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Wasserspitz (1552 m)

Die Wasserspitz bietet unterm Gipfel tolles, freies Skigelände über ca. 200 Hm. Doch das Vergnügen muss man sich mit einem 400 Hm-Anstieg über Forststraßen erst verdienen. Also wird man sich die Hänge mehrmals gönnen, oder die Tour mit der zur Bodenschneid verbinden. Genießer wählen vielleicht auch nur den Einkehrschwung im Bodenschneidhaus.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Bayern | Bayerische Voralpen | Schliersee

Tourensteckbrief Wasserspitz

Anfahrt: A8 München – Salzburg bis Ausfahrt Weyarn, dann auf der B 307 über Miesbach zum Schliersee und weiter Richtung Bayrischzell bis Neuhaus. Bei der beschilderten Abzweigung ins Josefstal biegt man rechts ein, hält sich aber bei der unmittelbar folgenden Gabelung gleich wieder rechts, und fährt somit durch die Dürnbachstraße bis zum Wanderparkplatz am Ende der öffentlichen Straße.

Ausgangspunkt: Neuhaus am Schliersee, Wanderparkplatz (860 m) am Ende der Dürnbachstraße.

Route: Nach Südwesten, dem Schild Bodenschneidhütte folgend, über die meist geräumte Forststraße durchs Dürnbachtal hinauf. Eine erste Abzweigung nach Schliersee lässt man rechts liegen und wandert weiter bis zu einer querlaufenden Forststraße. Diese überquert man und folgt nun dem Waldweg bis zu einer Lichtung. Hier (kein Schild!) führen oft Spuren geradeaus weiter Richtung Freudenreichkessel; man hält sich aber rechts und spurt am Waldrand entlang, an einer erneuten Abzweigung nach Schliersee vorbei, gleich wieder in den Wald hinein. Dort rechts empor (nach Westen) entlang des kleinen Waldweges; oder wenn dieser nicht erkennbar ist, einfach quer durch den Wald nach oben. Bald trifft man wieder auf eine Straße (Rodelbahn von Krainsberg herauf). Auf ihr nach links (Süden) unter dem Rainerkopf hindurch bis links die Rainer Alm auftaucht und rechterhand die Wasserspitz ihre interessanten Hänge präsentiert. Weitausholend in einer großen Rechtskurve oder in einer direkten Querung in den Hang rechts (nördlich) des Gipfels. Dabei halte man je nach Verhältnissen mehr oder weniger Abstand zu den Sonnenhängen des Rainerkopfes (häufig Grundlawinen bei Sonneneinstrahlung!). Über ideales Skigelände steigt man dann auf zum Nordnordostgrat, den man idealerweise am Sattel zwischen Wasserspitz und Rainerkopf erreicht. Nach links über den eher breiten, licht bewaldeten Grat zum Gipfel.

Abfahrt: 1. Entlang des Aufstiegs.
2. Sehr steil (anfangs ca. 40°) direkt vom Gipfel.
3. Vom Gipfel ein Stück auf dem Ostgrat hinunter und dann nach links in den Gipfelhang einfahren.

Charakter / Schwierigkeit: Einfache bis mittelschwere Skitour, die je nach Abfahrtsvariante rassige bis ideal geneigte Hänge aufweist. Die Schwierigkeit hängt hier also von der Wahl der Abfahrtsroute ab; ebenfalls verhält es sich mit der Lawinengefährdung. Schön sind hier alle Abfahrtsmöglichkeiten, die man sich jedoch durch einen verhältnismäßig langen Aufstieg über Forststraßen verdienen muss. Über die schönen Gipfelhänge (200 bis 250 Hm) mehrfach aufzusteigen und abzufahren, bietet sich hier ebenso an, wie die Kombination mit der Bodenschneidtour.

Lawinengefahr: gering bis hoch (je nach Variante)

Exposition: Nord bis Ost (je nach Variante)

Aufstiegszeit: 2,5 Stunden

Tourdaten: 700 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Hochwinter bis März (im Frühling müssen die Ski allerdings unten oft getragen werden)

Stützpunkt: Direkt an der Route keine Einkehrmöglichkeit. Das Bodenschneidhaus (1350m) der DAV Sektion Bodenschneid München-Pasing ist aber nur ca. 15 Min. entfernt. Es ist nicht (wie angegeben) ganzjährig geöffnet, sondern hat meistens im November Betriebsruhe. Telefon: +49 / (0)8026 / 4692.

Tipp: Die Wasserspitz-Tour lässt sich hervorragend mit der zur Bodenschneid verbinden. Hier kann man noch einige sehr schöne Abfahrtsmeter sammeln.

Wissenswertes: Das gesamte Gebiet zwischen Rainerspitz und Bodenschneid wurde früher Peißenberg genannt. Hier wurde, auf der Südseite der Rinnerspitze, der legendäre Wildschütz Jennerwein erschossen. Eine Gedenktafel erinnert an den bayerischen Volkshelden und sein tragisches Ende. Detaillierte Infos dazu findet man auch hier.

Karte: Kompass Blatt 8, Tegernsee, Schliersee, 1:50.000

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Galerie

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062017
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