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Olperer (3476 m) 

Von Norden ist die markante Pyramide des Olperer weithin zu sehen. Der einfachste Anstieg auf den höchsten Gipfel des Tuxer Kammes führt über den Südostgrat (auch Schneegupf- oder Riepengrat), der beim luftigen Finale allerdings alles andere als ein Spaziergang ist. Als Tagestour anstrengend; jedoch Hüttenübernachtung möglich.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Hochtour | Tirol | Zillertaler Alpen | Zillertal

Tourensteckbrief Olperer

Anfahrt: Über die österreichische Inntalautobahn (A 12) bis zum Eingang des Zillertals (Autobahnausfahrt „Wiesing / Achensee / Zillertal“). Auf der Zillertal-Bundesstraße 169 nach Mayrhofen; hinter der Ortsumfahrung, wenn die Vorfahrtsstraße nach Finkenberg abknickt, links der Beschilderung „Schlegeis“ folgen. Über Ginzling zur Mautstelle beim Breitlahner und auf der teils einspurigen Mautstraße (Verkehr im 30-Minuten-Takt) hinauf zum Schlegeisspeichersee. An der Staumauer vorbei bis zum hinteren (nicht asphaltierten)  Parkplatz auf der linken Seite (rechts Schild Olpererhütte).

Ausgangspunkt: Parkplatz am Schlegeis-Speichersee (1790 m)

Route: Hüttenanstieg: Vom Parkplatz auf dem markierten Weg 502 in Serpentinen durch den Riepenwald und dann durch baumfreies Gelände unschwierig zur Olperer Hütte (1,5 Std.).
Gipfelanstieg: Dort weiter auf dem Pfad, der oberhalb der Hütte direkt beim Fahnenmast beginnt. In Serpentinen gewinnt man an Höhe und nähert sich dem Riepenkees (zur Wintersaison Skigebiet) - der Weg quert aber vor diesem nach Westen bis zu einem weißen Schild („Olperer über Südostgrat“). Hier endet der Wanderweg; die Route verläuft nun weglos, immer den Steinmännern (sie weisen alle 10 bis 15 m die Richtung) sowie Trittspuren folgend, über Schutt und grobes Blockwerk in nördlicher Richtung knapp unterhalb des Riepengrats. In 3000 Metern Höhe zieht die Route dann links zum Grat hinauf. Auf dem Grat weiter bis zum Gletscher unterhalb des Schneegupfs. Über den Gletscher (bis zu 30 Grad steil) auf den Schneegupf und dann nach links zu den Einstiegsfelsen des Schneegupfgrats (2,5 bis 3 Std. ab Olpererhütte). Gleich zu Beginn wartet die Schlüsselstelle: eine senkrechte Wandpassage (II+ UIAA), die mit Metallkrampen und alten, teils arg zerschlissenen (Stand 2008) Fixseilen versehen ist. Nun immer auf dem sehr luftigen Grat (I bis II) über Blockfelsen in ca. 20 Minuten zum Gipfel. Ein markanter Felsblock kurz vor dem Gipfel wird, obwohl auf seiner Spitze mit Metallkrampen bestückt, rechts umgangen.

Abstieg: auf der Anstiegsroute.

Charakter / Schwierigkeit: Bis zum Riepengrat eine unschwierige Wanderung, bis zum Gletscher am Schneegupf wegloses Gelände mit kurzen Kletterstellen (I). Für den bis zu 30 Grad steilen Gletscher können je nach Verhältnissen Steigeisen ratsam sein. Die gut 20-minütige Kletterei am Gipfelgrat bewegt sich im Schwierigkeitsgrat II+ und ist zum Teil extrem exponiert – bei den Tiefblicken in die Nordwand mit dem Hintertuxer Skigebiet darunter oder hinunter ins Unterschrammachkar auf der Südseite sind gute Nerven, eine absolut fehlerfreie Bewegungskoordination und Schwindelfreiheit angesagt. Wer unsicher ist, sollte sich anseilen; leistungsstarke Bergsteiger können die Gratkletterei seilfrei machen. Als Zweitagestour mit Übernachtung auf der Olpererhütte mittlerer konditioneller Anspruch. Die Aussicht vom Gipfel ist in alle Richtungen ausgezeichnet: Aus der Vogelperspektive kann man den Skifahrern zuschauen, hinter dem grün schimmernden Schlegeis-Speichersee baut sich die Kette zwischen dem Großen Möseler und dem Hochfeiler auf. Im Anstieg selbst wirkt der Olperer weniger imposant wie aus der Ferne – er gleicht eher einem riesigen Schutthaufen.

Gehzeit: Aufstieg: insg. 5 Stunden (1,5 Std. Hüttenanstieg + 3,5 Std. Gipfelanstieg); Abstieg: 3,5 bis 4 Stunden

Tourdaten: 600 Hm bis zur Hütte, 1090 Hm Gipfelanstieg, insg. 1690 Höhenmeter; Distanz 6,5 km

Beste Jahreszeit: Juli bis September

Stützpunkt: Olpererhütte (2389 m) der DAV-Sektion Neumarkt i.d. Oberpfalz, nach Wiederaufbau gemäß modernster Standards und mit futuristischer Architektur im Juli 2008 neu eröffnet; 60 Schlafplätze (5 Zimmer für je 4 Personen und 5 Lager für je 8 Personen) im Hauptgebäude und 12 Lager im ganzjährig geöffneten Winterlager (AV-Schloss); Hüttentelefon +43 / (0) 664 / 4176566.

Karte: Freytag & Berndt, WK 152 (Zillertaler Alpen, 1:50.000);  AV-Karte 35/1, Zillertaler Alpen Westliches Blatt, 1:25.000.

Autor: Martin Becker

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Beschreibung: Es ist eine Binsenweisheit und doch ist man einfach immer wieder erstaunt, welch großartiger Maler der Herbst gerade in den Bergen ist. Das Bild entstand bei einer Bergtour im Salzkammergut, am Fuße des Sparber.
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