Touren

Hoher Göll (2522m) - Mannlgrat / Schustersteig 

Großartige, wenn auch anstrengende und eher anspruchsvolle Rundtour auf eines der Wahrzeichen von Berchtesgaden. Es gibt noch weitere Anstiegsmöglichkeiten auf den Göll, doch die hier beschriebene Route - über den Mannlgrat rauf und den Schustersteig hinunter - zeichnet sich durch anregende Klettersteig-Passagen mittlerer Schwierigkeit aus. Die Gesamtlänge der Tour darf nicht unterschätzt werden.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Klettersteig | Bayern | Berchtesgadener Alpen | Berchtesgaden

Tourensteckbrief Hoher Göll - über Kehlstein / Mannlgrat

Anfahrt: Autobahn Salzburg, A8 Ausfahrt Piding / Reichenhall. Dann über Reichenhall auf der B20 nach Berchtesgaden. In Berchtesgaden folgt man der Beschilderung Kehlsteinhaus / Rossfeldstrasse. Vor der Seilbahn rechts ab und über eine steile Bergstraße (24%) hinauf und Richtung Rossfeldstraße (also nicht weiter zum Kehlsteinhaus – die Straßen trennen sich!). An der Mautstelle vorbei (vor 7.30 Uhr gebührenfrei) und bis zum Ofnerboden. Links befindet sich nun der Wanderparkplatz, rechts die Schifferer Hütte. (Maut: PKW + Fahrer: 4 Euro, jede weitere Person 1.50 Euro / Stand 2004).
Busverbindungen: Wer die Tour abkürzen und erst am Kehlsteinhaus beginnen möchte, fährt zum Bahnhof Berchtesgaden. Hier geht der erste Bus zum Kehlsteinhaus um 7.20 Uhr (es ist jedoch der Arbeiterbus, meist darf man jedoch mitfahren); der zweite Bus startet um 8.15 Uhr. Bei der hier beschriebenen Runde darf man im Eckersattel nicht zur Enzianhütte absteigen, sondern man wandert zum Ahornkaser hinauf. Hier bringt einen der Bus um 15.48 Uhr (einzige Nachmittagsverbindung!) nach Berchtesgaden zurück. RVO-Telefon: 0049 / (0)8652 / 944 820.

Ausgangspunkt: Ofnerboden (1150m), gegenüber der Schiffererhütte, an der Rossfeldstrasse, oberhalb von Berchtesgaden. (Alternativ kann man die Tour auch beim Kehlsteinhaus beginnen. Dann muss man erstens mit dem Bus hinauffahren und auch mit dem Bus zum Ausgangspunkt zurückkehren. Einziger Vorteil: man spart sich immerhin 700 Hm. Siehe Busverbindung.)

Route: Rechts der Straße (also gegenüber vom Parkplatz) findet man einen schmalen, zunächst unbeschilderten Wanderweg zum Kehlstein. Nach 100m gelangt man auf einen asphaltierten und im späteren Verlauf bestens beschilderten Wanderweg; über diesen in 1,5 bis 2 Stunden zum Kehlsteinhaus. Etwas unterhalb, beim Busparkplatz, noch ca. 50m geradeaus, dann links hinauf in Serpentinen zum beliebten Ausflugsziel. Am Haus vorbei Richtung Südosten zum Gipfel des Kehlstein und anschließend leicht fallend zum Einstieg des Klettersteigs. Dieser führt nun immer entlang des Mannlgrates, mal links und mal rechts davon, sowie in ständigem Auf und Ab, hinüber zur Gipfelflanke. Über eine steile Felsstufe klettert man hinauf in die schotterige Flanke und hier entlang von Steigspuren und spärlichen Markierungen steil empor. Auf 2253m trifft man auf die Abzweigung zum Purtscheller Haus. Zum Gipfel steigt man jedoch weiter über Schotter hinauf, immer rechts unterhalb des Grates (oft weicht der Weg weit in die Flanke aus). Dabei geht es noch einmal in eine Scharte und anschließend über eine Stufe hinauf, doch nach weiteren 15 min steht man endlich am aussichtsreichen Gipfel.

Abstieg: Wie beim Aufstieg geht es bis zur beschilderten Abzweigung zum Purtscheller Haus zurück. Nun nach rechts über den Schustersteig steil, ausgesetzt und teilweise drahtseilversichert hinunter. Erst kurz vor dem Purtscheller Haus wird der Steig zum Wanderweg, auf dem man entlang des grünen Kammes die Hütte erreicht. Nach einer Erfrischung wählt man den rechten Weg (im Abstiegssinn) Richtung Ahornkaser / Rossfeldstrasse (Nr. 451). Im sogenannten Eckersattel zweigt man dann nach links ab und wandert über die Forststraße Richtung Enzianhütte. Dort erreicht man die Rossfeldstrasse. Auf ihr nach links und noch 800m hinunter zum Ausgangspunkt.

Charakter / Schwierigkeit: Wunderschöne, jedoch lange und anstrengende Tour, die fast durchgehend absolute Konzentration und Trittsicherheit erfordert. Beim Mannlgrat handelt es sich um einen gut versicherten Klettersteig mittlerer Schwierigkeit mit einigen ausgesetzten Stellen. Dessen Länge sollte man nicht unterschätzen, denn es geht ständig auf und ab. D.h., es müssen auch viele Stellen abgeklettert werden. Der Schustersteig ist nur stellenweise drahtseilversichert und führt über ausgesetztes, steiles Fels- und Schrofengelände. Auch er ist nur etwas für Geübte und entspricht etwa einer mittelschweren Bergtour. (Wer durch den Kamin zum Purtscheller Haus absteigen will, sollte sich unbedingt vorher über die aktuellen Verhältnisse erkundigen, da hier im Frühsommer häufig Altschnee den Abstieg gefährlich machen kann.)

Gehzeit: Aufstieg: insgesamt 4,5 bis 5,5 Stunden (1,5 bis 2 Stunden Rossfeldstraße-Kehlstein und 3 bis 3,5 Stunden Kehlstein-Hoher Göll); Abstieg über Schustersteig und Purtscheller Haus: 3 Stunden (ohne Pausen!)

Tourdaten: insgesamt etwa 1550 Höhenmeter (wg. diverser Gegenanstiege am Mannlgrat).

Beste Jahreszeit: Juli bis Mitte Oktober (nicht nach herbstlichen Schneefällen!)

Stützpunkt: 1. Kehlsteinhaus (1837m), stark frequentiertes Ausflugsziel mit fantastischer Aussicht. Von Mai bis Oktober geöffnet. Telefon: +49 / (0) 8652 / 2969. Keine Übernachtungsmöglichkeiten.
2. Purtscheller Haus (1692m) der DAV-Sektion Sonneberg, bewirtschaftet von Mitte Mai bis Ende Oktober; kein Winterraum. 120 Übernachtungsplätze. Telefon: 0049 / (0) 8652 / 2420.

Ausrüstung: Klettersteigausrüstung für den Steig. Im Schotter empfehlen sich Teleskopstöcke, die man beim Klettern am Rucksack verstauen kann.

Info: Selbstverständlich kann man die beschriebene Runde auch umgekehrt machen, doch dann hat man den langen Mannlgrat und das dann vielleicht etwas zermürbende Auf- und Abklettern am Ende der Tour.

Karte: Kompass Blatt 794, Berchtesgadener Alpen, 1:30.000. Oder UK L4 vom Bayerischen Landesvermessungsamt, 1:50.000. Zum Karten-Shop...

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Berchtesgaden
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Berchtesgaden
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

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