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Spitzstein (1596 m) von der Goglalm

Wer ausnahmsweise mal nur einen halben Tag Zeit hat für eine Wanderung, aber trotzdem nicht auf einen schönen Gipfel und eine prachtvolle Aussicht verzichten will, der ist am Spitzstein hervorragend aufgehoben. Diese Wanderung eignet sich für die ganze Familie und ist auch als Winterwanderung machbar.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Chiemgauer Alpen | Oberaudorf

Tourensteckbrief Spitzstein

Anfahrt: A8 Richtung Salzburg, am Inntaldreieck Richtung Kufstein bis Ausfahrt Brannenburg. Dann rechts nach Nussdorf, im Ort wieder rechts Richtung Erl. In Erl folgt man hinter der Kirche links der Beschilderung „Erlerberg“. Recht steil führen einige Serpentinen zunächst durch den Wald hinauf. Man hält sich immer Richtung „Spitzstein / Goglalm“, kommt so über freies Almgelände bis man oberhalb eines Anwesens einen Parkplatz erreicht (kleine Hilfe: Von der Kirche in Erl bis zu diesem Parkplatz sind es genau 5,3 Kilometer!). Entweder bereits hier den Wagen stehen lassen, oder links weiter fahren. Nach einigen hundert Metern zweigt dann noch mal eine Straße nach links ab. Sie ist schmal und führt zum gebührenpflichtigen Parkplatz (2 €/Tag - Stand 2014) an der Goglalm.

Ausgangspunkt: Parkplatz an der Goglalm (1143 m) bei Erlerberg

Route: Man folgt dem breiten, anfangs geteerten Weg und erreicht so nach einer knappen Viertelstunde das Spitzsteinhaus. Der Wanderweg führt direkt an der 1263m hoch gelegenen Hütte vorbei. Nun geht es über freies Almgelände weiter Richtung Norden. Der gut ausgetretene Pfad führt einige Meter durch lichten Baumbestand und windet sich anschließend etwas steiler nach rechts hinauf bis an die Waldgrenze. Dabei kommt man an einem Marterl vorbei, das einem im Winter bei Neuschnee als Orientierungshilfe dienen kann. Der Weg leitet einen nun in den Wald hinein. Durch eine Schneise erreicht man im Zickzackkurs das obere Ende des Baumbestandes. Jetzt sind es nur noch ein paar Meter und man steht oben am Gipfel des Spitzstein. Von ihm hat man eine herrliche Aussicht auf das Kaisergebirge, das Inntal und die weit im Süden liegenden Zillertaler Alpen. Den Gipfel schmückt eine kleine Kapelle und ein riesiges Gipfelkreuz (meistens schmücken den Gipfel auch jede Menge Wanderer ...)

Abstieg: Wie Aufstieg.

Alternative: Auch von Sachrang aus führt ein schöner, markierter Weg über das Spitzsteinhaus zum Spitzstein. Auf dieser Route benötigt man für den Gipfelanstieg etwa 2 1/4 Std.

Charakter / Schwierigkeit: Die Tour von der Goglalm auf den Spitzstein ist ganz kurz und daher konditionell sehr leicht, erfordert jedoch im Gipfelanstieg am holprigen, steilen Steig ein Minimum an Trittsicherheit. Es ist ein Berg, der wohl wegen seiner leichten Erreichbarkeit, der netten Einkehrmöglichkeiten und der fantastischen Aussicht viel besucht wird. Bei Nässe sind Wanderstöcke und gute Schuhe sehr zu empfehlen, da der ausgetretene Weg oberhalb des Spitzsteinhauses leicht schlammig wird.

Gehzeit: Vom Parkplatz Goglalm: Aufstieg: 1 1/4 Std. Abstieg: 45 Minuten; Vom unteren Parkplatz: Aufstieg: knapp 2 Std. Abstieg: 1 1/4 Std..
Bei der Alternative von Sachrang aus: Aufstieg: 2 1/4 Std. Abstieg: 1 1/2 Std.

Tourdaten: ca. 450 Höhenmeter (kürzeste Variante ab Goglalm)

Beste Jahreszeit: Mai bis zum Wintereinbruch.

Stützpunkt: 1. Spitzsteinhaus (1263 m), DAV-Hütte, ganzjährig geöffnet (Betriebsferien in der Woche vor Weihnachten bis 25.12.), 20 Betten, 40 Lager, Tel: 0043/(0)5373/8330.
2. Goglalm (1143 m), privat, geöffnet von Mai bis Wintereinbruch, Montag Ruhetag, nur Jausenstation, keine Übernachtung, Tel: 0043-(0)5373 / 8321.

Tipp: Wer den hier beschriebenen kürzesten Aufstieg plant, der sollte entweder früh dran sein, oder unter der Woche gehen. Denn am Parkplatz an der Goglalm ist nur Platz für 20 bis 25 Autos! In vielen Fällen dürfte es daher ratsamer sein, den Wagen weiter unten stehen zu lassen – am besten dort, wo man das erste Mal scharf links abgebogen ist. Das ist - wie bei der Beschreibung unter „Anfahrt“ geschildert – 5,3 Kilometer nach der Kirche von Erl.

Karte: Kompass-Karte Nr. 9, Kaisergebirge, 1:50.000.

Autor: Manfred Wöll; Bilder: Ziegler/Wöll

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