24. Oktober 2014
 

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Saalkogel (2006 m)

Vielleicht ist das Verhältnis Hüttenaufstieg/Waldpassage zum freien Gelände ist nicht ganz so lohnend wie man das von den Kitzbüheler Ideal-Skibergen sonst gewohnt ist, doch oben bietet auch der Saalkogel schönes, mäßig bis ideal geneigtes, freies Skigelände. Rund ums Saaljoch eröffnen sich zudem Spiel-, Variations- und Kombinationsmöglichkeiten.
 
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
 
Skitour | Tirol | Kitzbüheler Alpen | Aurach

Tourensteckbrief Saalkogel und Rauber

Anfahrt: Über Kufstein Süd oder Wörgl Ost nach Kitzbühel und weiter auf der Pass-Thurn-Bundesstraße (B 161) bis Aurach. Etwa 0,5 km hinter Aurach kommt der Gasthof Hechenmoos (links der Straße). Direkt nach dem Gasthof biegt man links in den Wieseneggweg ein. Nach 300 m bei der Gabelung rechts in den Grüntalweg. Im Winter endet kurz darauf die öffentliche Straße – hier findet man den Parkplatz der Bochumer Hütte.
Ausgangspunkt: Winter-Parkplatz der Bochumer Hütte (900 m) bei Grüntal (zwischen Aurach und Jochberg).
Route: Auf der ausgeschilderten Forststraße (im Winter Rodelbahn) zur Bochumer Hütte (Kelchalm). Ca. 1 Stunde geht es durch das Tälchen des Wieseneggbaches bis man bei einer Schranke nach links oben über die Gruberalm noch einmal eine halbe Stunde zum Alpenvereinshaus (1430 m) aufsteigt. Von der Hütte die Schneise rechts haltend nach Osten empor. Am rechten oberen Ende zielt man dann hinter einer Gelände-Rippe in den Wald und quert hier gut 100 m nach Süden ehe es über Lichtungen steil hinauf geht bis zu einer querlaufenden Forststraße (Bild 4). Auf ihr nach rechts in freies Gelände. Wenn dieses flacher wird, verlässt man die Straße nach links und steigt nach Osten (Bild 5) über die freies Gelände bis auf 1750 m. Hier kurz unterm Kamm dreht die Route nach Süden ein und man wandert über sanftes Gelände parallel zur Böschung des Kammrückens (Bild 6 und 7). An einer günstigen Stelle überwindet man die kleine Böschung und erreicht so den breiten Rücken, der sich nach Süden zum Rauber (1972 m) hinaufzieht. Man überschreitet den Gipfel nach Südosten hinunter und erreicht über eine kurze Senke im Kamm den Gipfel des Saalkogel (2006 m).
Abfahrt: 1. Wie Aufstieg.
2. Lohnender ist es, vom Gipfel nach Südwesten abzufahren. Etwas unterhalb vom Saaljoch dreht man dann nach Westen ein und fährt über mäßig steile Hänge zur Oberkaseralm ab. Wenige Meter unterhalb trifft man auf eine Almstraße, der man – steile Hänge querend – nach Norden in den Wald folgt. Doch bald kommt eine breite Schneise. Über diese abwärts in den Talgrund und auf dem Weg talauswärts nach Norden, an der Niederkaseralm (1362 m) vorbei, und bis zur Schranke, wo man auf den Anstiegsweg zur Hütte trifft. Talauswärts zum Ausgangspunkt, oder in einer halben Stunde Aufstieg zurück zur Bochumer Hütte. (Alternativ kann man bei schlechten Schneeverhältnissen auf der Almstraße von der Oberkaseralm bis zur Niederkaseralm bleiben, also dann nicht über die beschriebene Schneise abfahren.)
Alternative: Wer nicht über die Bochumer Hütte ansteigen möchte, kann auch über die hier in der Abfahrt beschriebenen Route aufsteigen. Dazu biegt man bei der Schranke nicht nach links zur Gruberalm ab, sondern wandert auf der Almstraße geradeaus taleinwärts weiter. (Ansonsten siehe oben bei Abfahrt 2.)
Charakter / Schwierigkeit: Überwiegend leichte Skitour, jedoch mit steilen Waldschneisen oberhalb der Bochumer Hütte. Das Verhältnis Hüttenaufstieg/Waldpassage zum freien Gelände ist nicht ganz so lohnend wie man das von den Kitzbüheler Ideal-Skibergen gewohnt ist. Bei ausreichender Schneelage und frisch verschneitem Wald ist aber auch dieser Teil der Route eine zauberhafte Angelegenheit. Die beiden Varianten kann man zu einer schönen Rundtour zusammenfügen.
Lawinengefahr: Bei idealer Spurwahl gering bis mittel (zu beachten sind bei sehr ungünstigen Verhältnissen vor allem die steilen Schneisen!)
Exposition: Nordwest; bzw. West auf der Abfahrt (2) und der Alternative
Aufstiegszeit: 3 Stunden
Tourdaten: 1100 Höhenmeter; Distanz: 5,9 km über Bochumer Hütte und 6,3 km über Niederkaseralm.
Beste Jahreszeit: Hochwinter bis Anfang April
Stützpunkt: Bochumer Hütte (Kelchalm-Berghaus – 1430 m) der DAV Sektion Bochum, geöffnet Anfang Dezember bis Ende März, ca. 70 Übernachtungsplätze (Zimmer und Lager), Telefon +43 / (0)664 / 4150 575.
Karte: AV-Karte 34/2, Kitzbüheler Alpen, östliches Blatt, 1:50.000.
Autor: Bernhard Ziegler

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