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Zweitages-Skitour um die Frederic Simms Hütte 

Die Alples-Pleisspitze und die Feuerspitze sind zwei tolle Lechtaler Skigipfel, die als Tagestour allerdings einen Nachteil haben. Von Kaisers aus muss man einen sehr langen Talhatscher in Kauf nehmen. Deswegen empfiehlt es sich, die beiden Berge im Rahmen einer Zweitagestour mit Übernachtung im Winterraum der Frederic Simms Hütte zu besteigen. Man bekommt so eine großartige Abfahrt zur Hütte und absolute Bergeinsamkeit geschenkt: Denn der Winterraum der absolut entlegenen Bergsteigerunterkunft wird (unverständlicherweise) höchst selten aufgesucht.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Tirol | Lechtaler Alpen | Lechtal

Tourensteckbrief Frederic Simms Hütte - Alples-Pleisspitze - Feuerspitze

Anfahrt: Über Füssen und Reutte ins Lechtal. Dort bis Steeg und links nach Kaisers (manchmal Ketten nötig). Man parkt an der Kehre beim Gasthaus Vallugablick.

Ausgangspunkt: Kaisers, Straßenkehre beim Gasthaus Vallugablick (1500 m)

Route: 1.Tag: Von der Straßenkehre folgt man immer der Talstraße nach Südosten, die zunächst einen großen Wiesenhang quert und dann im Wald den Talboden erreicht. Es geht leicht ansteigend, bzw. auch ein Stück lang ganz flach weiter bis man die Kaiseralpe erreicht. Hier zieht der Weg - die Richtung beibehaltend - etwas an. Bei den letzten Bäumen wendet man sich vom Talboden ab und steigt nach links, ohne jegliche Orientierungsprobleme, den riesigen, ideal geneigten Südwesthand der Alples-Pleisspitze hinauf. Oben sieht man ein paar Felsen, auf die man zuhält und sie dann links umgeht. Über einen Rücken erreicht man schließlich einen Absatz, wo man am besten das Skidepot errichtet. Zu Fuß geht es über einen kleinen Sattel, dann ein Stück bergan und auf einem wenig ausgeprägtem Band, einer Steilstufe ausweichend, nach links. Zuletzt wieder in ganz leichtem Gehgelände erreicht man schließlich den Südgipfel, wo sich auch das Gipfelkreuz (2648 m) befindet.
Vom Skidepot aus fährt man nicht über den Anstiegsweg ab, sondern kann, (von oben gesehen) leicht links haltend, in einer breiten Rinne abfahren. Diese mündet in den weiten Südosthang der Alples-Pleisspitze. Hier hält man sich weiter nach links (Osten), um so hoch wie möglich in den weiten Bergkessel hinüber zu queren, der zwischen Alples-Pleispitze und Feuerspitze liegt. Im Talboden angekommen, wird noch einmal angefellt. Erst nach Norden, dann nach Osten ansteigend, überquert man eine Geländestufe und erreicht dahinter das flache Becken eines namenlosen Bergsees. Diesen überquert man und steigt in Nordostrichtung auf das wenig ausgeprägte Lahnzugjöchl, das im Kamm (bzw. im Grat)  zwischen Alples-Pleisspitze und Feuerspitze den Übergang ins Sulzetal vermittel. Hinter dem Jöchl quert man weiter einen Hang nach Nordosten und erreicht dann - erst leicht abfahrend, dann noch einmal flach querend - das oberste Kar des Sulzeltals. Über großartige Hänge geht es nun immer dem Tal nach Nordwesten folgend hinunter. Aber Achtung: Man darf vor lauter Freude nicht zu tief abfahren, sondern muss auf ca. 2040 m Höhe, wo der, das Tal rechts begrenzende Felsriegel endet, scharf nach rechts queren. Hier sieht man nun auch schon rechts die Hütte (2002 m) liegen, die zunächst noch abfahrend, dann in einer längeren flachen Querung eines großen Nordwesthangs erreicht wird.
2. Tag: Von der Frederic Simms Hütte (2002 m) steigt man am nächsten Tag auf bekanntem Weg wieder zum Lahnzugjöchl hinauf. Dahinter quert man mit geringem Höhenverlust einen großen Westhang nach Süden, der oberhalb des erwähnten namenlosen Bergsees liegt und hält somit auf eine große Felswand zu. Bevor man diese erreicht, wendet man sich nach links und steigt über den zunächst noch mäßig steil geneigten Hang zum Beginn einer Rinne. Diese maximal 40° steile Passage stellt die Schlüsselstelle der Feuerspitzbesteigung dar. Bei optimalen Schneeverhältnissen kann man unter Umständen die Skier anbehalten, meistens wird dieser Abschnitt aber zu Fuß (mit Skiern auf dem Rucksack) erstiegen. Bei ganz harten Verhältnissen können Pickel und Steigeisen nötig sein. Dort, wo das Gelände wieder flacher wird, geht man noch ein kurzes Stück in dieselbe Richtung weiter und wendet sich nach links. Über eine wenig ausgeprägte, breite Rampe erreicht man einen Absatz, hinter dem auch schon der breite Gipfelhang und links das Gipfelkreuz der Feuerspitze (2852 m) zu sehen sind. Man fährt auf bekanntem Weg bis zum namenlosen Bergsee ab, hält sich hier rechts und fährt nun immer auf der von oben gesehen rechten Talseite bis zur Kaiseralpe ab. Von dort geht es auf bekanntem Weg nach Kaisers zurück.

Charakter / Schwierigkeit: Mittelschwere Skitour mit einer steilen Schlüsselstelle (40 Grad), die bei schlechten Verhältnissen evtl. besser mit Steigeisen und Pickel bestiegen wird. Großartige  Zweitagesunternehmung in wirklich sehr einsamer Bergwelt. Die Abfahrten zur Hütte und von der Feuerspitze erfordern eine gute Skitechnik. Zudem sollte man über eine gute Kondition verfügen. Während die Alples-Pleisspitze oft gespurt ist, muss man den Gegenanstieg und den Übergang über das Lahnzugjöchl meist selber spuren.

Lawinengefahr: Mittel bis hoch. Für diese Unternehmung sind sichere Lawinenverhältnisse Grundvoraussetzung.

Exposition: Alle Hangrichtungen.

Aufstiegszeit: 1. Tag: 6 Stunden; 2. Tag: 6 Stunden

Tourdaten: 1. Tag:  1400 Höhenmeter (1150 Hm Alples-Pleispitze und 250 Hm Lahnzugjöchl); 2. Tag: 900 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Mitte Februar bis Anfang April

Stützpunkt: Winterraum der Frederic Simms Hütte (2061 m) der Sektion Stuttgart des DAV,  Koch- und Heizmöglichkeit, 7 Lager. Internet: www.simmshuette.com

Ausrüstung: Normale Skitouren Ausrüstung. Bei harten Verhältnissen für Feuerspitze zusätzlich Pickel und Steigeisen.

Karte: Alpenvereinskarte Nr. 3/3 „Lechtaler Alpen - Parseierspitze“ 1:25.000

Autor: Michael Pröttel

Wetter

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Lechtal
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Di, 12.12.2017 mäßiger Schneefall
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Lechtal
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Bild des Monats

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Abendstimmung auf der Hochsalwand

Benutzer: Schwaeble

Beschreibung: Gerade noch rechtzeitig vor dem Einruch der Nacht konnte ich dieses stimmungsvolle Foto von der Hochsalwand mit Blick auf den Wendelstein machen. Die warmen Farben des Lichts bewirkten eine unbeschreibliche innere Ruhe und Zufriedenheit. Es war wieder ein Herbst-Abend, der den schönen Tag in den Schatten stellte.
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Herbstmalerei

Benutzer: Bergindianer

Beschreibung: Es ist eine Binsenweisheit und doch ist man einfach immer wieder erstaunt, welch großartiger Maler der Herbst gerade in den Bergen ist. Das Bild entstand bei einer Bergtour im Salzkammergut, am Fuße des Sparber.
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Sonnentanz

Benutzer: Schneefee

Beschreibung: Der Osorscica ist ein kleiner Berg mit maximaler Aussicht. Und ein Sonnenuntergang auf dem Inselberg von Cres ist immer wieder ein großes Erlebnis!
Zum Touren-Bild des Monats...
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