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Jägerkamp (1746 m) 

Kleine, nette Spritztour! Der Jägerkamp ist bei guten Verhältnissen auch für Anfänger und als Schlechtwettertour geeignet. Für die Aiplspitz ist Trittsicherheit in winterlichem Felsgelände erforderlich. Ein Teil des Anstieges und der Abfahrt führt über eine ehemalige Piste. Bei geringer Schneelage im Frühwinter kann dies durchaus von Vorteil sein.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Bayern | Bayerische Voralpen | Spitzingsee

Tourensteckbrief Jägerkamp - Aiplspitz

Anfahrt: A8 München – Salzburg bis Ausfahrt Weyarn, weiter auf der B 307 über Miesbach, am Schliersee vorbei und weiter Richtung Bayrischzell, jedoch kurz hinter Neuhaus schon rechts ab zum Spitzingsee (ist unübersehbar ausgeschildert).

Ausgangspunkt: Großer, gebührenpflichtiger Parkplatz an der Taubensteinbahn (1085m).

Route: Vom Parkplatz steigt man über die ehemalige Piste (derzeit kein Pistenbetrieb mehr!) schon bald ziemlich steil empor. Bei Hartschnee oder Vereisung ist dies oft die heikelste Stelle der Tour. Am Ende des Steilhangs nach links, dann aber gleich wieder nach Osten weiter. Man unterquert die Seilbahn, spurt geradeaus weiter, hält sich dabei aber tendenziell links im Hang. Dann geht es links an einem Wäldchen vorbei. Etwas oberhalb vom Waldrand quert man nun die südseitigen Hänge nach Osten Richtung Schönfeldhütte, die man am Ende in einem Linksbogen erreicht. Die Querung von der Schönfeldalm nach links durch die überwechtete Ostflanke der Wilden Fräulein ist wegen der hier drohenden Lawinengefahr nicht zu empfehlen! Vielmehr wandert man mit etwas Höhenverlust durch die Senke direkt hinüber zu den Hütten der Oberen Schönfeldalm. Nach Ostnordost auf einen kleinen, aber auffallenden Felskamm zu und über die steile Rampe zu seiner linken hinauf. Oben wird es wieder flach und nach ca. 50 m findet man nach links hinaus einen Durchschlupf durch den lichten Wald. (Gibt es eine Spur geradeaus, geht sie direkt hinüber zur Schnittlauchmoosalm, zum Tanzeck und zur Aiplspitze. Wer zum Jägerkamp will darf ihr nicht folgen.) Man wandert nun Richtung Nord auf die Benzingspitze zu und in einem weiten Linksbogen unter ihr hindurch und erreicht so den Kamm zwischen Jägerkamp und Benzingspitze. Über den Kamm nach Westen zum höchsten Punkt mit schönem alten Holzkreuz.

Abfahrt: Zuerst entlang des Aufstiegs. Auf Höhe der Unteren Schönfeldalm benutzt man jedoch den Weg hinüber zur Lochgraben-Abfahrt, also der ehemaligen Piste der Taubensteinseilbahn. Über die Piste zurück zum Ausgangspunkt. Oder vom Sattel unterhalb der Benzingspitze hinunter zur Schnittlauchmoosalm und über schöne Hänge zur Talstation des Rauhkopfliftes. Weiter wie beschrieben.

Alternative: Gerne wird auch noch die benachbarte Aiplspitze (1759m) mitgenommen. Hierzu zwei Möglichkeiten:
1. Man steigt vom Sattel unter der Benzingspitze hinüber zum Tanzeck. Am Beginn des Südwestgrates der Aiplspitze errichtet man das Skidepot. Nun erfolgt eine kurze, aber recht alpine Einlage: entlang des Felsgrates geht es mal links, mal rechts davon und auch über ihn zum Gipfel. Gipfelanstieg etwa 10 Minuten.
2. Deutlich länger, viel einfacher und skifahrerisch lohnender wäre eine Abfahrt vom Tanzeck über den herrlichen Hang nach Südosten zur Krottenthaler Alm (1420m). Zur Aiplspitz zielt man nun nach Nordosten, und steigt über eine auffallende, muldenartige Schneise in zunehmender Steilheit empor. Unterm Südostgrat wird das Gelände wieder flacher und so erreicht man problemlos die Kammhöhe. Hier nach links und entlang des Grates, meist etwas links unterhalb der Schneide, bis zum höchsten Punkt. Man achte beim Anstieg über den Grat auf Wechten!

Charakter / Schwierigkeit: Leichte bis mittelschwere Skitour über meist mäßig steile Hänge - nur die Waldschneise zu Beginn (ehemalige Piste) ist steil und bei Hartschnee oder Vereisung durchaus heikel (Abrutschgefahr!) Diese kleine Skitour am Spitzingsee hat ihren ganz besonderen Reiz. Es handelt sich um eine überwiegend einfache, wirklich nette und sehr beliebte Unternehmung, die bei guten Verhältnissen auch für Anfänger und als Schlechtwettertour geeignet ist. Bei geringer Schneelage im Frühwinter bieten die ehemaligen Pisten schon eine Abfahrtsmöglichkeit, wenn diese im freien Gelände noch nicht möglich wäre.

Lawinengefahr: gering (bei vernünftiger Spurwahl und unter Meidung der Ostflanke der Wilden Fräulein)

Exposition: Südwest, West, kurz Süd

Aufstiegszeit: 1,5 bis 2 Stunden

Tourdaten: 700 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Frühwinter bis März

Stützpunkt: Schönfeldhütte des DAV Sektion München (1410m), 13 Betten, 24 Lager, Telefon: 0049/8026/7496.

Karte: „Tegernsee / Schliersee und Umgebung“ des Bayerischen Landesvermessungsamtes, 1:25.000. Oder Alpenvereinskarte mit Skirouten BY15, Mangfallgebirge Mitte, Spitzing / Rotwand, 1:25.000. Beide Karten können Sie hier bestellen in unserem Wanderkarten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Spitzingsee
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So, 22.04.2018 sonnig
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Mo, 23.04.2018 sonnig
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Galerie

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