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Cima Telegrafo (2200 m) - Ostroute 

Nicht zufällig nutzten schon napoleonische Soldaten die Cima Telegrafo als Beobachtungsposten hoch über dem Gardasee. Zur ungeheuer aussichtsreichen Spitze führt über die Ostseite des Monte Baldo eine abwechslungsreiche, einfache Route auf durchwegs kleinen Pfaden durchs Vallone Osanna. Eine während des Sommers bewirtschaftete Hütte in Gipfelnähe sorgt für zusätzliche Attraktivität.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Trentino-Alto Adige | Gardaseeberge | Ferrara di Monte Baldo

Tourensteckbrief Cima Telegrafo (Monte Maggiore)

Anfahrt: Von Norden: Auf der Brenner-Autobahn A 22 bis zur Ausfahrt Affi. Über Caprino Veronese, Spiazzi, Ferrara di Monte Baldo zur Hochebene von Novezza. Am Rifugio Novezzina vorbei bis zur nächsten Rechtskehre. Hier findet man einen kleinen Wanderparkplatz mit Hinweistafel und Wegweiser.
Alternativ könnte man auch direkt aus dem Etschtal über Avio, Madonna del Pieve zum Lago Prada Stud und von hier nach Süden Richtung Novezza fahren.

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz (ca. 1250 m) kurz oberhalb vom Rifugio Novezzina (1235 m) in einer Straßenkehre an der Monte Baldo Höhenstraße, nördlich von Ferrara di Monte Baldo.

Route: Ein Wegweiser zeigt den Beginn des Pfades an, der einen nur auf Trittspuren über die Almwiese nach Nordwesten ins Vallone Osanna führt. Einige Markierungen sind zu finden, ansonsten muss man selbst darauf achten, die Pfadspuren nicht zu verlieren. Bald sind ersten Latschen erreicht und der Weg führt nun ganz eindeutig durch sie hindurch. Nach einer guten halben Stunde, auf ca. 1500 m, findet man einen Wiesenabsatz mit einem Tisch und Bänken – ein herrlicher Rastplatz! Nun  geht es leicht links haltend in die Latschen und durch Gassen über Serpentinen empor. Danach führt der deutliche Steig geradewegs auf das kleine Kar zu, zielt aber davor nach links auf den Latschen bewachsenen Rücken. Über ihn in Serpentinen empor in freies Gelände. Unter den Gipfelfelsen der Punta Sascaga trifft man auf den querlaufenden Höhenweg (Ww. Rif. Telegrafo). Auf ihm nach rechts (Norden) bis unter die Materialseilbahn und hier in Serpentinen über den sandigen Steig empor zum Kamm. Über den breiten Kammrücken nach Norden (rechts) zum Gipfel mit Metallkreuz. Wer zur Hütte will, wandert und ein paar Höhenmeter am Kamm zurück und wendet sich dann nach rechts dem Rifugio zu.

Abstieg: Wie Aufstieg.

Alternative: Die Cima Telegrafo kann man auch über die Westseite von Prada aus angehen. Die Route haben wir hier beschrieben.

Charakter / Schwierigkeit: Schwierigkeit: Leichte bis mittelschwere Bergwanderung auf durchgehend kleinen Pfaden und Wegen. Über Almgelände, durch Latschengassen und am Ende über einen sandigen Steig führt die abwechslungsreiche, durchwegs gut gehbare Route. Schon beim Aufstieg hat man schöne Ausblicke, doch das Panorama nahe der Gipfelregion und vor allem die Aussicht auf den Gardasee ist einfach fantastisch! Die Route ist auch mit konditionsstarken Kindern als Familientour machbar.

Gehzeit: Aufstieg: 2,5 bis 3 Stunden; Abstieg: 2 Std..

Tourdaten: 950 Höhenmeter; Distanz: 4,5 km (Aufstieg)

Beste Jahreszeit: Ende Mai bis November; wobei die Sommermonate oft zu heiß und zu diesig sind. Im Frühling und Herbst ist die Wahrscheinlichkeit von klaren Sichtverhältnissen deutlich höher und so kann man um diese Jahreszeit die schöne Aussicht meist besser genießen.

Stützpunkt: Rifugio Barana al Telegrafo (2147 m), bewirtschaftet von Mitte Juni bis Mitte September sowie sporadisch an schönen Oktoberwochenenden, 48 Übernachtungsplätze. Telefon: +39/045/7731797 (Hütte) oder +39/045/7241531 (Tal).

Hinweis: Entlang des Weges wurden Infotafeln zu Vegetation und Geologie des Monte Baldo aufgestellt. Leider sind diese Hinweisschilder schon überwiegend verfallen (Stand 2010).

Wissenswertes: 1. Der Monte Baldo ist ein sog. Nunatak. Das heißt, er ist ein Berg, der während der Eiszeit aus der Gletschermasse herausragte. Dies ist der Grund, warum sich am Monte Baldo so viele urtümliche, teilweise einzigartige Pflanzen ansiedeln konnten.
2. Früher war der übliche Name nicht Telegrafo, sondern Monte Maggiore. Erst in der Zeit der napoleonischen Kriege entstand die heute gängige Bezeichnung. Ursprung dafür soll ein napoleonischer Beobachtungsposten auf dem Berg gewesen sein. Mit einem „optischen Telegrafen“ sollten Blink- oder Feuerzeichen gegeben werden, um den Franzosen die Bewegungen des Feindes zu funken.

Karte: Kompass 1:50.000, Blatt 101 „Rovereto Monte Pasubio“

Autor: Bernhard Ziegler

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Ferrara di Monte Baldo
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Galerie

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