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Winnebacher Weißkogel (3182 m) 

Auch wenn der Anstieg zum Winnebachjoch nur mäßig steil ist, bietet die Route bei Pulver oder Firn einiges an Abfahrtsspaß. Dazu kommt noch ein fantastischer, ziemlich steiler Gipfelhang und eine tolle Aussicht vom höchsten Punkt. Der Weißkogel Ferner ist spaltenarm.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skihochtour | Tirol | Stubaier Alpen | Ötztal

Tourensteckbrief Winnebacher Weißkogel - Westlicher Seblaskogel

Anfahrt: Von Norden über Garmisch, den Fernpaß und Imst ins Ötztal. Über Oetz und Umhausen nach Längenfeld. Hier biegt man links ab und fährt hinauf nach Gries. (Achtung, für die steile Straße nach Gries können nach Schneefällen Ketten von Nöten sein!) Durch Gries hindurch bis unmittelbar vor dem Skilift eine kleine Straße links zum Hotel Winnebach abzweigt. Hier hinauf bis in die Rechtskehre, wo man links einen geräumigen Parkplatz findet.

Ausgangspunkt: Parkplatz (ca. 1600 m) an der kleinen Straße zwischen Gries und Winnebach. (Oder alternativ unten, gegenüber vom Skilift; dann Aufstieg über die Piste)

Route: Hüttenaufstieg: Über die Straße oder über die Skipiste hinauf nach Winnebach. Beginnend bei den oberen Häusern steigt man über den markierten Sommerweg an bis zu einer Weggabelung auf ca. 1850 m. Der kleine Sommerweg zweigt hier nach links ab, die Skiroute geht jedoch auf dem breiten Weg geradeaus weiter. Bei einem Häuschen überquert man den Bach und steigt in der Folge die rechte Hangseite querend empor. Eine steile Stufe muss überwunden werden, dann wandert man flach weiter taleinwärts. Kurz vor dem Talschluß geht es nach links über einen Steilhang hinauf. Dann quert man nach rechts zur Hütte, die man erst kurz vor ihrem Erreichen erkennen kann.
Gipfelanstieg: Hinter der Hütte (links am See vorbei) geradeaus weiter Richtung Norden ins sog. Winnebachkar. Auf ca. 2450 m verzweigt sich die Route: links ginge es zum breiten Grieskogel, man hält sich also unter den Wänden rechts (Nordosten) und wandert flach durch Mulden in ein Tal hinein. Dieses verfolgt man in nordöstlicher Grundrichtung durch Senken und über Stufen bis zum Winnebachjoch (2788 m). Hier links Richtung Norden. Den gleich folgenden Steilaufschwung überwindet man indem zuerst nach rechts hinausquert, um dann in einem Linksbogen in den Kessel des Weißkogel Ferner aufzusteigen. Links hat man nun den Osthang des Winnebacher Weißkogel vor sich. Über diesen geht es in zunehmender Steilheit (am Ende ca. 40°) zu einer kleinen Scharte rechts unterm Gipfel. Skidepot. Nach links oben stapft man die letzten Meter zu Fuß recht steil zum geräumigen Gipfel mit toller Aussicht.

Abfahrt: Wie Anstieg.

Charakter / Schwierigkeit: Leichte bis mittelschwere Skihochtour. Bis zum Winnebachjoch ist der Anstieg eher flach, dann geht es über ideales Skigelände zum Gipfel. Die letzten 50 bis 100 Höhenmeter sind jedoch ca. 40° steil. Der Gipfelanstieg selbst erfolgt in wenigen Minuten über einfaches, jedoch steiles Gelände (ca. 45°) zu Fuß. Der Gletscher gilt als spaltenarm und wird in der Regel ohne Seil begangen. Der Hüttenanstieg führt über teilweise recht steiles Gelände, sowie durch ein enges Tal und erfordert daher unbedingt sichere Verhältnisse.

Lawinengefahr: Mittel bis hoch beim Hüttenanstieg (Bedrohung vor allem aus den sehr steilen Flanken); mittel beim Gipfelanstieg (wobei hier hauptsächlich der Gipfelhang zu beachten ist)

Exposition: Ost, Süd und Südwest; Hüttenabfahrt: Süd und Südwest

Aufstiegszeit: Gut 2 Stunden für den Hüttenaufstieg; 2,5 Stunden für den Aufstieg von der Hütte zum Gipfel.

Tourdaten: 760 Höhenmeter beim Hüttenanstieg; 820 Höhenmeter von der Hütte bis zum Gipfel. Insgesamt knapp 1600 Hm.

Beste Jahreszeit: Ende Februar bis Mai (wobei die Hütte nur von Anfang März bis Anfang Mai bewirtschaftet ist!)

Stützpunkt: Winnebachseehütte (2362 m) der Sektion Hof des DAV, geöffnet von Anfang März bis Anfang Mai und von Ende Juni bis Anfang Oktober, 50 Übernachtungsplätze, dazu 12 im Winterraum (offen), Telefon: 0043 / 5253 / 5197. Gepäcktransport mit Seilbahn gegen Gebühr möglich.

Tipp: Die Route lässt sich sehr gut mit der zur Scharte beim Westlichen Seblaskogel verbinden. Etwa 350 Hm zusätzlich über einen steilen Idealhang. Skifahrerisch sehr lohnend!

Karte: Kompass Blatt 83, Stubaier Alpen, 1:50.000. Oder AV-Karte 31/2, 1:25.000.

Autor: Bernhard Ziegler

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