Touren

Finstertaler Schartenkogel (2855 m)

Eine wirklich feine Alternative oder auch Ergänzung zum etwas überlaufenen Sulzkogel. Die Karmulde zur Finstertaler Scharte bietet schönes, überwiegend mittelsteiles Skigelände und aufgrund ihrer schattseitigen Lage oft guten Pulverschnee. Nur die Querung entlang des Speichersees ist vor allem beim Rückweg etwas nervig.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Tirol | Stubai | Kühtai

Tourensteckbrief Finstertaler Schartenkogel

Anfahrt: Von Norden: A95 München-Garmisch, über Mittenwald, Scharnitz, Zirl ins Sellrain. (Hierher auch über die Inntalautobahn, Ausfahrt Zirl.) Über Sellrain und Gries nach Kühtai. Durch den Ort hindurch. Dann auf der wieder fallenden Straße noch etwa 400 m weiter bis man eine kleine Abzweigung nach links zum Hotel Alpenrose findet.

Ausgangspunkt: Hotel Alpenrose (1950 m) in Kühtai. Alternativ kann man auch schon 150 m davor links abbiegen und von hier aus über die Werksstraße zum Damm starten.

Route: Vom Hotel Alpenrose über die Piste (links vom Alpenrosenlift) empor bis man beim Graf Ferdinand-Haus auf die Werksstraße zur Staumauer trifft. (Selbstverständlich ist es auch möglich, die Tour schon 150 m weiter bei Kühtai zu starten und gleich entlang der Werksstraße, bzw. diese abkürzend, zur Staumauer aufzusteigen.) Beim G-F-Haus nun nach links entlang der Werksstraße zum linken Rand der Dammkrone. Dabei wird man im oberen Bereich, wo die Werksstraße Serpentinen macht, die Kehren abkürzen. Nun peilt man die ausgeschilderte Skiroute bei der kleinen Lawinenverbauung an, und quert die Hänge des Ostufers ungefähr entlang des Sommerweges nach Süden. Am Südende des Speichersees quert man steile Hänge nach Westen und erreicht so das Tälchen am Südende des Sees. Gleich zu Beginn dieses Hochtales, auf ca. 2350 m, trennt sich die Route von der zum Sulzkogel. Man biegt hier nämlich links ab und steigt über einen mittelsteilen Hang (Schafleger) nach Südosten auf. Im flacheren Gelände geht es nach Osten dem Tälchen folgend, dann dreht die Route unter dem Schöllekogel nach Süden ab. Im Karboden hält man sich mehr links und steigt so, unter Ausnutzung der flacheren Passagen, nach Süden auf. In einer steilen, kurzen Querung von links nach rechts gewinnt man wieder flacheres Gelände unmittelbar unter der Finstertaler Scharte (2800 m); zu ihr in wenigen Schritten hinauf. Am Kamm angekommen, geht es bei schlechten Verhältnissen zu Fuß über den Grat noch 50 Hm nach Nordwesten zum höchsten Punkt. Bei guten Verhältnissen kann man jedoch mit Ski bis zum Gipfel aufsteigen, indem man vom Grat nach links in die Südflanke traversiert und über den steilen Hang in Spitzkehren zum höchsten Punkt (ohne Kreuz) aufsteigt.

Abfahrt: 1. Wie Aufstieg.
2. Bei sehr guten Verhältnissen können sichere Skifahrer nur wenige Meter unterm Gipfel nach Norden in eine sehr steile Rinne einfahren (Stellen 45 Grad), um dann anschließend über einen herrlichen Osthang (Achtung bei Erwärmung!) abzufahren.

Alternative: Bei sicheren Verhältnissen kann man diese Skitour zu einer tollen Runde ausbauen und über die Kraspesspitze nach Haggen abfahren. Die Route finden Sie unter Kraspes-Runde.

Charakter / Schwierigkeit: Eine ruhige Alternative zum etwas überlaufenen Sulzkogel. Bis auf die kurze, jedoch steile Querung (an der Spur ca. 40 Grad, der Absatz darüber ca. 45 Grad) unter der Scharte einfache Skitour mit lohnenden Abfahrtspassagen. Aufgrund der schattseitigen Exposition findet man in der Karmulde zudem oft schönen Pulverschnee. Etwas nervig ist beim Rückweg der Gegenanstieg zur Dammkrone des Speichersees.

Lawinengefahr: mittel bis hoch; die Querung am See-Ende und die Steilstufe (Querung) kurz vor der Scharte dürfen nicht unterschätzt werden. Bei der unter (2.) beschriebenen Abfahrtsalternative hohes Gefährdungspotential.

Exposition: Nord und West

Aufstiegszeit: 3 Stunden

Tourdaten: 900 Höhenmeter; mit Lifthilfe kann man die Tour um ca. 200 Hm abkürzen; Distanz: 5,7 km (Aufstieg)

Beste Jahreszeit: Januar bis Anfang Mai; die Tour geht oft noch sehr spät im Jahr, da man im unteren Bereich über die nordseitige Piste aufsteigen kann.

Stützpunkt: Auf Tour keiner; unzählige Gasthäuser und Hotels in Kühtai.

Hinweis: Bitte auf keinen Fall die Eisfläche des Speichersees betreten – Lebensgefahr!

Tipp: Konditionsstarke können die Tour mit der Skitour Sulzkogel verbinden.

Karte: AV-Karte 31/2, Stubaier Alpen / Sellrain, 1:25.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Kühtai
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Do, 17.08.2017 sonnig
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Kühtai
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Fr, 18.08.2017 sonnig
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Galerie

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