Touren

Krinnenspitze (2000 m) 

Wer bei guten Verhältnissen auf die Krinnenspitze spurt, wird feststellen, dass sogar ein verschneiter Wanderweg reizvoll sein kann. Schon beim Zustieg kann man recht abwechslungsreiche landschaftliche Eindrücke sammeln. Und beim Gipfelanstieg wird die Aussicht dann noch viel besser. Rein skifahrerisch bietet diese Skitour nur kurze, aber dafür sehr schöne Abfahrtsmöglichkeiten – dies gilt insbesondere für die zusätzliche Osthang-Variante. Die hier beschriebene Runde führt von Haldensee zum Gipfel und über Tourengelände, jedoch auch über die Piste hinunter nach Nesselwängle, wo man für die Rückkehr am besten eine Rückfahrgelegenheit organisiert.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Tirol | Allgäuer Alpen | Tannheimer Tal

Tourensteckbrief Krinnenspitze

Anfahrt: Es gibt mehrere Möglichkeiten: Zum Beispiel über Pfronten und die Achtalstraße, vorbei an Grän nach Haldensee; oder auch von Reutte kommend via Gaichtpass (B199) und Nesselwängle nach Haldensee. Im Ort Haldensee biegt man am östlichen Ortsende (direkt vor dem See) von der B199 in die Straße „Adlerhorst Seehöhe“ ab und parkt am gebührenpflichtigen Wanderparkplatz am Ende der öffentlichen Straße.
Navi-Adresse: Oberdorf 15, A-6673 Haldensee

Ausgangspunkt: Parkplatz für Langläufer und Wanderer am südöstlichen Ortsende von Haldensee (1128 m) – gegenüber vom Gasthof Tauschers Alm

Route: Vom Parkplatz auf dem Weg nach Süden zur querlaufenden Loipe. Links von dieser T-Kreuzung zweigt bergseitig der beschilderte Wanderweg zur Edenbachalpe ab. Diesem Weg folgt man über eine Kehre ins Strindenbachtal, wo sich der Weg auf 1312 m gabelt. Man nimmt den linken, oberen Weg (Ww. Gräner Ödenalpe / Krinnenspitze) und spurt hier weiter nach Süden. Beim Hütterl der ehemaligen Materialseilbahn folgt man dem hier meist nicht mehr erkennbaren Sommerweg über den Absatz hinter dem Hütterl empor und folgt dann dem Hohlweg nach Südosten bis zu einer wiederum beschilderten Verzweigung. Hier gibt es 3 Möglichkeiten:
1. Rechts (Ww. Krinnenspitze / Gräner Ödenalpe) und über eine Brücke auf die andere Talseite. Nun den Hang ein kurzes Stück hinauf, dann quert man die überwiegend freien Hänge, ungefähr entlang des Sommerweges, nach Südosten. Durch lichten Wald um ein Gelände-Eck herum in den Kessel unterhalb der Gräner Ödenalpe.
2. An der Verzweigung geradeaus weiter, parallel zum Bach, durch den Wald bis man ebenfalls den freien Kessel unterhalb der Gräner Ödenalpe erreicht.
3. Eine weitere Möglichkeit führt vom Wegweiser aus nach links über den freien Hang hinauf, dann nach rechts traversierend, durch einen Bachtobel; danach über freie Hänge nach Nordosten zur Nesselwängler Ödenalpe. Anschließend quert man nach Südosten, entlang des Sommerweges ebenfalls in den Kessel unterhalb der Gräner Ödenalpe oder steigt direkt zur Krinnenspitze auf. Wegen der Querung des Bachtobels ist dies die von uns am wenigsten empfohlene Variante.
Nun geht es hinauf in den Sattel bei der Gräner Ödenalpe (1714 m) und entlang des Rückens nach Osten zu den Gipfelhängen der Krinnenspitze. Hier nach Nordosten empor und am Ende entlang des breiten Kammes zum aussichtsreichen Gipfel mit Kreuz.

Abfahrt: Da der Aufstiegsweg im Bereich des schmalen Sommerweges zum Abfahren wenig geeignet ist, empfiehlt sich die Abfahrt über das Krinnenalp-Pistengebiet. Dazu auf dem Kamm zurück, dann aber hält man sich bei sicheren Verhältnissen rechts und fährt über eine sehr schöne Mulde oder den breiten Rücken daneben ab. Auf ca. 1770 m  dreht man rechts ein und schiebt, entlang des Sommerweges, sehr flach nach Nordwesten zur Nesselwängler Ödenalpe (1672 m). Dann dreht die Route nach rechts (Osten) ein und so erreicht man bei der Bergstation des Schleppliftes das Pistengebiet. Über die Piste hinunter nach Nesselwängle. Dann kann man auf der Langlaufloipe die 3 km zurück zum Ausganspunkt schieben. Da das nach einer Skitour nur wenig verlockend ist, empfehlen wir sich hier eine Fahrgelegenheit nach Haldensee zu organisieren.
Tipp: Der Osthang südlich der Krinnenspitze ist meist ein Abfahrt und den anschließenden Wiederaufstieg wert.

Charakter / Schwierigkeit: Überwiegend leichtes Skitourengelände, teilweise erinnert die Tour auch an eine schöne Skiwanderung. Ganz leicht ist die Route allerdings nicht, denn wenn zum Beispiel der schmale Waldweg verharscht oder gar vereist ist, braucht es schon ein wenig Übung. Die Tour bietet ein paar sehr schöne Abfahrtsmeter im Gelände, führt dann aber am Ende über die Piste hinunter nach Nesselwängle. Tolle Aussicht vom Gipfel. Achtung, Anfang und Endpunkt der Tour sind nicht identisch!

Lawinengefahr: Mittel. Auch wenn die Route selbst in relativ harmlosem Gelände verläuft, sind die Einzugsgebiete bezüglich der Lawinengefahr nicht zu unterschätzen.

Exposition: West und Nord

Aufstiegszeit: 2,5 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 900 Höhenmeter; Distanz: ca. 5,5, km (Aufstieg)

Beste Jahreszeit: Frühwinter bis Anfang April

Stützpunkt: -

Karte: Alpenvereinskarte BY5, Tannheimer Berge, 1:25.000.
Erhältlich in unserem AV-Karten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

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