31. Juli 2014
 

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Wank (1780 m)

Nicht umsonst wird der Wank Sonnenbalkon von Garmisch-Partenkirchen genannt. Während des Aufstiegs über die sonnendurchflutete Südwestflanke werden die Augen immer wieder geradezu magisch angezogen von den Wetterstein-Stars Alpspitze und Zugspitze. Einziger Wermutstropfen ist etwas zuviel moderne Funktechnik am Gipfel. Trotzdem findet jeder sein Bankerl zum Träumen und Sonnen.
 
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
 
Bergtour | Bayern | Estergebirge | Garmisch-Partenkirchen

Tourensteckbrief Wank

Anfahrt: Man fährt über die Autobahn A95 München-Garmisch nach Garmisch-Partenkirchen. Im Ortsteil Partenkirchen hält man sich Richtung Mittenwald. Nach der dritten großen Ampel (links ist die Shell-Tankstelle) biegt man nach links in die Schnitzschulstraße ein. Diese mündet in die Sonnenbergstraße. Geradeaus weiterfahren in die Prof.-Michael-Sachs-Straße. Hier rechts abbiegen in die Straße „Am Gipsbruch“. Dort befindet sich eine Wertstoffsammelstelle und ein Parkplatz.
Ausgangspunkt: Parkplatz in der Straße „Am Gipsbruch“ in Garmisch Partenkirchen (750 m).
Route: Gleich hinter dem Parkplatz beim „Haus Wank“ geht’s nach rechts in eine kleine Seitenstraße und bei der nächsten Abzweigung nach links aufwärts in den Wankweg. Man folgt der Beschilderung: Josefsbichl, Gamshütte. Wenige Minuten später lässt man die letzten Häuser hinter sich und gelangt zu einer breiten Wiesenzunge. Hinter einem Baum mit Holzschildern beginnt der Wanderweg, der am Rande der Wiese höher zieht. Bald sieht man links oben ein großes Kreuz (Josefsbichl) am Wegesrand und eine Verzweigung. Man hält sich rechts (Schild: Gamshütte, Gschwandtnerbauer, Wank) und wandert an einem steilen Waldhang entlang in ein sich immer mehr verschmälerndes Tal hinein. Bald befindet man sich in einem Kessel, der durch einen Wasserfall durchbrochen wird. Der Weg leitet über eine kleine Brücke nach rechts und führt über breite Stufen aus dem Kessel heraus. Bei der nächsten Abzweigung dreht man nach links ab. Die Route schlängelt sich durch Mulden und grasige Rippen im Wald empor und man erreicht schließlich die hübsche, freistehende Gamshütte (1.000m). Gleich gegenüber protzen Alpspitze und Zugspitze (siehe Bild 1) in voller Größe. Direkt vor der Gamshütte schwenkt man nach links und steigt in sehr lichtem Bergwald höher. Einige Serpentinen weiter oben stößt man auf eine beschilderte Wegverzweigung (Eckenhütte, Mittelstation Wank). Hier hält man sich links und erreicht auch schon bald eine große freie Bergwiese, wo mitten drin die kleine unbewirtschaftete Eckenhütte (1.060m) steht (siehe Bild 2). Man geht am Schilderbaum vorbei (Wank, Wankbahn Mittelstation) und zieht geradeaus auf der großen Lichtung höher. In unzähligen Kurven führt die Route im Bergwald aufwärts. An einer Gabelung folgt man der Beschilderung (Wank) und biegt nach rechts ab. Im weiteren Verlauf wendet sich der Weg mehr und mehr nach links, so dass man ab und zu in die Nähe des Seilbahnverlaufes kommt. Niedrige Latschen mischen sich zu den einzelnen Baumgruppen hinzu und die langen Kehren des Weges leiten oft weit nach Süden, so dass man jetzt auch das Karwendelgebirge (siehe Bild 3) sehen kann. Das letzte Stück steigt man einen Latschenrücken empor, bevor freie grüne Wiesenflächen auftauchen. Links oben weht auch schon die Fahne des Wank-Hauses (1.780 m). Das Gipfelkreuz ist gleich dahinter und auf der Nordseite sieht man jetzt (siehe Bild 4) die gesamte Estergebirgs-Verwandtschaft (Hoher Fricken, Bischof, Krottenkopf, Hohe Kisten).
Abstieg: 1. Wie Aufstieg.
2. Oder über eine etwas schattigere Variante: Sie beginnt westlich vom Gipfelkreuz. Hier folgt man dem Weg W3 in Richtung Esterbergalm. Es geht zunächst recht flach am Rücken entlang und danach in vielen Serpentinen steil hinab. Nachdem ein Latschengürtel durchquert ist, führt der Weg durch einen lichten Wald immer weiter abwärts. Die Route geht jetzt mehr nach Osten (rechts) und trifft nach ca. 1 Std. schließlich auf eine Forststraße. Hier hält man sich rechts und ist nach wenigen Minuten bei der idyllischen Esterbergalm (1.264m). Dort kann man noch mal die schöne Aussicht genießen und ein wenig verweilen. Später wandert man auf der Forststraße in westliche Richtung. Auf der teilweise recht steilen Forststraße steigt man hinab nach Partenkirchen. Vor der Talstation der Wankbahn kommt man noch an der wunderschönen Wallfahrtskirche St. Anton vorbei. Wieder im Ort angelangt wandert man auf der Prof.-Michael-Sachs-Straße (Schilder: Josefsbichl, Schalmei, Gamshütte, Adamsweg) zurück zum Parkplatz.
Charakter / Schwierigkeit: Es handelt sich um eine leichte Wanderung ohne Schwierigkeiten. Der Aufstieg ist äußerst aussichtsreich, auf guten, markierten Wanderwegen in lichtem Bergwald, über Almwiesen und durch Latschen. Man gewinnt sehr schnell an Höhe, da es meist zügig bergauf geht. Der Gipfel ist leider ein Opfer der modernen Technik. Dennoch finden sich schöne Plätzchen um diesen Sonnenbalkon zu genießen. Die etwas schattigere Abstiegsvariante verläuft auf einem einfachen Wandersteig. Nebenbei kann man das ganze Estergebirge studieren. Ab der Esterbergalm führt ein bequemer aber steilerer Forstweg hinab nach Partenkirchen. Der Abstieg über diese Variante ist von der Wegstrecke her länger.
Gehzeit: Aufstieg ca. 2,5 Stunden, Abstieg ca. 2 Std.; Abstieg über die Variante ca. 2,5 Std..
Tourdaten: Höhendifferenz: 1030 Höhenmeter; Distanz: 4,8 km (einfach)
Beste Jahreszeit: Mai bis zum Wintereinbruch. Wobei der sonnseitige Aufstieg in manchen Jahren schon viel früher im Jahr oder bei gerniger Schneelage als Winterwanderung gemacht werden kann.
Stützpunkt: 1. Die Gamshütte (1.000 m), montags Ruhetag, bietet tolle Sicht und leckere Brotzeit.
2. Das Wank-Haus (auch Alois Huber Haus / 1.780 m) der Sektion Garmisch-Partenkirchen des DAV steht auf dem Gipfel des Wank und ist im November, Dezember und während der Revision der Bahn im Frühjahr geschlossen. Es bietet gute Verpflegung und 22 Übernachtungsmöglichkeiten. Tel.: 0049 / 8821 / 56201.
3. Die gemütliche Esterbergalm (1.264 m) ist ganzjährig bewirtschaftet.
Karte: Kompass 07, Werdenfelser Land, 1:35.000. Oder Bayerisches Landesvermessungsamt, Werdenfelser Land, 1:50.000. Zum Karten-Shop...
Autor: Doris & Thomas Neumayr

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