Touren

Cima Presanella (3556 m) 

Die Cima Presanella ist der höchste Berg im Trentino und bietet als solcher nicht nur eine überragende Aussicht, sondern auch eine ungeheuer abwechslungsreiche und für eine Hochtour nicht allzu schwierige Route. Dies gilt natürlich nur bei günstigen Verhältnissen. Eine gemütliche Hütte mit Traumblick auf die Brenta lädt ebenfalls zu dieser Unternehmung ein.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Hochtour | Trentino-Alto Adige | Adamello-Presanella-Brenta | Madonna di Campiglio

Tourensteckbrief Cima Presanella

Anfahrt: Über den Brenner und die Brennerautobahn, Brixen, Bozen bis Autobahnausfahrt Trento Centro. Nun folgt man der Beschilderung Madonna di Campiglio bis Sarche. Hier zweigt man wiederum nach M. di Campiglio ab und fährt über Tione di Trento und Vigo Rendena nach Pinzolo. Etwa 3 km nach Pinzolo (in einer Kehre / Schild „Rifugio Segantini“) zweigt man von der Landstraße links ins Val di Nambrone ab und fährt über eine enge, holprige Bergstraße am Rifugio Nambrone vorbei zum Ausgangspunkt am Ende der Straße. Bei einer Verzweigung links zur Segantinihütte. Der letzte Teil der Straße ist nicht mehr asphaltiert, die Anfahrt aber bis zum Ausgangspunkt gut ausgeschildert.
Als Alternativroute kann man direkt von Bozen über den Mendelpaß nach Madonna di Campiglio fahren und von hier nach Pinzolo. Dann muß man natürlich 3 km vor Pinzolo rechts ins Nambrone-Tal abzweigen.

Ausgangspunkt: Kleine Parkmöglichkeit am Ende der Straße, bei der Talstation der Materialseilbahn der Segantini Hütte (ca. 2040m).

Route: Hüttenanstieg: Vom Parkplatz folgt man der Markierung zu einer kleinen Brücke über den Bach. Kurz dahinter kommt man an eine Weggabelung. Beide Steige führen zur Segantini Hütte. Wir wählen den etwas kürzeren Weg nach rechts (Nr. 211) und erreichen so den von unten bereits sichtbaren Rücken. Dieser gibt dann den Verlauf des Weges bis zur Hütte (2373m) vor. Knapp 1 Stunde.
Gipfelanstieg: Hinter der Hütte rechts haltend dem Schild „Presanella“, sowie der roten Markierung folgend und durch den Bach zur Mittelmoräne. (Bild 1) Über den Kamm der Moräne führt nun der Steig bis unter den schon stark ausgeaperten Gletscher namens Vadretta di Monte Nero. Hier dreht man nach links und steigt über lose Platten und Blöcke weglos dem besagten Firnfeld entgegen. Von links unten quert man dann nach rechts oben hinauf zur deutlich sichtbaren Scharte zwischen zwei brüchigen Felstürmchen, der Bocchetta di Monte Nero (3162m). Vorsicht vor Steinschlag im Anstieg zur Scharte! (Bild2)
Auf der Rückseite der Scharte quert man dann ein Stück nach rechts bis zu einer stabilen Eisenleiter. Sie führt einen ausgesetzt über ca. 20 Höhenmeter nach unten zum nächsten Gletscher, der Vadretta di Nardis Orientale (Bild 3). Auf dem Gletscher Richtung Nordwesten zu seinem rechten oberen Rand und hier über eine Felsstufe hinauf zu einer Art Einsattelung im Kamm. Dann nach links (Vorsicht Wächten!) entlang des Grates zu einer kleinen Scharte. An der roten Markierung entlang klettert man oder seilt man sich sehr ausgesetzt 10 Meter ab (Haken vorhanden, Bild 5). Nun auf einem ausgesetzten Felsband weiter und über bröseligen Schutt steil hinauf zum ordentlichen Bivacco Orobica di Presanella (3382m). Die letzten knapp 200 Höhenmeter geht es dann über großen Plattenschutt und Schnee immer links des Grates hinauf zum Gipfel der Presanella (3556m) mit schiefem Metallkreuz (Bild 6).

Abstieg: wie Aufstieg

Charakter / Schwierigkeit: Die Cima Presanella gilt als eher einfache Hochtour. Die Gletscher sind praktisch spaltenfrei und nicht steil. Bei aperen Verhältnissen sind Steigeisen dennoch erforderlich. Die Schlüsselstelle ist im Anstieg abzuklettern (UIAA II, Sicherungshaken vorhanden), bei Vereisung jedoch heikel. Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist auf einigen ausgesetzten Passagen der Tour unerläßlich. Die Route ist sehr abwechslungsreich und zeichnet sich außerdem durch einen tollen Blick auf die benachbarten Gebirgsgruppen Brenta und Adamello (Monte Carè Alto) aus. Doch auch der Fernblick reicht von der Bernina bis zum Ortler. An außergewöhnlich klaren Tagen soll man sogar bis Mailand und Venedig sehen können.

Gehzeit: Hüttenanstieg: knapp 1 Stunde; Hütte – Gipfel: 4,5 Stunden (insgesamt: 5,5 Stunden). Abstieg Gipfel – Ausgangspunkt: 3,5 Stunden. Konditionsstarke können den Berg also auch als Tagestour unternehmen; schöner jedoch als Zweitagestour.

Tourdaten: Insgesamt 1550 Höhenmeter. Ausgangspunkt – Hütte: 350 Höhenmeter; Hütte – Gipfel: 1200 Höhenmeter.

Beste Jahreszeit: Juli bis Anfang September

Stützpunkt: Rifugio Amola „Giovanni Segantini“ (2373m) der Sektion Trento des CAI, 48 Plätze, Winterraum, Telefon: 0039 / 0465 / 507357, Mobil 0039 / 0340 / 5293570. Website der Segantini-Hütte.

Karte: Kompass Blatt 639, Presanella, 1:25.000. Oder Tabacco Blatt 10, Adamello-Presanella, 1:50.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

Die aktuelle Wettervorhersage zur Tour von wetter.com für die nächsten 2 Tage. Sofern für das Zielgebiet keine Wetterdaten vorliegen, werden die Werte des nächstgelegenen Ortes ausgegeben.

Madonna di Campiglio
Vorhersage für Fr, 20.04.2018
Fr, 20.04.2018 leicht bewölkt
5 / 11 oC
leicht bewölkt
Niederschl.: 25 % Wind: 8 km/h NW
Madonna di Campiglio
Vorhersage für Sa, 21.04.2018
Sa, 21.04.2018 sonnig
5 / 11 oC
sonnig
Niederschl.: 0 % Wind: 6 km/h NW
Zur 10-Tages Wettervorhersage von wetter.com
Wetterdaten powered by wetter.com

Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

Aktuelles aus dem Bergjournal

  • Die Entdeckung der Dolomiten

    Zwei englische Gentlemen machten mit ihrem Buch vor rund 150 Jahren auf ein damals unbekanntes Alpengebiet aufmerksam. Die Dolomiten wurden dadurch weltberühmt - nicht nur in Bergsteigerkreisen! Ein Stück Geschichte und Alpinliteratur für alle Dolomiten-Fans.

  • 1000. Ausgabe des Bergsteiger-Magazins

    Die Zeitschrift Bergsteiger erscheint am 7. April zum 1000. Mal. Dieses Jubiläum feiert die Redaktion dieser Zeitschrift mit einer großen Sonderausgabe inklusive vieler Extras. Zum Jubiläum blickt der Bergsteiger zurück auf die Highlights aus 1000 Heften, in denen immer wieder die besten Alpinisten ihrer Zeit exklusiv berichten und in großen Interviews zu Wort kommen.

  • Nockberge Trail - Wellness und Wildnis

    Die meisten Skidurchquerungen haben eine alpinistische Tradition. Der Nockberge-Trail ist jedoch eine von Touristikern erfundene, viertägige Skitouren-Traverse mit viel Komfort. Ein absolut gelungenes Konzept, meint Bernhard Ziegler. Der Alpinjournalist hat den Trail für uns ausprobiert und war begeistert.

  • Umweltfreundliche Fell Imprägnierung

    Wir Skitourengeher lieben die winterliche Natur. Daher ist es eigentlich auch selbstverständlich, dass wir bezüglich der Ausrüstung auf die Umwelt achten. Dennoch dürfen die Skifelle natürlich nicht stollen, müssen daher wasserabweisend sein. NIKWAX bringt Umweltfreundlichkeit und Funktion unter einen Hut.

  • Eibe

    Trotz ihrer großen Giftigkeit gehört die Eibe zu den ältesten Nutzpflanzen des Menschen im Alpenraum. Bereits "Ötzi", der Gletschermann vom Hauslabjoch, hatte einen Jagdbogen aus Eibenholz bei sich, als er sich zu seiner letzten Wanderung aufmachte.

  • Heidelbeere (Blaubeere)

    Schon im August kann man oft die ersten Heidelbeeren ernten - so richtig vollmundig süß zergehen sie aber erst dann auf der Zunge, wenn sie auch noch die letzten warmen Sonnenstrahlen in sich aufgesogen haben. Nach dem Heidelbeergenuss aber nicht erschrecken: Vor allem im fast überreifen Zustand färben die Früchte Mund und Zähne intensiv blaurot.

Bild des Monats

032018
0eec68a7b35de535a6fe158316cc67b3.jpg
Tiefer Winter im Tortal (Karwendel)

Benutzer: BergFex54

Beschreibung: Nach einem einstündigen Aufstieg im kalten Schatten kommen wir endlich in die Märzen-Sonne. Eine Wunderwelt aus Schnee, Felsen und Bäumen , frisch verzuckert in der vergangenen Nacht.
b47d9f42dec468c3cb0f71426db14c95.jpg
Abstieg vom Dürrenstein-Gipfel zum Skidepot

Benutzer: BergFex54

Beschreibung: Ein unglaublich klarer Hochwinter-Tag in den Pragser Dolomiten. Der Blick geht nach S ins Herz der Dolomiten. Wind und Schnee haben eine leicht zu begehende Treppe zum Vorgipfel modelliert.
3363f84c8c42d0428f6cd1bf7005f4bc.jpg
Fenster ins Paradies

Benutzer: Bernhard Admin

Beschreibung: Wie ein Fenster zum Paradies wirkt der Blick vom Brauneck Richtung Süden ins Karwendelgebirge. Ein Bild, das Daniel Hirsch bei einer seiner vielen schönen Skitouren gemacht hat.
Zum Touren-Bild des Monats...
Bergsport- und Outdoorausrüstung sicher online kaufen im Outdoor-Shop bergzeit.de

tourentipp.de-Karten-Shop

Kartenshop

Wanderkarten sind ein unverzichtbarer Begleiter auf Tour. In unserem Kartenshop finden Sie eine komplette Liste aller Kompass Wanderkarten mit Bestellmöglichkeit. Selbstverständlich gibt es auch eine Auswahl an Alpenvereinskarten, an Topographischen Wanderkarten vom Bayerischen Landesvermessungsamt sowie alle Digitalen Karten von MagicMaps und Schweizer Landeskarten.

Script-Code:
 
 


tourentipp.de für Bergtouren, Skitouren, Klettersteige, Wandern und zum Bergsteigen

© 2018 tourentipp.de Alle Rechte vorbehalten