Touren

Seebergkopf (1538 m)

Er gehört nicht zu den bekannten Gipfeln der Gegend und doch bietet er eine wirklich reizvolle, leichte Bergwanderung. Nette landschaftliche Eindrücke und ganz neue Einblicke ins Rotwandgebiet darf man hier genießen. Und seit 2005 gibt es sogar noch eine richtig urige, kleine Einkehrmöglichkeit auf dem Weg.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Bayerische Voralpen | Bayrischzell

Tourensteckbrief Seebergkopf

Anfahrt: Von Norden auf der A8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Weyarn, dann weiter auf der B 307 über Miesbach und Schliersee nach Bayrischzell. Alternativ kann man auch bei Miesbach links Richtung Fischbachau abbiegen. Dann über Parsberg, Hundham und Fischbachau nach Bayrischzell. Hier bleibt man auf der Bundesstraße 307, fährt also nicht ins Ortszentrum ein. Unmittelbar nach dem Ortsschild Bayrischzell geht es rechts zum ausgeschilderten Seeberg-Parkplatz (kostenpflichtig - 3 Euro / Tag - Stand 2017).

Ausgangspunkt: Bayrischzell, Seeberg-Parkplatz (800 m)

Route: Der ausgeschilderte Wanderweg führt rechts an der Minigolfanlage vorbei, überquert einen Wirtschaftsweg und mündet hier in einen Pfad. Beim verbauten Wildbach links in den Wald hinein. Nun immer durch den Wald in angenehmer Steigung durch die steilen Hänge querend in vielen Serpentinen empor. Der Wald ist stellenweise etwas zerzaust (Windbruch und Abholzung), doch immer wieder geht es durch schönen Mischwald und es bieten sich auch einige reizvolle Ausblicke. Der Pfad quert die Hangflanke nach Süden und so erreicht man schließlich das idyllische Almgelände bei der Neuhütte (1235 m). Auf der Hangseite der Hütte setzt sich der Pfad fort und man wandert nun in nordwestlicher Grundrichtung - anfangs über die Wiesen, dann schon bald wieder durch Wald – zur Seebergalm. Unmittelbar vor ihr folgt man den blauen Markierungen ein paar Meter hinauf. Dann wendet sich der Pfad zurück nach Osten und quert die Hänge bis unter den Gipfel. Nun links (Norden), ein paar Höhenmeter etwas steiler hinauf, bis man den Kamm erreicht. Über den breiten Grasrücken zum höchsten Punkt mit Holzkreuz. Wer Lust hat, kann dem Kamm noch hinüber zum Nebengipfel, der sog. Schneid, folgen (siehe Wissenswertes). Dazu steigt man vom Gipfel weglos linkshaltend in eine Senke und dann in etwa entlang des Kammes hinüber zur kleinen Gipfelschulter mit Kreuz.

Abstieg: Wie Aufstieg.

Charakter / Schwierigkeit: Leichte, sehr schöne Bergwanderung, durchwegs auf guten, schmalen Pfaden. Obwohl es teilweise über sehr steile Waldhänge hinaufgeht, ist die Steigung des Weges eigentlich immer angenehm. Keine langweiligen Forstwege, keine technischen Schwierigkeiten. Landschaftlich besonders reizvoll ist die Route in der Gipfelregion und beim Almgelände der Neuhütte. Schon hier hat man bei gutem Wetter einen tollen Blick bis zum Großvenediger. Interessant auch der Einblick in die Spitzingseeberge und der Tiefblick ins Leitzachtal. Die Überschreitung zur Schneid ist weglos, jedoch ebenfalls unschwierig.

Gehzeit: Aufstieg: 2 bis 2,5 Stunden; Abstieg: 1,5 Stunden.

Tourdaten: 740 Höhenmeter zum Seebergkopf, 800 Hm bei Überschreitung zur Schneid; Distanz: ca. 5 km bis Seebergkopf, bei Überschreitung zur Schneid etwa 500 m mehr.

Beste Jahreszeit: Mai bis zum ersten Schneefall.

Stützpunkt: Neuhütte (1235 m), private Almwirtschaft und Jausenstation mit einfachen Brotzeiten und Getränken, geöffnet von Anfang Juni bis ca. Mitte Oktober. Die Neuhütte ist übrigens alles andere als neu, sondern stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Wissenswertes: 1. Der Name Seeberg kommt daher weil nahe des Gipfels (Richtung Nebengipfel) früher tatsächlich ein See existierte. Seine Umrisse sind noch heute zu erkennen. Bereits im 18. Jahrhundert ist er das erste Mal ausgebrochen; gänzlich ausgebrochen ist er dann 1899. Dabei ist eine Reiße in der Nordflanke entstanden. Außerdem gab es ein Hochwasser im Tal und einige wenige zerstörte Häuser. Sie waren zum Glück gerade verlassen, so dass niemand zu Schaden kam.
2. Der Gedenkstein unweit der Neuhütte markiert einen ehemaligen Wachposten der Gebirgsjäger. Hier wurde das Ursprungtal beobachtet, da es damals immer wieder räuberische Überfälle von Süden her gab.

Karte: Kompass Blatt 8, Tegernsee / Schliersee, 1:50.000 oder UK L12 Mangfallgebirge vom Bayerischen Landesvermessungsamt.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Galerie

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