Touren

Krottenkopf (2086m) - Bischof (2033m) - Hoher Fricken (1940m)

Diese wirklich großartige Bergwanderung in den Bayerischen Voralpen, genauer gesagt im Estergebirge, ist am schönsten als Zweitagestour. Denn mit einer Übernachtung auf der fast 2000m hohen Krottenkopfhütte wird die Tour noch schöner. Die Runde kann außerdem mit 4 Gipfeln und gigantischen Ausblicken aufwarten.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Estergebirge | Garmisch-Partenkirchen

Tourensteckbrief Krottenkopf - Bischof - Hoher Fricken

Anfahrt: A95 München-Garmisch Partenkirchen bis zum Autobahnende und weiter auf der Bundesstraße 2 bis Oberau. In Oberau zweigt man dann vor dem Alpen Outlet Geschäft links ab und überquert an einem beschrankten Bahnübergang die Gleise. Dahinter gleich rechts in die Flößerstraße (Richtung Golfplatz) und weiter parallel zu den Schienen geradeaus. Nach einer Linkskurve steht an einer Straßengabelung eine große Informationstafel mit Umgebungskarte. Nach links geht es dann zum Parkplatz (Schild Parkplatz 50 Meter).
Öffentliche Verkehrsmittel: gute Erreichbarkeit mit dem Zug; Bahnhof Oberau.

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz in Oberau, bei der unter Anfahrt beschriebenen, großen Informationstafel an einer Weggabelung.

Route: Von der Informationstafel nach rechts auf der für den Autoverkehr gesperrten, kleinen Asphaltstraße in Richtung Farchant. Entlang des Röhrlbaches wandert man vorbei an der sogenannten Schanze. Eine Brücke führt einen über den Bach. Gleich dahinter zweigt man links ab (Schild: Krottenkopf/Weilheimer Hütte) und wandert über ein Wiese bis es erneut über den Bach geht. Nun zuerst über einen Forstweg, dann aber schon bald auf einem recht steilen Waldpfad, dem sogenannten Oberauer Steig, bergan. Auf etwa 1500 Meter Höhe verläßt man den Wald und wandert in den Kessel des Frickenkares hinein. Im Karkessel dann nach links und unter dem Bischof hindurch zum sogenannten Henneneck, einer Einsattelung (zwischen Kareck und Bischof) mit Kreuz (ca. 1900m). Nun quert man auf einem Steig durch die südseitige Flanke des Karecks und des Oberen Rißkopfes hinüber zur bereits sichtbaren Weilheimer Hütte (auch Krottenkopfhütte, 1956m). Siehe auch unter Hütten.

In einer knappen halben Stunden kann man, nach einer Erfrischungspause auf der Hütte, nach rechts (südost) auf den Krottenkopf (2086m), oder nach links (nordwest) auf den Oberen Rißkopf steigen. Vom Erstgenannten hat man bei guter Sicht einen herrlichen Blick auf das Isartal mit Karwendel. Er wird auch gerne bei Sonnenauf- oder Untergang besucht.

Übernachtung auf der Hütte, der höchst gelegenen Hütte in den Bayerischen Voralpen. Am zweiten Tag wandert man dann zurück zum Henneneck. Nun über Nordflanke des Bischof, nahe des Grates, meist weglos, steil hinauf zum Gipfel. Orientieren muß man sich dabei an den Steigspuren. Am Kreuz des formschönen Bischof (2033m) hat man dann bereits das nächste Ziel, den Fricken vor Augen und dazu noch eine großartige Aussicht auf das Wettersteingebiet. Über den Gratrücken steigt man anschließend in südwestlicher Richtung in den breiten Wiesensattel zwischen Bischof und Fricken und auf der anderen Seite wieder empor zum nächsten Gipfel, dem Hohen Fricken auf 1940m. Die Aussicht von hier auf die Zug- und Alpspitze ist grandios!

Vom Kreuz (es steht nicht am höchsten Punkt) ein Stück zurück bis zum Gipfel. Hier zweigt ein kleiner Steig nach Norden hinunter ab. Über ihn steil hinunter in den Wald hinein und über den sogenannten Kuhfluchtsteig ebenfalls ziemlich steil hinunter nach Farchant. Hier trifft man auf den Wander- und Radwanderweg, welchen man nach rechts hin einschlägt, zurück nach Oberau.

Charakter / Schwierigkeit: Diese großartige Rundtour darf gerade noch als Bergwanderung bezeichnet werden. Wegen der absolut erforderlichen Trittsicherheit auf steilen Bergpfaden und der Länge der Route muss man sie als anspruchsvolle Wanderung bewerten. Konditionsriesen machen diese Rundtour auch an einem Tag, doch die Gemütlichkeit und das Genießen der fantastischen Ausblicke bleibt dabei sicher etwas auf der Strecke. Die schöne Weilheimer Hütte und einen Sonnenaufgang am Krottenkopf machen eine Übernachtung zudem lohnend. Gigantische Ausblicke auf Karwendel und Wetterstein.

Gehzeit: Aufstieg: 3,5 bis 4 Stunden; Rückweg mit Überschreitung von Bischof und Fricken: 4 bis 5 Stunden.

Tourdaten: 1400 Höhenmeter (im Aufstieg am ersten Tag, einschließlich Krottenkopfbesteigung)

Stützpunkt: Krottenkopf Hütte (1956 m) der DAV-Sektion Weilheim, ca. 65 Plätze, bewirtschaftet von Pfingsten bis Kirchweihsonntag, Telefon: 0049 / 170 / 270 80 52 (Funktelefon; da Verbindung scheinbar nicht immer stabil, auch öfter probieren).

Tipp: Die Kuhfluchtfälle sind ein beeindruckendes Naturschauspiel. Schon deshalb lohnt der hier beschriebene Rückweg. Mächtige Wassermassen ergießen sich hier rätselhaft aus senkrechter Wand. Das Wort „Kuhflucht“ soll übrigens aus der Römerzeit stammen und vom lateinischen Wort „confluctum“ (Zusammenfluß) abgeleitet worden sein.

Info: Der hier beschriebene Abstieg vom Hohen Fricken über den Kuhfluchtsteig nach Farchant wird häufig als Tagestour (Auf- und Abstieg über die selbe Route) unternommen.

Karte: WK 322, Wetterstein-Karwendel, von freytag & berndt, 1:50.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

Die aktuelle Wettervorhersage zur Tour von wetter.com für die nächsten 2 Tage. Sofern für das Zielgebiet keine Wetterdaten vorliegen, werden die Werte des nächstgelegenen Ortes ausgegeben.

Garmisch-Partenkirchen
Vorhersage für So, 25.06.2017
16 / 18 oC
leichter Regen
Niederschl.: 90 % Wind: 8 km/h SW
Garmisch-Partenkirchen
Vorhersage für Mo, 26.06.2017
14 / 22 oC
sonnig
Niederschl.: 5 % Wind: 5 km/h NO
Zur 10-Tages Wettervorhersage von wetter.com
Wetterdaten powered by wetter.com

Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour, und die Anfahrt nachvollziehen. Ist ein GPS-Track hinterlegt, finden Sie unter der Karte die Funktion „Tour in Karte anzeigen“ und somit die beschriebene Routenführung.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

Aktuelles aus dem Bergjournal

  • Bergrose

    Eine Rose, die im Vollschatten blüht? Eine Rose ohne Dornen? Eine Rose mit ganz stacheligen Hagebutten? … Gibt es nicht? Gibt es doch, die Bergrose macht scheinbar alles anders, als alle anderen Rosen..

  • (Kalk-) Glockenenzian

    Wenn im Mai die Almwiesen vom blauen Glockenenzian überzogen sind, ist dies das untrügliche Zeichen, dass auch in den Bergen der Frühling eingezogen ist.

  • Mallorca Wanderführer

    300 Sonnentage im Jahr und mediterrane Lebensart – Mallorca verwöhnt seine Gäste. Abseits der beliebten Badestrände ist die Insel ein wahres Wanderparadies mit lieblichen Tälern, wildromantischen Schluchten und unzähligen Aussichtsgipfeln.

  • Bergschlüsselblume

    Die schönste Frühlingsblume zur Osterzeit ist wohl die Schlüsselblume. In den Bergen blüht die Hohe- oder Bergschlüsselblume in Höhen bis weit über 2000 Metern hinauf. Mindestens genauso schön und heilkundlich fast ebenso wertvoll wie die Echte Schlüsselblume (Primula veris).

  • Skitouren in Sibirien

    Sibirien ist nicht nur ursprünglich und hat eine Pulverschnee-Garantie, es ist auch einsam, verlassen, kalt und unwirtlich. Hier kann man noch Skitouren völlig außerhalb jeglicher Zivilisation unternehmen. Doch genau das hat Chris Lemke und seinen Freund Volker daran gereizt.

  • 111 Orte im Werdenfelser Land, die man gesehen haben muss

    Mit diesem Buch lassen sich 111 unbekannte, skurrile und geheimnisvolle Orte entdecken, die auch Kenner des Werdenfelser Landes überraschen werden.

Bild des Monats

052017
Frühlingsradln bei Tremosine

Benutzer: Linus_Z

Beschreibung: Die Gardasee-Region ist ideal für die Übergangszeit. Im Süden kann man schon etwas früher im Jahr mit der Wander-, Kletter- und Radlsaison starten.
Schneerosenblüte am Gamskogel

Benutzer: Bergfreund

Beschreibung: Die Natur ist halt doch der schönste Garten. Bei der Bergtour zum Gamskogel blühten die Schneerosen um die Wette. Gut, dass die Blumen hier weitestgehend ungestört wachsen können und der Naturfreund sich jedes Frühjahr wieder daran erfreuen kann.
Gang ins Licht

Benutzer: Linus_Z

Beschreibung: Am Ende einer Skitour mit vielen kleinen Höhepunkten ist es am letzten Gipfel der Weg in die untergehende Sonne, der uns fast erschaudern lässt vor Glück. Was für ein Tag, was für eine ergreifende Stimmung! (Bild: In den Chiemgauer Alpen)
Zum Touren-Bild des Monats...
Bergsport- und Outdoorausrüstung sicher online kaufen im Outdoor-Shop bergzeit.de

tourentipp.de-Karten-Shop

Kartenshop

Wanderkarten sind ein unverzichtbarer Begleiter auf Tour. In unserem Kartenshop finden Sie eine komplette Liste aller Kompass Wanderkarten mit Bestellmöglichkeit. Selbstverständlich gibt es auch eine Auswahl an Alpenvereinskarten, an Topographischen Wanderkarten vom Bayerischen Landesvermessungsamt sowie alle Digitalen Karten von MagicMaps und Schweizer Landeskarten.

 
 


tourentipp.de für Bergtouren, Skitouren, Klettersteige, Wandern und zum Bergsteigen

© 2016 tourentipp.de Alle Rechte vorbehalten