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Peitlerkofel (2875 m)

Der Peitlerkofel gilt nicht zu Unrecht als großartiger Aussichtsberg. Eine abwechslungsreiche, landschaftlich wunderschöne und nicht schwierige Route führt hinauf zu diesem Dolomitengipfel. Eine nicht allzu anstrengende Tour also für Genießer.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Trentino-Alto Adige | Dolomiten | Brixen

Tourensteckbrief Peitlerkofel

Anfahrt: Von Norden über den Brenner bis kurz vor Klausen. Hier biegt man ins Villnösstal ein. Kommt man also über die Autobahn (Ausfahrt Klausen) muß man auf der Landstraße ein ganz kurzes Stück wieder Richtung Norden, ehe man ins Villnösstal einbiegen kann. Taleinwärts bis nach St. Peter. Hier biegt man (ausgeschildert) links ab zum Würzjoch (Passo delle Erbe). Über die kleine Bergstraße fährt man hinauf bis zur Paßhöhe (2007 m).

Ausgangspunkt: Großer Parkplatz gegenüber der Ütia de Börz an der Paßhöhe des Würzjoches (2007 m).
Achtung, man kann den Peitlerkofel auch von anderen Ausgangspunkten unterhalb des Würzjoches angehen. Wir empfehlen aber den Anstieg direkt vom Würzjoch.

Route: Die Tour beginnt gegenüber der Ütia de Börz. Man folgt einer breiten Almstraße (Weg 8a) und den Schildern zur Munt de Fornella. Im Angesicht des Peitlerkofels geht es über die herrlichen Kompatsch Wiesen (prati compaccio) bis zu einer Weggabelung kurz vor der kleinen Hütte namens „Munt de Fornella“. Hier nicht nach links zur Hütte, sondern nach rechts auf dem Weg 8a zur Peitlerscharte (Furcela de Pütia). Auf dem gut markierten Steig quert man in die Westflanke des Peitlerkofels hinein. (Hier trifft der Weg 8a mit dem Weg 4 zusammen.) Entlang eines Bachlaufes, durch ein kleines Hochtal, geht es nun stetig bergan zur Peitlerscharte (2357 m), ein herrlicher Rastplatz mit toller Aussicht (siehe auch Bild 1). In der Scharte nun nach links und auf einem weiterhin gut präparierten und markierten Bergsteig, zunehmend steil und in Serpentinen, bis unter den felsigen Gipfelaufbau. Ein mit Drahtseilen versicherter Klettersteig führt zum unglaublich aussichtsreichen Gipfelplateau.

Abstieg: Wie Aufstieg.

Alternative: Wer das Klettern nicht so liebt, oder einfach nicht schwindelfrei ist, der muß nicht ganz auf einen Gipfel verzichten. Denn links vom Hauptgipfel befindet sich ein schöner Nebengipfel mit Kreuz. Er ist über einen ganz normalen Wanderweg zu erreichen.

Charakter / Schwierigkeit: Bis zum felsigen Gipfelaufbau hat die Tour den Charakter einer einfachen Bergwanderung über gut markierte Bergsteige. Die Orientierung ist also ebenfalls einfach. Der Klettersteig ist als einfach zu bewerten, erfordert aber selbstverständlich Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die landschaftlich großartige Tour wird daher insgesamt als einfache Bergtour eingestuft. Wählt man den Nebengipfel als Ziel hat die Route Wandercharakter bis zum Gipfel. Das Panorama des Peitlerkofels muß extra erwähnt werden: neben einem großartigen Dolomitenblick hat man im Norden die weißen Zillertaler vor Augen.

Gehzeit: Aufstieg: 3 Stunden; Abstieg: 2 Stunden.

Tourdaten: 900 Höhenmeter

Stützpunkt: Auf Tour eigentlich keiner. Eigentlich heißt, daß die einzige Einkehrmöglichkeit sehr nahe am Ausgangspunkt (bzw. Endpunkt) liegt und man daher selbst für Verpflegung und Getränke auf Tour sorgen muß. Nahe Ausgangspunkt ist die ganz kleine und wirklich hübsche Hütte namens Munt de Fornella (2067 m) einen Besuch wert. Beim Abstieg freut man sich kurz vor dem Endpunkt der Tour allemal auf ein Erfrischungsgetränk inmitten traumhafter Almlandschaft.

Karte: Tabacco, Blatt 30, Brixen / Vilnöss, 1:25.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Brixen
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour, und die Anfahrt nachvollziehen. Ist ein GPS-Track hinterlegt, finden Sie unter der Karte die Funktion „Tour in Karte anzeigen“ und somit die beschriebene Routenführung.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

Aktuelles aus dem Bergjournal

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  • Guter Heinrich

    Der Gute Heinrich ist eine in Vergessenheit geratene Gemüsepflanze. Wo sie in den Bergen wächst, ist oder bestand einst eine Almsiedlung. Auch wenn seine gelbgrünen Blüten ganz unauffällig sind, ist der Gute Heinrich durch die grieselig bemehlte Unterseite der dreieckigen Blätter stets einwandfrei zu identifizieren.

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    In der alt-viktorianischen Blumensprache steht der Hornklee für Rache und Vergeltung - doch die freundliche Sommerblume ist für den Menschen völlig ungiftig. Nur auf Schnecken wirken seine cyanogenen Verbindungen als Fraßgift.

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    Unter freiem Himmel schlafen, ohne Dach oder Zelt über dem Kopf? Noch nie gemacht? Dann aber nix wie los, denn ein Biwak - so nennt man die Übernachtung ohne Zelt im Freien - ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis.

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