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Wildbarren (1448 m) 

Es müssen nicht immer die spektakulären Gipfel sein, die einem Freude machen. Manchmal schafft dies auch ein Buckel von bescheidenerer Höhe zumal, wenn zu seinen Füßen ein wildromantischer Bergsee liegt, der nach der Tour zu einem Sprung ins Wasser einlädt.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Bayerische Voralpen | Oberaudorf

Tourensteckbrief Wildbarren

Anfahrt: Auf der A8 über Inntaldreieck Richtung Kufstein, bei Oberaudorf die Autobahn verlassen und Richtung Bayerischzell / Tatzelwurm fahren. 500 Meter hinter dem Ortsteil Agg (deutlicher Wegweiser) führt rechts eine steile Teerstraße hinauf zum Berggasthof Bichlersee. Drei Kilometer fährt man auf dieser schmalen Bergstraße, dann hat man den Gasthof Bichlersee erreicht. Die Straße windet sich hier zwischen den Häusern hindurch und wird zu einer holprigen Schotterstraße (wir sind trotzdem noch richtig!), die uns nach weiteren 300 Metern schließlich zu einem Parkplatz führt.
Anfahrt direkt von Norden: Wer lieber Landstraße fährt, kann die Abzweigung zum Gasthof Bichlersee auch von der Ausfahrt Weyarn aus über Schliersee, Bayerischzell und Tatzelwurm erreichen. Beim Tatzelwurm Richtung Oberaudorf; dann biegt man 1,5 km hinter Wall links zum Bichlersee ab.

Ausgangspunkt: Parkmöglichkeiten am Wiesenrand, rund 300 Meter hinter dem Berggasthof Bichlersee.

Route: Vom Parkplatz folgt man dem beschilderten Forstweg in den Wald hinein. Nach wenigen Minuten zweigt ein Weg links zum Bichlersee ab. Da es für ein kühles Bad noch zu früh sein dürfte, bleibt man leicht rechtshaltend auf dem Forstweg. Nach insgesamt einer knappen Viertelstunde, an einem Schilderbaum, zweigt man dann aber rechts zum Wildbarren ab. Dieser Weg führt nach einigen hundert Metern wieder auf eine breite Forststraße, der wir nun bis zu der Stelle folgen, an der sie plötzlich steil bergab geht. An diesem Punkt geht’s nach links (wiederum ein etwas versteckter Wegweiser!). Diese Forststraße leitet nun in weite Serpentinen bergauf (schöne Blicke auf den gegenüber liegenden Brünnstein mit seiner Gipfelkapelle). Nach einer längeren Querung in östlicher Richtung, auf der es einige Zeit fast eben dahin geht, erreicht man die Stelle, an der von rechts ein Pfad von Niederaudorf herauf kommt. Hier verlässt man nun die Forststraße und folgt dem Wegweiser links hinauf Richtung Wildbarren. Ein steiler, schmaler Pfad führt über den Osthang empor, auf dem viel altes Holz herumliegt (Windbruch). Vorteil: Freie Blicke auf Kaisergebirge und auf die Chiemgauer Bergwelt. Schließlich erreicht man oben den Sattel, auf dem es eigentlich rechts geht. Doch man sollte ruhig zunächst einige Meter den Spuren nach links folgen, denn von dort aus hat man den herrlichsten Blick dieser Wanderung in Richtung Süden auf den Großvenediger. Dann geht man aber wieder zurück und noch einige Minuten nördlich, dann steht man am großen Gipfelkreuz des Wildbarren.

Abstieg: Damit diese Tour einen Rundweg ergibt, hält man sich nach Verlassen des Gipfelbereichs rechts. Man folgt dem Schild: „Bichlersee üb. Kapelle 5c“. Der Pfad führt steil hinunter. Nach einer Viertelstunde passiert man ein Schild mit der Aufschrift „Aussicht Dreifaltigkeit“. Man sollte die paar Meter zum Aussichtspunkt gehen, denn von dort aus genießt man sehr schöne Blicke auf Brünnstein, Großen Traithen und Wendelstein. Zurück beim Weg leitet der Pfad über steile, bewaldete Wiesenhänge hinunter, bis aus ihm unvermittelt eine Forststraße wird. Nach einer weiteren Viertelstunde hält man sich an einer Wegkreuzung links (Wegweiser „Bichlersee“ steht links ums Eck). Auf dieser Forststraße kommt man zu der Stelle, die man zu Beginn der Wanderung passiert hat und von der aus man zum Bichlersee kommt. Also: nach einer großen Scheune nach rechts und in wenigen Minuten hinunter zum wilrdromantischen Bichlersee. Er lädt zum Sprung ins Wasser ein! Danach geht’s zurück zur Scheune und die letzten Meter auf dem Anstiegsweg zurück zum Auto.

Charakter / Schwierigkeit: Der Rundweg auf den Wildbarren weist keinerlei Schwierigkeiten auf. Bei feuchter Witterung sind Wanderstöcke hilfreich, da man beim Abstieg über viele Wurzeln geht, die bei Nässe bekanntlich den Rutschfaktor erhöhen. Zum großen Teil geht man aber auf Forststraßen. Die Tour ist auch im Hochsommer gut machbar, da man meist im Schatten wandert. Durch Windbruch und Ausholzungsarbeiten ist der Wildbarren aber auf seiner Süd- und Ostseite nicht mehr ganz so dicht bewaldet wie früher. Das abschließende Bad im schönen Bichlersee ist ein absolutes Plus bei dieser Tour. Auch als Familientour geeignet.

Gehzeit: Aufstieg: 1 3/4 Std.; Abstieg: 1 1/4 Std.

Tourdaten: knapp 500 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Ende Mai bis zum Wintereinbruch; bei Schnee ungünstig, da der unmarkierte Weg im zweiten Teil des Aufstiegs schwer zu erkennen sein dürfte.

Stützpunkt: Auf der Rundtour keine; aber in der Nähe des Ausgangspunktes ist der Berggasthof Bichlersee (980 m) mit hübscher Aussichtsterrasse (Dienstag Ruhetag); Tel: 0049 / (0)8033-1597.

Karte: Kompass-Karte Nr. 8 (Tegernsee-Schliersee-Wendelstein); 1:50.000.

Autor: Manfred Wöll

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