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Soiernspitze (2257 m)

An der eigentümlichen horizontalen Gesteinsschichtung ihrer Nordseite ist die Soiernspitze schon von weitem zu erkennen. Der Reiz dieser langen Tour ist sicherlich das harmonische Nebeneinander von hochalpinen Eindrücken und lieblichen Almgelände.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Karwendel | Mittenwald

Tourensteckbrief Soiernspitze

Anfahrt: Autobahn A95 Richtung Garmisch, weiter auf der B2 Richtung Mittenwald. An der Seinsbachbrücke (Bushaltestelle und Telefonzelle) nach links abbiegen und über Teerstraße bergauf fahren bis zum Parkplatz Seins-Alm.
Öffentliche Verkehrsmittel: Zugverbindung bis Garmisch, Busverbindungen Richtung Mittenwald vorhanden.

Ausgangspunkt: Seins-Alm (891m, unbewirtschaftet) zwischen Krün und Mittenwald. Bei der Alm sind viele Parkmöglichkeiten.

Route: Bei der Seins-Alm halten wir uns östlich und wandern auf dem ungeteerten, gut beschilderten Forstweg in Richtung Ferein-Alm (oft auch Verein(er)-Alm geschrieben). Schnell gewinnen wir im Bergwald an Höhe und sehen auf dem ersten lichten Flachstück im Hintergrund das beeindruckende Wettersteingebirge (Bild 1) und rechts im Vordergrund die Reißende Lahnspitze auftauchen (Bild 2). Zügig steil geht es weiter, am Schluss kurz bergab durch herrliche Almböden bis zu einer kleinen Ansiedlung von Hütten. Links vom Weg überrascht uns ein versteckter, zauberhafter See (Bild 3). Vor der bewirtschafteten Ferein-Alm weist ein etwas vergilbtes Schild (Jöchl – Soiernspitze) den Weiterweg auf zunächst undeutlichen Spuren. In nördlicher Richtung nähern wir uns einen dichten Latschengürtel. Dem jetzt recht guten Wanderweg folgen wir bergauf über Stock und Stein. Ab und zu teilt er sich in mehrere Spuren, dennoch geht es zielstrebig hinauf zum Jöchl auf 1800 m (Bild 4).
Auf schmalen, steinigen Pfad marschieren wir zunächst rechts vom Kamm höher. Bald aber wendet sich unsere Spur - mehrere, niedrige Felsstufen überwindend - nach links oben. Immer in Kammnähe, manchmal etwas mühsam auf steinigen Untergrund, steigen wir bergan. Gegenüber bekommen wir erste Eindrücke von der überwältigenden Aussicht geliefert. Erst sehr weit oben können wir das Gipfelkreuz in der Ferne erkennen. Beim Eintreffen auf dem höchsten Punkt gestehen wir uns ein, dass sich die Mühe gelohnt hat, denn die Aussicht ist umwerfend.

Abstieg: Wie Aufstieg.

Bike: Bike & Hike: Bis zur Ferein-Alm kann man gut mit dem MTB fahren.

Charakter / Schwierigkeit: Längere Bergwanderung ohne technische Schwierigkeiten. Breite, zügig ansteigende Forststraße zur Ferein-Alm. Bis dorthin ist das Mitführen eines Bergrades günstig. Der Rückweg auf der langen Forststraße wird dadurch zur genüsslichen Nachspeise. Ein holpriger aber guter Wanderweg führt zum Jöchl. Der Weiterweg erfordert etwas alpine Erfahrung und Trittsicherheit, denn der oft schmale Pfad führt über schrofendurchsetzte Wiesen und teilweise lockeren Plattenkalk mit Geröllauflage. Die Wegführung ist stellenweise erst auf den zweiten Blick zu erkennen, da spärlich markiert (manchmal Steinmänner). Die Spur leitet bis zum Gipfel, kein wegloses Gelände. Bei Nebel ist besondere Vorsicht anzuraten.

Gehzeit: Aufstieg zur Ferein-Alm ca. 2,5 Stunden. Weiterweg zum Gipfel gute 2 Stunden. Abstieg vom Gipfel zur Ferein-Alm ca. 1 Stunde. Weiterweg bis zum Parkplatz ca. 2 Stunden. Mit dem Bergradl verkürzt sich die Gesamtroute um ca. 2 Stunden.

Tourdaten: Insgesamt 1366 Höhenmeter (vom Parkplatz bis zur Ferein-Alm 515 Hm, von dort bis zum Gipfel weitere 851 Hm)

Beste Jahreszeit: Juni bis zum ersten Schneefall

Stützpunkt: 1. Die Ferein-Alm (Vereiner A.) ist bewirtschaftet ab Mai (sobald die Forststraße befahrbar ist) bis Ende September. In der Hütte gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit.
2. Die nahegelegene Krinner-Kofler Hütte der AV-Sektion Mittenwald ist 2004 neu aufgebaut worden und eine Selbstversorgerhütte (bzw. Versorgung über Vereiner Alm möglich). Sektion Mittenwald Tel.: 0049 / (0)8823 / 1015.

Karte: Kompass Blatt 26, Karwendelgebirge, 1:50.000. Oder Topographische Karte des Bayer. Landesvermessungsamtes München, Karwendelgebirge – Werdenfelser Land, 1:50.000.

Autor: Doris & Thomas Neumayr

Wetter

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Mittenwald
Vorhersage für So, 31.07.2016
15 / 21 oC
leichter Regen
Niederschl.: 75 % Wind: 4 km/h SO
Mittenwald
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14 / 18 oC
leichter Regen
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour, und die Anfahrt nachvollziehen. Ist ein GPS-Track hinterlegt, finden Sie unter der Karte die Funktion „Tour in Karte anzeigen“ und somit die beschriebene Routenführung.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

Aktuelles aus dem Bergjournal

  • Almabtrieb

    „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“* Wenn man sieht mit wieviel Engagement, Freude und Ernsthaftigkeit in der Zugspitz Region der 500 Jahre alte Almabtrieb bewerkstelligt wird, dann passt dieses Zitat haargenau. Denn der Almabtrieb und alles, was mit ihm zusammenhängt, hat einen durchaus ernsthaften Hintergrund. „Auf den gilt es hinzuweisen“, betont der Krüner Bürgermeister, Thomas Schwarzenberger. Und den wollen wir uns jetzt einmal ein bisschen genauer anschauen.

  • Guter Heinrich

    Der Gute Heinrich ist eine in Vergessenheit geratene Gemüsepflanze. Wo sie in den Bergen wächst, ist oder bestand einst eine Almsiedlung. Auch wenn seine gelbgrünen Blüten ganz unauffällig sind, ist der Gute Heinrich durch die grieselig bemehlte Unterseite der dreieckigen Blätter stets einwandfrei zu identifizieren.

  • Klamm-Wanderungen - Zugspitz Region

    Die Zugspitz Region kann mit einer Reihe einzigartig schöner Klammen aufwarten. Jede der wilden Felsschluchten ist eine Wanderung wert. Und für jeden ist hier das Richtige dabei - von ganz gemütlich bis höllisch wild.

  • Hornklee

    In der alt-viktorianischen Blumensprache steht der Hornklee für Rache und Vergeltung - doch die freundliche Sommerblume ist für den Menschen völlig ungiftig. Nur auf Schnecken wirken seine cyanogenen Verbindungen als Fraßgift.

  • Mountain Equipment WildNight

    Unter freiem Himmel schlafen, ohne Dach oder Zelt über dem Kopf? Noch nie gemacht? Dann aber nix wie los, denn ein Biwak - so nennt man die Übernachtung ohne Zelt im Freien - ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis.

  • Paddeln auf der Ardèche

    Alpinjournalist und tourentipp.de-Autor Michael Pröttel hat im Frankreich-Urlaub die Bergstiefel gegen Paddel getauscht und dabei eine fantastische Gebirgslandschaft einmal ganz anders erlebt. Kanufahren auf der Ardèche ist also eine echte Empfehlung für den Urlaub 2016 und zwar ganz besonders für den Herbst.

Bild des Monats

072016
Chiemgauer Idylle

Benutzer: Franz M.

Beschreibung: Bei einer Almwanderung im Priental. Herrlich diese Farben, diese Blumen! Der Bergfrühling in den Chiemgauer Alpen ist einfach wunderschön.
Flower Power

Benutzer: Linus_Z

Beschreibung: Blumenpracht im Frühling am Gardasee - blühendes Steinkraut
Der frühe Vogel ...

Benutzer: peropoco

Beschreibung: Stimmungsvoller Sonnenaufgang und unberührter Neuschnee bei einer beschaulichen Skitour auf die Brünnsteinschanze in den Bayerischen Voralpen.
Zum Touren-Bild des Monats...
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