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Großglockner (3798 m) 

Für erfahrene Skibergsteiger ist der höchste Berg Österreichs ein wirklich großartiges Ziel. Außerdem bietet die Route von Süden her, vom Skidepot bis zum Lucknerhaus, eine lohnende Skiabfahrt. Und die luftige Gratkletterei mit Steigeisen, Pickel und Seil über kombiniertes Gelände mit guten Sicherungsmöglichkeiten ist eine sehr schöne Herausforderung und oft der krönende Saisonabschluß.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skihochtour | Osttirol | Hohe Tauern | Kals

Tourensteckbrief Großglockner

Anfahrt: Von Norden über Kitzbühel und den Paß Thurn nach Mittersill. Weiter durch den Felbertauerntunnel (Maut: 10 Euro, Stand 2003), an Matrei vorbei Richtung Lienz. Bei Huben biegt man dann links ab nach Kals. Hinter Kals rechts auf der Kalser Glocknerstraße und 7 km zum Lucknerhaus (im Sommer mautpflichtig) mitgroßem Parkplatz.

Ausgangspunkt: Alpengasthof Lucknerhaus (1920m) oberhalb von Kals

Route: Hüttenanstieg: Vom Lucknerhaus entlang des Wirtschaftsweges taleinwärts (Richtung Norden). Bis ca. 2050 m hält man sich links des Baches, dann geht es (Gabelung - Schild Stüdlhütte) über eine Brücke auf die andere Seite. Hier nun über eine etwas steilere Stufe hinauf zur Lucknerhütte (2241m, nur im Sommer bewirtschaftet). Weiter durch das Tal Richtung Norden eine weitere steile Stufe überwindend. Auf ca. 2500m dreht das Tälchen dann nach Nordwesten ab und man verfolgt es - am Ende links haltend - bis zur Stüdlhütte (2801m). (Wer gleich weiter zum Gipfel will, hält sich dagegen am Ende rechts.) 2,5 Stunden.

Gipfelanstieg: Von der Stüdlhütte quert man den steilen Hüttenhang nach Osten hinüber unter dem felsigen Salzkopf hindurch. Dann schwenkt man nach links (also Norden) ein und gelangt so auf das Ködnitzkees. (Die frühere Route über die sog. Schere ist heute nicht mehr üblich.) Auf dem Gletscher bleibt man dann zunächst eher links und wandert (Richtung Norden) flach auf den Großglockner zu. Erst auf ca. 3100m hält man sich rechts und zielt auf das Gletscherfeld rechts vom Großglockner. Die Normalroute führt nun über dieses Gletscherfeld hinauf und nach rechts zum sog. Kampl, einem Felsgrat rechts des Gletscherfeldes (Bild 3 - orange gepunktet). (Bei absolut sicheren Verhältnissen können standfeste Skibergsteiger sich auch am Gletscherfeld links halten und sehr steil mit Ski direkt zum Glocknerleitl aufsteigen. Siehe Bild 3 – blaue Linie.) Am Kampl (ca. 3300m) lässt man dann die Ski bereits zurück und folgt dem Grat (an Seilsicherungen) zur Erzherzog Johann Hütte, der sog. Adlersruhe (3454 m). Flach nach links (Nordwesten) auf das Glocknerleitl zu (Bild 5) und über dieses sehr steil hinauf zum Grat. Dem Grat nun immer folgend – zum Teil sehr ausgesetzt - über den Kleinglockner (3783 m), die Glocknerscharte (kurzer Abstieg mit Drahtseilsicherung) zum Großglockner.

Abfahrt: Entlang des mit Ski begangenen Aufstieges. Die beim Aufstieg beschriebene direkte Linie zum Glocknerleitl wird natürlich bei absolut sicheren Verhältnissen auch abgefahren. Man sollte dann jedoch auch hier aufsteigen, um die Verhältnisse wirklich einschätzen zu können.

Charakter / Schwierigkeit: Bei der Tour auf den Großglockner handelt es sich Sommer, wie Winter um eine anspruchsvolle Unternehmung. Wetter, Kondition und Können müssen hier passen. Für die lange und zum Teil ausgesetzte Gratbesteigung in kombiniertem Gelände sind Steigeisen, Seil und Pickel unerläßlich. Je nach Verhältnissen können auch einige Schlingen hilfreich sein. Die Sicherungsmöglichkeiten sind mittlerweile sehr gut. Neue und zusätzliche Stangen wurden zur Seilsicherung gesetzt. Die Drahtseile sind in sehr gutem Zustand (Stand 2003). Die Erhabenheit dieses Berges ist die Mühe wert. Man steht buchstäblich über allen Gipfeln im Umkreis. Was die Skiqualitäten der Route angeht, ist zu sagen, daß auch wenn die oberen 300 bis 500 Meter (je nach Routenwahl) zu Fuß bewältigt werden müssen, der Großglockner eine schöne Abfahrt bietet. Dies gilt übrigens insbesondere für die gesamte Abfahrt hinunter zum Lucknerhaus. Das Ködnitzkees kann bei guten Verhältnissen, also wenn es gut eingeschneit ist, ohne Seil begangen werden.

Lawinengefahr: mittel (Achtung, der Hüttenanstieg ist bei Neuschnee und Erwärmung lawinengefährdet!)

Exposition: Vorwiegend Süd

Aufstiegszeit: 4 Stunden von der Stüdlhütte; 7 Stunden vom Lucknerhaus aus. Achtung – unbedingt auch genügend Zeit für den Abstieg einplanen !!!

Tourdaten: 1000 Höhenmeter von der Stüdlhütte aus; 1900 Höhenmeter vom Lucknerhaus.

Beste Jahreszeit: Ende März und bis Mitte Mai.

Stützpunkt: Stüdlhütte (2801m) der DAV-Sektion Oberland, 120 Übernachtungsplätze. Öffnungszeiten: März bis Mitte Mai und Ende Juni bis Anfang Oktober. Telefon: 0043 / (0)4876 / 8209. Offener Winterraum vorhanden.

Info: Kalser Bergführer - Informationen und Buchung hier.

Karte: Kompass Blatt 46, Kals am Großglockner, 1:50.000. Oder AV-Karte Großglocknergruppe, Blatt 40, 1:25.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Kals
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So, 17.12.2017 leicht bewölkt
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Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

GPS Daten zum Download

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Galerie

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Beschreibung: Gerade noch rechtzeitig vor dem Einruch der Nacht konnte ich dieses stimmungsvolle Foto von der Hochsalwand mit Blick auf den Wendelstein machen. Die warmen Farben des Lichts bewirkten eine unbeschreibliche innere Ruhe und Zufriedenheit. Es war wieder ein Herbst-Abend, der den schönen Tag in den Schatten stellte.
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Beschreibung: Es ist eine Binsenweisheit und doch ist man einfach immer wieder erstaunt, welch großartiger Maler der Herbst gerade in den Bergen ist. Das Bild entstand bei einer Bergtour im Salzkammergut, am Fuße des Sparber.
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Beschreibung: Der Osorscica ist ein kleiner Berg mit maximaler Aussicht. Und ein Sonnenuntergang auf dem Inselberg von Cres ist immer wieder ein großes Erlebnis!
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