Touren

Großer Krottenkopf (2657 m) 

Die meisten deutschen Bergsteiger fahren nach Oberstdorf, um den höchsten Berg der Allgäuer Alpen über die Kemptener Hütte zu erreichen. Der Anstieg vom Lechtal aus ist nach Meinung des Autors jedoch empfehlenswerter: auf der hier beschriebenen Rundtour bietet sich gleich am ersten Abend von der Herrman von Barth Hütte aus ein unglaublich schönes Panorama auf das Lechtal und die Lechtaler Alpen. Außerdem wandert man auf der Südseite des Allgäuer Hauptkammes und wird somit auch noch bis in den späten Herbst hinein von der Sonne verwöhnt.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Allgäuer Alpen | Lechtal

Tourensteckbrief Großer Krottenkopf

Anfahrt: Mit dem Auto von München über Füssen, bzw. von Stuttgart/ Ulm über Pfronten nach Reutte. Hier folgt man der Beschilderung Richtung „Lechtal/Steeg/Warth“. Weiter durchs  Lechtal bis Elbigenalp und am großen Parkplatz parken.
Öffentliche Verkehrsmittel: Mit Umsteigen in Füssen, bzw. Garmisch nach Reutte. Von hier mit dem Bus direkt nach Elbigenalp. Aktuelle Verbindungen: www.oebb.at

Ausgangspunkt: Elbigenalp (1039 m) im Lechtal

Route: Hüttenzustieg: Vom Parkplatz folgt man der Beschilderung „Von-Barth-Hütte“ und steigt somit bis kurz vor der Jausenstation Kasermandl auf einer Fahrstraße bergan. Davor kann man den Fahrweg verlassen und einen schönen Fußweg benutzen, der ohne Orientierungsschwierigkeiten im Wald weiter bergan führt. Einmal wird ein Querweg gekreuzt, dann führt der Weg in den Kessel des Balschtebaches der schließlich überquert wird. Auf der anderen Seite gewinnt der Steig weiter an Höhe, umgeht einen Felsriegen und führt unterhalb der Materialseilbahn zunächst noch in Latschengelände, dann zunehmend freier zur schön gelegenen Hütte hinauf.

Gipfelaufstieg: Von der Hütte führen zwei Wege weiter nach Westen. Man nimmt den oberen Steig, der leicht ansteigend zum Rücken am Beginn des Südgrates der Ilfenspitze hinaufführt. Dahinter geht es leicht bergab ins weite Birgerkar. An einer Gabelung hält man sich links, um das Birgerkar nach Westen zu überqueren. Nahezu eben wird der felsige Karboden gequert bis man, auf der anderen Seite wieder ansteigend, einen Sattel südlich unterhalb des Hermannskar Turm erreicht. Der Weg wird nun schlechter und quert nach Nordwesten ins riesige Hermannskar hinein, das in einem großen Bogen erwandert wird. Leicht absteigend geht es zum Hermannskar See hinab und abermals auf der anderen Karseite ansteigend zur Krottenkopfscharte hinauf. Hier zweigt nach rechts der Gipfelanstieg ab. Dieser ist zwar weglos aber gut mit roten Punkten markiert. Hin und  wieder muss man die Hände zu Hilfe nehmen, um schließlich den höchsten Gipfel der Allgäuer Alpen zu erreichen.

Abstieg: Zunächst geht es auf demselben Weg zur Krottenkopfscharte hinab. Dort wendet man sich nach Westen und steigt über viele Kehren über Geröllhänge ziemlich genau 300 Höhenmeter bergab. Dort wo das Gelände flacher und wieder grüner wird, stößt man auf eine Weggabelung. Man wendet sich nach links und folgt somit der Beschilderung Richtung Jöchlspitze. Es geht nach Süden weiter und leicht ansteigend auf einen großen Wiesenabsatz hinauf. Von nun an quert der Weg immer in Südrichtung die gewaltigen Südwest- und Westhänge von Ramstallspitze, Strahlkopf und Rothornspitze, wobei auf einer erodierten Passage der Steig zwischenzeitlich schlechter ist. Abzweiger nach links werden ignoriert. Der Pfad erreicht schließlich das südlich der Rothornspitze gelegene Rothornjoch. Hinweis: Der in der AV Karte eingezeichnete (vom Weg her kürzere) Steig nördlich der Rothornspitze ist erosionsbedingt nicht mehr zu empfehlen! An der dortigen Wegkreuzung folgt man der Beschilderung „Bernhardseck“ und quert somit über Wiesenhänge nach Osten zum langen Bergrücken der „Mutte“ hinüber, der ohne Orientierungsschwierigkeiten weiter nach Osten zur Einkehrmöglichkeit  Bernhardseck Hütte führt. Von hier aus geht es  noch ein Stück weiter den Bergrücken hinab und dann gut beschildert, teils auf dem Fahrweg, teils diesen abkürzend,  nach Elbigenalp hinab.

Charakter / Schwierigkeit: Beeindruckende, große Rundtour mit tollen Ausblicken auf die Lechtaler Alpen. Die Gipfelbesteigung erfordert zwar Trittsicherheit, richtig ausgesetzte Stellen gibt es aber so gut wie nicht; daher kann man die Tour als anspruchsvolle Bergwanderung (Stufe 3), bzw. leichte Bergtour einstufen. Wegen der Länge des Gipfeltages sollte man über eine gute Kondition verfügen. Bei guter Sicht ist die Orientierung problemlos. Bei Nebel muss man aber in dem weiten Felskesseln Hermannkar und Birgerkar gut auf die  roten Markierungen achten. Am schönsten als Zweitagestour, ansonsten ist diese Bergtour eine sehr große konditionelle Anforderung.

Gehzeit: Hüttenzustieg 3,5 Stunden. Gipfelaufstieg  3,5 Std.; Abstieg 4  Std..

Tourdaten: Höhendifferenz: insgesamt 2050 Höhenmeter (inkl. Gegenanstiege), davon 1100 Hm Hüttenzustieg am ersten Tag; Distanz: ca. 25 km Gesamtlänge, davon 6,5 km bis zur Hermann von Barth Hütte.

Beste Jahreszeit: Mitte Juni bis Anfang Oktober

Stützpunkt: 1. Hermann von Barth Hütte (2131 m), DAV Sektion Düsseldorf, Mitte Juni bis Ende September, Tel. +43/(0)5634/6671, Internet: www.hermann-von-barth.at. Der separat gelegene, sehr schöne Winterraum ist zu empfehlen.
2. Bernhardseckhütte (1802 m), privat,  Anfang Mai bis Ende Oktober; Tel. +43/(0)5634/6218, Internet: www.bernhardseck.at

Ausrüstung: Normale Bergwanderausrüstung

Karte: Alpenvereinskarten Nr. 2/1 und 2/2 - Allgäuer Alpen Ost und West, 1: 25.000

Autor: Michael Pröttel

Wetter

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Lechtal
Vorhersage für Sa, 20.10.2018
Sa, 20.10.2018 sonnig
5 / 10 oC
sonnig
Niederschl.: 0 % Wind: 4 km/h SO
Lechtal
Vorhersage für So, 21.10.2018
So, 21.10.2018 sonnig
5 / 10 oC
sonnig
Niederschl.: 0 % Wind: 5 km/h S
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Karte

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Galerie

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