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Salzachgeier, Östlicher (2466 m)

Der Salzachgeier ist der höchste Berg im Rund der Bamberger Hütte. Ein großartiger Aussichtsberg ist er zudem. Wer allerdings durchgehend steile Hänge liebt, wird sich mit den Flachpassagen und den Gegenanstiegen der Tour nicht anfreunden können. Als Alternative zur Normalroute locken steile Abfahrtsvarianten.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Tirol | Kitzbüheler Alpen | Kelchsau

Tourensteckbrief Östlicher Salzachgeier

Anfahrt: Über die Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Wörgl Ost. Hier ins Brixental nach Hopfgarten, wo man rechts in die Kelchsau abzweigt. Am Ort Kelchsau vorbei und weiter bis zur Straßengabelung Langer / Kurzer Grund. Hier nach links über eine Brücke in den kurzen Grund bis zum Gasthaus Wegscheid. Achtung, am Ende Mautstraße mit Automaten (4 Euro - Stand 2011).

Ausgangspunkt: Kleiner Parkplatz oberhalb vom Gasthaus Wegscheid (1144 m).

Route: Hüttenaufstieg: Vom Gasthaus Wegscheid (Schild Bamberger Hütte) geradewegs an der Materialseilbahn der Hütte vorbei und auf dem Hohlweg links des Baches ins Tal. An der Abzweigung zum Sommerweg vorbei und geradeaus weiter auf dem kleinen Weg. (Man zweigt also hier vom Sommerweg ab, der nicht der üblichen Winterroute entspricht! Der Winterweg ist nur ein Stück weiter, jedoch weitaus weniger lawinengefährdet.) Etwas später überquert man auf einer Brücke den Bach, dahinter gleich links und über einen kleinen Steig entlang des Baches empor. Unterhalb des Manzenkares trifft man auf einen breiten Forstweg. Ihm folgt man nach links bis zu seinem Ende. Hier nun durch lichten Wald in südöstlicher Richtung sanft ansteigend durch das im Sommer etwas sumpfige Gelände des sog. Walmooses. (Markierungen der Skiroute an den Bäumen beachten!) Nach der kurzen Waldpassage öffnet sich rechts ein baumloser, steiler Aufschwung. Über diese Stufe empor unter die Felsen, und durch lichten Wald nach rechts in eine Mulde. Durch die Mulde in südlicher Grundrichtung weiter, am Ende linkshaltend. Nun – die Hütte ist bereits in Sicht – quert man einen kleinen Osthang abwärts zur Ebene unter der Hütte und steigt noch ein paar Meter zu ihr hinauf. (gut 2 Stunden.)
Alternativ kann man auch bei der oben erwähnten Brücke über den Bach (Abzweigung Winterweg) nach links abzweigen und über den Wirtschaftsweg über Serpentinen zur Hütte aufsteigen. Dabei kann man die Kehren auch über freie Hänge abkürzen.

Gipfelanstieg: Von der Hütte auf der rechten Talseite, bzw. die mittleren Hügel rechts querend, nach Südsüdwesten. Danach fährt man ein paar Meter ab in eine breite Grube in der Talmitte. Hier weiter Richtung Süden und auf dem Hang zwischen zwei Bacheinschnitten empor zum Salzachjoch (1983m) mit dem netten, kleinen Markkircherl. Man überschreitet die tirolerisch-salzburgische Grenze, hält sich nun rechts (Westen) und fährt etwa 30 Höhenmeter ab. Man überquert die erste Salzachbrücke folgt einem breiten, flachen Hang nach Westen und dreht dann nach Süden ein. Dabei überwindet man einen kleinen Bachgraben und steigt dann über eine Stufe hinauf. Oben angelangt nach rechts (Westen) und durch einen großen, flache Boden direkt auf den Gipfel zu. Über den steilen Gipfelhang so weit es geht hinauf, dann errichtet man links unter dem Gipfel das Skidepot. Zu Fuß noch ein paar Meter steil hinauf zum höchsten Punkt.

Abfahrt: 1. Entlang des Aufstieges.
2. Gleich nach dem Gipfelhang nach Norden und über eine ziemlich steile Rinne hinunter in eine breite Mulde, die wieder zur Aufstiegsspur führt.
3. Eine weitere steile Mulde führt ein Stück nach dem Gipfelhang nach links. Sie wird bei sicheren Verhältnissen auch manchmal im Aufstieg gemacht.
4. Eine steile Variante gibt es auch vom Gipfel nach Norden: sie beginnt wenige Meter östlich des Gipfels und führt ziemlich steil hinunter in den sog. Schwebenboden.
Die Talabfahrt von der Hütte erfolgt bei sicheren Verhältnissen nicht über die beschriebene Anstiegsroute, sondern hält sich in etwa an den Sommerweg. Bei der Kuhwildalm (Hütten unterhalb der Bamberger Hüte) geht es also in diesem Fall auf dem Weg geradeaus weiter. In der Folge kürzt man die Fahrstraße über mehrere schöne, frei Hänge ab. Am Ende auf der Straße bis zum Bach (ca. 1300m), hier über die Brücke und auf der anderen Talseite auf breitem Weg kurz empor und schließlich die Straße talauswärts.

Charakter / Schwierigkeit: Bis auf den Gipfelhang recht einfache und insgesamt mäßig steile Skitour. Nur der Gipfelanstieg ist steil (gut 35 Grad) und erfordert ein wenig Trittsicherheit. Wer ein Auge fürs Gelände hat findet einige schöne Abfahrtsmöglichkeit und auch die flachen Böden machen bei guten Schneeverhältnissen Spaß. Leider hat man bei der Abfahrt auch zwei kleine Gegenanstiege zu bewältigen. Wunderschöne Aussicht auf die Reichenspitzgruppe über Gerlos! Bei schlechter Sicht Orientierungsprobleme.

Lawinengefahr: überwiegend gering; der Gipfelhang und die steielen Abfahrtsvarianten erfordern jedoch unbedingt sichere Verhältnisse

Exposition: Ost und Nord

Aufstiegszeit: 2 Stunden bis zur Hütte; 2,5 bis 3 Stunden von der Hütte zum Gipfel.

Tourdaten: 600 Höhenmeter beim Hüttenanstieg; 700 Höhenmeter von der Hütte zum Gipfel. Insgesamt also 1300 Höhenmeter. Distanz: 5 ,5 km ab Hütte.

Beste Jahreszeit: Hochwinter bis März

Stützpunkt: Neue Bamberger Hütte (1756 m) der DAV-Sektion Bamberg, Telefon Hütte: 0043/664/4559469, Wintersaison: Weihnachten bis 1 Woche nach Ostern, Sommersaison: Pfingstsamstag bis Mitte Oktober, Matratzenlager: 75 Winterraum: 10, Schlüssel bei Ihrer AV-Sektion.

Karte: DAV 34/1, Kitzbüheler Alpen, Westliches Blatt, 1:50 000; WK 302 von freytag & berndt, Brixen/Wörgel/Kitzbühel, 1:50.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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