Touren

Halserspitze (1862 m) 

Die Überschreitung des Blaubergkammes gehört zu den schönsten Touren in den Voralpen. Sie stellt aber einige Ansprüche an Trittsicherheit und Kondition. Die Route ermöglicht herrliche Ausblicke auf den Tegernsee, die Voralpen und den Guffert.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Bayerische Voralpen | Kreuth

Tourensteckbrief Halserspitze

Anfahrt: A8 München-Salzburg bis Holzkirchen, auf B318 zum Tegernsee und weiter Richtung Achenpaß auf B307 bis Wildbad Kreuth. (Abzweigung zur Hans Seidel Stiftung)

Ausgangspunkt: Wildbad Kreuth, großer Parkplatz links der B 307 (793 m).

Route: Man folgt der Straße über die Weißach, geht an der Hans Seidel Stiftung vorbei nach Siebenhütten (836m). Nun nicht Richtung Wolfsschlucht, sondern dem Schild (Halserspitze / Hohlensteinalm) folgend nach links an einer kleinen Hütte vorbei. (Kurz nach der Hütte zweigt ein Weg rechts ab. Dieser ist falsch!) Man folgt dem Schild „Halserspitze“, das einen über den gut gangbaren Bergweg immer an der rechten Talseite, oberhalb des Hohlensteinbaches, entlangführt. Der Weg ist romantisch und der Bach fließt im unteren Bereich wild, weiter oben eher heiter dahin. Etwa 500 Meter nach der Hohlensteinalm (1003m) verläßt man den Hohlensteinbach und zweigt rechts (Richtung Süd) in den Zieselgraben ab. Hier geht es steil bergauf, man folgt den roten Markierungen an den Bäumen und wandert über den Weißenbachkopf (1352m) und dessen Rücken zur Wenigberghütte (1298m). Nun wieder steiler hinauf, am verfallenen Stangelhäusel (1589m) vorbei, direkt auf die Halserspitze zu bis zur Weggabelung auf 1621m. Hier steigt man nach rechts und durch Latschen und Schrofen (Trittsicherheit erforderlich!) unter der Nordwestflanke der Halserspitze durch bis man den Grat erreicht. Auf dem Pfad nach links in wenigen Minuten zum Gipfel. 3 bis 3,5 Stunden.

Nun zurück auf den Grat, dem man weiter Richtung West folgt, und über die Karspitze (1801m), den Blaubergkopf (1787m), den Schobersattel (1689m) zur Blaubergalm (1540m). Man bleibt immer am Grat, der nicht mehr schwierig zu gehen ist, eine tolle Aussicht bietet, sich aber ganz schön in die Länge zieht. In ständigem Auf und Ab geht man fast 1,5 Stunden bis zur Blaubergalm.

Dann entweder über den Predigtstuhl (am Kreuz vorbei), oder unter ihm durch bis zur Wegscheide „Schildenstein / Wolfsschlucht“. Durch die Wolfsschlucht steil und zum Teil ausgesetzt, sowie seilgesichert nach unten. Entlang des Baches zur Köngshütte und zur Weißachalm, hinunter nach Siebenhütten und zurück zum Ausgangspunkt.

Wer sich die Wolfsschlucht nicht zutraut, geht weiter Richtung Schildenstein (oder sogar noch auf ihn hinauf) und am Schildenstein vorbei Richtung Königsalm. Am Graseck (1205m) nun nicht hinunter zur Königsalm, sondern geradeaus weiter zur Geißalm (ist ausgeschildert) und um den Hohen Gernberg herum nach Wildbad Kreuth. Einfach aber deutlich weiter!

Charakter / Schwierigkeit: Lange, stellenweise anspruchsvolle Bergwanderung - eine herrliche Überschreitung, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Der Ausblick auf die Bayerischen Voralpen und den Guffert ist dabei berauschend. Im Sommer, bei schönem Wetter, ist früher Aufbruch und die Mitnahme von reichlich Getränken angeraten, weil einem die Sonne auf dem exponierten Grat arg zusetzen kann. Da eine Übernachtung auf der Blaubergalm möglich ist, kann man die lange Unternehmung auch als Zweitagestour durchführen.

Gehzeit: Aufstieg zur Halserspitze: 3 bis 3,5 Stunden; Überschreitung des Blaubergkammes zur Blaubergalm 1 bis 1,5 Stunden; Abstieg durch die Wolfsschlucht: 1,5 Stunden.

Tourdaten: 1000 Höhenmeter bis zur Halserspitze, bei Überschreitung des Blaubergkammes kommen noch ein paar Hm dazu.

Stützpunkt: Blaubergalm (1540 m), privat bewirtschaftet, 16 Betten, Verkauf von Produkten aus biologischer Landwirtschaft, geöffnet von Juni bis Ende Oktober. Telefon Hütte: 0043/664/2306719, Telefon Tal: 0043/5242/67516.

Hinweis: Etwas leichter ist es, die Wolfsschlucht im Aufstieg als im Abstieg zu bewältigen. Deshalb wird die Runde auch gerne im umgekehrten Sinn als hier beschrieben begangen.

Karte: Kompass Blatt 08, Tegernsee / Schliersee, 1:50.000. Oder Mangfallgebirge, oder Tegernsee / Schliersee und Umgebung, beide vom Bayerischen Landesvermessungsamt.

Autor: Bernhard Ziegler

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