hahnenfußgewächse braucht der Alpen-Hahnenfuß eine lange Schneebedeckung, da er seine Laubblätter schon unter Schneedecke und entwickelt hat, um gleich nach Ausapern mit der Photosynthese zu beginnen.

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    Gott sei Dank gibt es Outdoor-Unternehmen, die die Natur, in der unsere Outdoor-Abenteuer stattfinden, bei der Herstellung ihrer Produkte so gering wie möglich belasten wollen. Das ist nicht überall so – doch definitiv so bei der britischen Marke Nikwax.

  • Lowe Alpine Ascent Superlight 30 Rucksack

    Ein Rucksack, der super leicht ist und trotzdem enorm robust, dazu noch stark wasserabweisend. Der Lowe Alpine Rucksack Ascent Superlight 30 erfüllt tatsächlich all diese Kriterien und ist außerdem auch noch ziemlich schick.

  • Arnika

    Sie ist sicherlich die bekanntestes Heilpflanze Europas, nicht nur im Alpenraum - und auch wer mit Blumen wenig anfangen kann, vertraut der Arnika gerne bei allen Verletzungen von Stoß, Stich, Schnitt und Fall.

  • Spitzenwanderweg - wirklich Spitze?

    Die Zugspitz Region möchte touristisch neue Wege gehen und bleibt dabei auf alten Pfaden. Klingt widersprüchlich – ist es aber nicht unbedingt. Die Touristiker dieser Region hatten nämlich den hohen Anspruch, die so reichlich vorhandenen kulturellen und landschaftlichen Highlights dieser Gegend mittels eines neuen Weitwanderweges zu verbinden und so einen sehr abwechslungsreichen Spitzenwanderweg zu schaffen. Doch ist dies gelungen? Wir meinen ja, absolut! Und daher möchten wir euch diese traumhafte, über 200 km lange Runde auch vorstellen.

Bild des Monats

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Sommer al lago

Benutzer: Schneefee

Beschreibung: Wieder einmal Gardasee - und wieder einmal wunderschön! Für eine lange Tour ist es zu heiß, aber der Colodri ist eine kurze Spritztour und danach hüpft man am besten in den See, um sich abzufrischen.
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Frühlingsradln bei Tremosine

Benutzer: Linus_Z

Beschreibung: Die Gardasee-Region ist ideal für die Übergangszeit. Im Süden kann man schon etwas früher im Jahr mit der Wander-, Kletter- und Radlsaison starten.
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Schneerosenblüte am Gamskogel

Benutzer: Bergfreund

Beschreibung: Die Natur ist halt doch der schönste Garten. Bei der Bergtour zum Gamskogel blühten die Schneerosen um die Wette. Gut, dass die Blumen hier weitestgehend ungestört wachsen können und der Naturfreund sich jedes Frühjahr wieder daran erfreuen kann.
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