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Colodri Klettersteig 

Eine idealer Route um einmal ins Klettersteiggehen hineinzuschmecken. Die bestens gesicherte, kurze und einfache Via Ferrata ist also durchaus für Anfänger und kletter-affine Kinder geeignet. Aber auch die sogenannten Geübten werden an der netten Spritztour mit tollen Ausblicken auf Arco, die Burg und den Gardasee ihre Freude haben. Genuss pur! – der Colodri-Klettersteig gehört daher zu den Klassikern am Gardasee.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Klettersteig | Trentino-Alto Adige | Gardaseeberge | Arco

Tourensteckbrief Colodri Klettersteig

Anfahrt: Von der Autobahnausfahrt Rovereto via Mori und Nago nach Arco; oder natürlich auch vom Gardasee her nach Arco. In Arco Richtung Zentrum; bei der Brücke (westlich der Sarca – unterhalb der Burg) biegt man zum Campingplatz beim Schwimmbad (Ortsteil Prabi) ab, wo man Parkmöglichkeiten findet. (Einfach der Beschilderung Camping / Schwimmbad folgen!)
Navi-Adresse: I-38062 Arco, Via dei Legionari Cecoslovacchi 12

Ausgangspunkt: Arco, Ortsteil Prabi (92 m), Parkplatz zwischen Campingplatz und Schwimmbad

Route: Vom Parkplatz aus überquert man die Straße Richtung Berg und folgt dem Wegweiser zur Via Ferrata dei Colodri. Der Zustieg führt über einen deutlichen, gut markierten Pfad durch eine bewaldete Felssturzzone. Die diversen Abzweigungen leiten alle zu den Kletterfelsen (siehe Tipp); man bleibt also immer auf dem markierten Hauptweg! Nach knapp 20 Minuten erreicht man schon den Einstieg zur Via Ferrata. Zunächst quert man auf einem gut gesicherten Felsband (A/B), dann auf einem Pfad (A - Gehgelände) entlang der Drahtseile nach Norden. Doch schon bald dreht die Route über eine Stufe (A/B) nach Süden ein und leitet einen anschließend über Gehgelände (A), einfachste Felsen (A/B - teilweise Eisenkrampen) und eine Plattenquerung (A/B und B) zu einem Steilaufschwung. Über eine Verschneidung (B) und entlang eines Risses geht es hier mit Hilfe von Eisenkrampen (steil aber einfach) hinauf zum Ausstieg. Hier auf der Karstfläche mit den vielen Rillen und Löchern hat man bereits einen tollen Blick auf Arco und den Gardasee. Über einen markierten Steig (teilweise ist der Weg nicht erkennbar, daher auf die Markierungen achten!) geht es nun nach Norden zum riesigen Gipfelkreuz (400 m) aus Metall.

Abstieg: Man überschreitet den Gipfel nach Nordwesten; der Steig dreht aber sogleich nach Westen ein und führt zu einer beschilderten Verzweigung. Hier folgt man dem Wegweiser nach S. Maria di Laghel (Weg 431), wo man auf eine Straße trifft. Auf ihr nach links (Norden) und durch Olivenhaine, entlang eines Kreuzweges, hinunter nach Arco. Eine beschilderte Abzweigung nach links ignoriert man dabei. Über die Via del Calvario und die Via Fossa Grande gelangt man ins Zentrum von Arco. Durch die Via Vergolano geht es zum Hauptplatz mit Kirche und hier geradeaus weiter durch die Via Segantini. Unmittelbar vor der Brücke (die man von der Anfahrt her kennt) geht es links, entlang der Straße, ca. 800 Meter zurück zum Ausgangspunkt.

Alternative: Wer nicht gerne Klettersteige macht, muss nicht auf diesen Gipfel verzichten. Es gibt auch eine schöne Bergwanderung zur Cima Colodri und Cima Colt – eine Rundwanderung, die sich auch mit dieser Tour kombinieren ließe.

Charakter / Schwierigkeit: Überwiegend sehr einfacher Klettersteig, meist (A), teilweise (A/B); nur die kurze Steilstufe am Ausstieg ist mit maximal (B) zu bewerten. Auch konditionell und kraftmäßig ist die Tour leicht. Die Route gewährt zwar einen schönen Tiefblick, ist aber dennoch nicht sehr ausgesetzt oder gar luftig. Die Route ist bestens gesichert. Sie ist also das reine Vergnügen und daher auch für Anfänger oder kletter-affine Kinder geeignet. Gerade bei starkem Andrang ist die Steinschlaggefahr in der Route, aber auch schon am Einstieg nicht unerheblich.

Exposition: Der Klettersteig ist ostseitig exponiert und somit bereits am Vormittag in der prallen Sonne. An heißen Tagen steigt man daher am besten sehr früh oder vielleicht auch erst am späten Nachmittag ein.

Gehzeit: Aufstieg: 1 ¼ Stunden (davon ca. 45 Minuten über den Klettersteig); Abstieg: 1 ¼ Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 300 Höhenmeter; Distanz: 4,6 km (gesamte Runde)

Beste Jahreszeit: Meist ganzjährig möglich. Im Hochsommer (zumindest tagsüber) sehr heiß! Also am besten im Frühjahr und Herbst machen.

Stützpunkt: Beim Abstieg, bzw. vielmehr am Rückweg zum Ausgangspunkt geht man durchs Ortszentrum von Arco. Hier findet man mehrere nette Cafés, Eisdielen und Gaststätten.

Hinweis: Bereits der Einstieg zum Klettersteig kann (gerade bei starker Frequentierung) steinschlaggefährdet sein. Es gab hier leider schon einen tödlichen Unfall. Daher empfiehlt es sich den Helm bereits vor dem eigentlichen Einstieg in den Klettersteig aufzusetzen.

Ausrüstung: Klettersteig-Set und Helm sind Pflicht; Handschuhe sind bei dieser leichten Route nicht unbedingt nötig.

Tipp: Im Zustiegsbereich des Klettersteiges befinden sich mehrere Kletterfelsen, die sogenannten Massi di Prabi. Ein Klettergarten mit 21 Routen zwischen 4 und 7c. Infos zu den Routen findet man auch auf einer Überblickstafel am Ausgangspunkt der Tour.

Karte: Kompass Blatt 690, Garda Alto, 1:50.000.
Erhältlich in unserem Kompass-Karten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Arco
Vorhersage für Di, 12.12.2017
Di, 12.12.2017 bedeckt
5 / 6 oC
bedeckt
Niederschl.: 10 % Wind: 10 km/h S
Arco
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Mi, 13.12.2017 sonnig
2 / 4 oC
sonnig
Niederschl.: 10 % Wind: 7 km/h NO
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

GPS Daten zum Download

Hier können Sie sich die Route als GPS-Track im GPX-Austausch-Format (GPX-Exchange) herunterladen. Die Nutzung der Daten ist nur für den privaten Gebrauch und auf eigene Gefahr erlaubt. Eine Weitergabe oder die Veröffentlichung der Daten ist nicht gestattet.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

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Bild des Monats

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Abendstimmung auf der Hochsalwand

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Beschreibung: Gerade noch rechtzeitig vor dem Einruch der Nacht konnte ich dieses stimmungsvolle Foto von der Hochsalwand mit Blick auf den Wendelstein machen. Die warmen Farben des Lichts bewirkten eine unbeschreibliche innere Ruhe und Zufriedenheit. Es war wieder ein Herbst-Abend, der den schönen Tag in den Schatten stellte.
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Beschreibung: Es ist eine Binsenweisheit und doch ist man einfach immer wieder erstaunt, welch großartiger Maler der Herbst gerade in den Bergen ist. Das Bild entstand bei einer Bergtour im Salzkammergut, am Fuße des Sparber.
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Beschreibung: Der Osorscica ist ein kleiner Berg mit maximaler Aussicht. Und ein Sonnenuntergang auf dem Inselberg von Cres ist immer wieder ein großes Erlebnis!
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