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Rappenspitze (2223 m)

Der Gipfelaufbau wirkt grimmig, ist aber in Wirklichkeit harmlos: Wie eine Haifischflosse erhebt sich die Rappenspitze über dem Nauderer Kar im Karwendel der abwechslungsreiche Anstieg erfreut das Bergsteigerherz durch stets wechselnde Perspektiven.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Karwendel | Achenkirch

Tourensteckbrief Rappenspitze

Anfahrt: Entweder über Tegernsee und Achenpass oder über Bad Tölz und Sylvensteinstausee hinüber zum Achensee. An dessen südlichen Ende bei Maurach abbiegen in Richtung Pertisau, dort gleich am Ortseingang links hinauf zu den Karwendeltälern. Kurz hinter der Mautstelle (PKW 4,50 Euro – Stand 2010) nach links ins Falzthurntal. Nach etwa 1,5 km folgt man nicht mehr geradeaus der Straße zur Gramai-Alm, sondern fährt nach links zum Ausgangspunkt an der Falzthurn-Alm mit einem großen Parkplatz.
Öffentliche Verkehrsmittel: Bergsteiger-Bus, Linie 9550 Tegernsee– Pertisau.

Ausgangspunkt: Falzthurn-Alm (1089m) im Falzthurntal, nahe Pertisau am Achensee.

Route: Direkt neben der Terrasse der Falzthurn-Alm beginnt beim gelben Hinweispfeil die Tour. Auf steilem Bergpfad in Serpentinen durch Wald hinauf zur Dristl-Alm. Nun über Almwiesen in südliche Richtung ansteigend zu den Resten eines Holzzauns – in der Ferne ist schon der Gipfelaufbau der Rappenspitze erkennbar. Auf einem schmalen Wiesenrücken etwa 50 Höhenmeter bergab. Nachdem man senkrechte Felswände passiert hat, zieht der Pfad in einen von Geröll (und manchmal kleinen Schneefeldern) durchsetzten Kessel hinauf. Ein paar Schrofen noch, und plötzlich weitet sich die riesige Mulde des Nauderer Kars mit Frontalblick auf das Ziel: die haifischflossenartig wirkende Rappenspitze. Deren abweisender Anblick täuscht, denn der Anstieg ist viel einfacher, als er aussieht. Eine Abzweigung nach Süden zum Kaserjoch lässt man links liegen. Über einen langen Wiesenrücken führt der Weg rechts hinauf zum nordwestlichen Fuß der Rappenspitze. Scharf am Grat entlang, mit Tiefblicken in die rassige Nordostwand zur Linken und den Gramaier Grund zur Rechten, auf felsigem Steig zum Gipfel.

Abstieg: 1. Wie auf dem Anstiegsweg.
2. Abstiegsvariante: Entweder zurück ins Nauderer Kar und von dort über Kaserjoch zur Nauders-Alm, oder in leichten Kletterei durch die Südwestflanke der Rappenspitze und dann ostwärts direkt hinab zur Nauders-Alm. Weiter gen Süden zum Rizuelhals, dort nach rechts auf der Höhe bleibend zum Lunstsattel, dann auf teils steilem Steig hinunter zur Gramaialm.

Alternative: Die lange Variante über den Ochsenkopf finden Sie hier.

Charakter / Schwierigkeit: Liebliches Almgelände, im Frühsommer Blumenwiesen, Geröllfelder und ein felsiges Finale – die nie wirklich schwierige, jedoch teilweise steile und über Geröll führende Tour erfordert im Gipfelanstieg Trittsicherheit und ist eine äußerst reizvolle Bergwanderung. Die Rappenspitze bietet zudem ein landschaftlich breites Spektrum. Ebenso vielfältig ist die Aussicht mit Rofangebirge und Achensee auf der einen, sowie der Karwendelkette auf der anderen Seite. Die Abstiegsvariante ist etwas anspruchsvoller und erfordert neben absoluter Trittsicherheit auch Kletterei im leichten Fels.

Gehzeit: 3,5 Stunden. Abstieg: 2,5 Stunden.

Tourdaten: 1150 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober

Stützpunkt: Falzthurn-Alm (ganzjährig bewirtschaftet).

Karte: Kompass-Wanderkarte 26 (Karwendelgebirge); Alpenvereinskarte Nr. 5/3 (Karwendelgebirge, östliches Blatt).

Autor: Martin Becker

Wetter

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Galerie

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