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Großer Rettenstein (2366 m)

Der felsige Berg ist eine echte Ausnahmeerscheinung in den Kitzbüheler Alpen. Von weit her ist er wegen seiner markanten Gestalt zu erkennen, ganz deutlich hebt er sich von den Grasbergen der Umgebung ab. Und dann noch der fantastisch Blick in die Tauern! So ist die Tour mit steilem Schlussanstieg bei trittsicheren Bergsteigern recht beliebt. Für den Geübten ist sie auch nicht besonders schwierig.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Kitzbüheler Alpen | Kirchberg in Tirol

Tourensteckbrief Großer Rettenstein

Anfahrt: Von Norden kommend über die Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Wörgl Ost. Hier ins Brixental und über Hopfgarten und Brixen nach Kirchberg. In Kirchberg zweigt man dann – der Beschilderung „Aschau“ folgend – ins Spertental ab. Durch Aschau hindurch, an der Oberlandhütte vorbei, und weiter ins Tal über die nun mautpflichtige (4 Euro / Stand 2012) kleine Straße. Man fährt bis zur Hintenbachalm (4 Almhütten links oberhalb der Straße). Einen großen Wanderparkplatz findet man erst ein kurzes Stück weiter, gleich nachdem die Straße die Brücke überquert hat.

Ausgangspunkt: Hintenbachalm (1141 m) im Spertental bei Kirchberg in Tirol

Route: Hinauf zu den Hintenbachalmhütten, bei denen man einen Wegweiser findet. An der rechten oberen Hütte vorbei zur Wiese, wo man den Markierungsstöcken und einigen wenigen Pfadspuren nach rechts oben zum Waldrand folgt. Nun über einen schmalen, holprigen Waldweg empor bis man wieder Wiesengelände erreicht. Entlang von Pfadspuren erst geradeaus, dann zunehmend rechts, eine Straße überquerend und durch einen Bachgraben mit einigen Quellen. So gelangt man in das Hochtal mit der Schöntalalm. Kurz vor ihr trifft man auf den Wirtschaftsweg, überquert auf ihm den Bach und wandert flach an der Schöntalalm (1610m) vorbei ins Tal hinein. Man passiert einen idyllischen Rastplatz mit einem kleinen Hütterl und wandert auf einem Steig zunehmend direkt auf den Rettenstein zu. Zuvor kommt man jedoch noch an einer Quelle vorbei (nur wenige Meter vom Weg entfernt – ist markiert). Der Weg quert anschließend in die Ostflanke und schlängelt sich auf steilem, manchmal etwas ausgesetztem Steig durchs Kar in Serpentinen empor. Dabei wird es zunehmend felsiger. Die letzten Meter zum kreuzgeschmückten Gipfel muss man gar etwas klettern, doch sind es nur ein paar einfache Meter (I. bis II. UIAA) hinauf zum fantastischen Aussichtspunkt. Wer allerdings auf den unbedeutend höheren Hauptgipfel will, muss auf dem ziemlich luftigen Grat bereits im II. Schwierigkeitsgrad etwa 15 Meter Richtung Süden klettern.

Abstieg: 1. Wie Aufstieg oder
2. Sehr schön und aussichtsreich (wenn auch deutlich länger) ist die Variante mit Überschreitung der Spießnägel. Dazu steigt man vom Gipfel bis auf eine Höhe von etwa 2050m ab. Hier trifft man auf die Abzweigung zum Schöntaljoch nach rechts (im Abstiegssinn). In einer Hangquerung hinüber zum Joch (2029m) und weiter entlang des Kammes bis zum Gipfel der Spießnägel (1880m). Abstieg zur Hirzeggalm (1553m); dann wandert man auf dem Wirtschaftsweg zur Westseite der Spießnägel und weiter auf der breiten Almstraße hinunter zur Hintenbachalm. Die Abzweigung zur Schöntalm lässt man dabei links liegen.

Bike: Bike & Hike - Der Große Rettenstein lässt sich hervorragend als Kombitour mit dem Moutainbike machen. Dazu parkt man am besten noch vor dem Mauthäusel (also gleich nach der Oberlandhütte) und kann so bereits bis zur Hintenbachalm radeln. Bei besagter Alm links empor und auf der breiten Straße hinauf zur Schöntalalm. Hier trifft man auf die oben beschriebene Route. Kurz nach der Alm lässt man das Radl dann stehen und geht zu Fuß weiter zum Gipfel.

Charakter / Schwierigkeit: Bis kurz unterm Gipfel ist der Weg auch für schwindelfreie und geübte Bergwanderer geeignet; nur die letzten 10 Meter muss man ein bisschen mit der Hand hinlangen (I. bis max. II. Grad UIAA). Ein Großteil der Tour ist also eher eine anspruchvolle Bergwanderung als eine leichte Bergtour. Am Übergang zum Hauptgipfel (Steinmandl, kein Kreuz) muss am recht ausgesetzten Felskamm der II. Grad sicher bewältigt werden. Er wird deshalb weit weniger bestiegen. Die Tour ist abwechslungsreich, führt durch Wald und schönes Almgelände, sowie Schrofen und Fels. Besonders beeidruckend ist aber die fantastische Sicht auf das Kaisergebirge imNorden und die Tauerngipfel im Süden.

Gehzeit: Aufstieg: gut 3 Stunden; Abstieg: knapp 2 Stunden; für die Abstiegsvariante über die Spießnägel sind insgesamt ca. 3 Std. zu veranschlagen.

Tourdaten: 1230 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Mitte Juni bis zum Wintereinbruch

Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit!
Bei der Abstiegsvariante kommt man an der während der Weidesaison bewirtschafteten Hirzeggalm vorbei. Am Ausgangspunkt wartet die Hintenbachalm (Almwirtschaft) und bei Aschau die Oberlandhütte der DAV-Sektion Oberland, 32 Betten, 35 Lager, ganzjährig geöffnet, Telefon: Tel: +43 / 5357 / 8113.

Hinweis: Der Alpenverein warnt beim Anstieg durch die steile Gipfelflanke vor Steinschlag. Eine Begehung geschieht auf eigene Gefahr. Ein Steinschlaghelm könnte also dienlich sein.

Karte: Kompass Blatt 29, Kitzbüheler Alpen, 1:50.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Kirchberg in Tirol
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Kirchberg in Tirol
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Galerie

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Beschreibung: Gerade noch rechtzeitig vor dem Einruch der Nacht konnte ich dieses stimmungsvolle Foto von der Hochsalwand mit Blick auf den Wendelstein machen. Die warmen Farben des Lichts bewirkten eine unbeschreibliche innere Ruhe und Zufriedenheit. Es war wieder ein Herbst-Abend, der den schönen Tag in den Schatten stellte.
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Beschreibung: Es ist eine Binsenweisheit und doch ist man einfach immer wieder erstaunt, welch großartiger Maler der Herbst gerade in den Bergen ist. Das Bild entstand bei einer Bergtour im Salzkammergut, am Fuße des Sparber.
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Beschreibung: Der Osorscica ist ein kleiner Berg mit maximaler Aussicht. Und ein Sonnenuntergang auf dem Inselberg von Cres ist immer wieder ein großes Erlebnis!
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