Touren

Hochfeiler (3510 m) 

Der höchste Zillertaler Berg bietet ein grandioses Panorama und hochalpines Ambiente. Und das, obwohl er von Südtiroler Seite aus auf dem Normalweg unschwierig und ohne Gletscherberührung zu besteigen ist. Nur die Firnschneide zum wirklich erhabenen Gipfel hat etwas alpineren Charakter.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Hochtour | Trentino-Alto Adige | Zillertaler Alpen | Pfitschertal

Tourensteckbrief Hochfeiler

Anfahrt: Über die Brennerautobahn (oder Landstraße) nach Sterzing. Hier folgt man der Beschilderung ins Pfitschertal. Über Kematen und St. Jakob bis ins Talende und hier auf der schmalen Bergstraße (Achtung, viele Mountainbiker!) Richtung Pfitscherjoch. Beim Weiler Stein (Schild Pfitscherjoch) gabelt sich die Straße und man folgt der rechten (also unteren) Möglichkeit. Auf der nun nicht mehr asphaltierten Straße fährt man 3 km bis zur dritten Kehre. Hier gibt es beschränkte Parkmöglichkeiten.

Ausgangspunkt: Parkplatz der Hochfeilerhütte (1708 m), in der dritten Kehre der Sandstraße zum Pfitscherjoch, im hintersten Pfitschertal.

Route: Hüttenanstieg: In der Kehre beginnt der ausgeschilderte und markierte Wanderweg zur Hochfeilerhütte. Links oberhalb des Baches quert der kleine Weg ins Tal hinein. Dabei an einer Verzeigung rechts. Schon nach kurzer Zeit geht es auf einer Brücke über den Bach und auf der anderen Seite Richtung Süden. Nun zieht sich der Pfad zuerst noch durch Wald, dann über ein Wiesenstück und später durch Strauchwerk in Serpentinen hinauf. Die Abzweigung zur Gliderscharte lässt man dabei gleich anfangs rechts liegen. Oberhalb der 2000er Marke beginnt der Pfad dann die freien und teilweise recht steilen Hänge des Gamsstetten Richtung Südosten zu queren. Die Traverse wird auch unterhalb des Blauen Kofel fortgesetzt; nun jedoch dreht das Tal genau nach Osten ab. (Siehe auch Bild 2) Nach einer Bachquerung folgen Serpentinen über einen steilen Wiesenhang. Hier, etwa 100 Hm unterhalb der Hütte, verzweigt sich der Steig noch einmal (hier Direktanstieg zum Gipfel möglich). Man nimmt den rechten Weg (Schild Hochfeilerhütte) und erreicht so das schön gelegene Schutzhaus (2710m). Weitere Bilder zum Hüttenaufstieg und den entsprechenden Kartenausschnitt finden Sie hier.

Gipfelanstieg: Das Schild bei der Hütte weist einen nach Nordwesten. Über eine drahtseilgesicherte Steilstufe (ganz kurze und einfache Klettersteigpassage mit Eisenbügeln / siehe auch Bild 3) erreicht man den Grat. Hier (Schild) rechts, dem Grat folgend, über Plattenschutt immer weiter empor, bis der Kamm in einer Flanke ausläuft. Nun durch die Flanke Richtung Nordosten hinauf zum nächsten Grat, welcher sich unmittelbar vom Hochfeilergipfel herunterzieht. (Siehe Bild 4.) Ihm folgt man meist auf seiner linken Seite unschwierig, bis kurz unter dem Gipfel der felsige Kamm in einen Schneegrat übergeht. Nun entweder genau auf der Firnschneide empor zum Gipfel. Oder - wenn im Hochsommer die Plattenschuttflanke (rechts daneben) schneefrei ist – der Firnschneide rechts ausweichend, steil zum höchsten Punkt. (Siehe dazu auch Bild 6)

Abstieg: Wie Aufstieg. Den Umweg über die Hütte kann man sich jedoch bei Bedarf sparen, indem man beim Schilderbaum oberhalb der gesicherten Steilstufe nicht links (wie ausgeschildert) zur Hütte absteigt, sondern geradeaus auf einem Pfad weiterwandert. So trifft man ein gutes Stück unterhalb der Hütte auf den Anstiegsweg. Wer die Tour als Tagestour packt, kann natürlich hier bereits im Anstieg abkürzen.

Charakter / Schwierigkeit: Die Tour auf den höchsten Zillertaler Gipfel kann ohne Gletscherberührung und daher auch von trittsicheren Gehern ohne große Hochtourenerfahrung durchgeführt werden. Jedoch nur bei sicherem Wetter. Einzig die Firnschneide zum Gipfel ist etwas alpiner und sollte, weil sie steil und manchmal doch etwas ausgesetzt ist, besser mit Steigeisen begangen werden. Dies gilt insbesondere bei Hartschnee oder Vereisung! Bei günstigen Verhältnissen (wie oft im Hochsommer) kann man dieser Firnschneide – wie oben beschrieben – rechts über Plattenschutt ausweichen. (Aktuelle Infos dazu beim Hüttenwirt der Hochfeilerhütte). Insgesamt handelt sich also - im Rahmen einer Hochtour - um eine recht einfach Route in jedoch großartiger, hochalpiner Landschaft. Auch wenn die Route selbst keinen Gletscher berührt, so ist der Blick auf die Zillertaler Eiswelt um nichts weniger beeindruckend. Dies gilt insbesondere für die Gipfelsicht und den Blick in die Hochfeiler-Nordwand. Zweitagestour, als Tagestour sehr anstrengend.

Gehzeit: Aufstieg: insgesamt 5,5 Stunden (3 Stunden zur Hütte und 2 bis 2,5 Std. bis zum Gipfel); Abstieg: insgesamt gut 3 Stunden (reine Gehzeit).

Tourdaten: insgesamt 1800 Höhenmeter (1000 Hm zur Hütte und zusätzlich 800 Hm zum Gipfel)

Beste Jahreszeit: Juli bis September

Stützpunkt: Hochfeilerhütte (2710m) der Sektion Sterzing des Alpenverein Südtirol. Geöffnet von Ende Juni bis Ende September. 90 Übernachtungsplätze in Lagern und Zimmern. Winterraum (nicht beheizbar / 6 Personen) geöffnet. Telefon Hütte: 0039 / 0472 / 646071; Telefon Privat: 0039 / 0472 / 767402 oder 765824.

Karte: Kompass Blatt 37, Zillertaler Alpen, 1:50.000. Oder AV-Karte Zillertaler Alpen / Westliches Blatt, Nr. 35/1, 1:25.000. Zum Karten-Shop...

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

Die aktuelle Wettervorhersage zur Tour von wetter.com für die nächsten 2 Tage. Sofern für das Zielgebiet keine Wetterdaten vorliegen, werden die Werte des nächstgelegenen Ortes ausgegeben.

Pfitschertal
Vorhersage für Fr, 20.10.2017
Fr, 20.10.2017 sonnig
3 / 10 oC
sonnig
Niederschl.: 25 % Wind: 3 km/h N
Pfitschertal
Vorhersage für Sa, 21.10.2017
Sa, 21.10.2017 leicht bewölkt
4 / 11 oC
leicht bewölkt
Niederschl.: 0 % Wind: 3 km/h NW
Zur 10-Tages Wettervorhersage von wetter.com
Wetterdaten powered by wetter.com

Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

Aktuelles aus dem Bergjournal

  • DYNAFIT Speedfit Nights

    DYNAFIT startet mit einer neuen Veranstaltungsreihe in den kommenden Winter: erstmals lädt der Skitourenspezialist zur Speedfit Night an sechs Terminen im deutschen und österreichischen Alpenraum. Nach zehn erfolgreichen Jahren „Nachtspektakel“ setzt DYNAFIT damit auf wenige Events und mehr Service für die Teilnehmer. Gemeinsam mit Hüttenwirten und Händlern veranstaltet der Skitourenausrüster die nächtlichen Pistentouren.

  • Heidelbeere (Blaubeere)

    Schon im August kann man oft die ersten Heidelbeeren ernten - so richtig vollmundig süß zergehen sie aber erst dann auf der Zunge, wenn sie auch noch die letzten warmen Sonnenstrahlen in sich aufgesogen haben. Nach dem Heidelbeergenuss aber nicht erschrecken: Vor allem im fast überreifen Zustand färben die Früchte Mund und Zähne intensiv blaurot.

  • GEWINNSPIEL - Berghaus Extrem Micro Down Jacket

    Gewinne ein EXTREM MICRO DOWN JACKET von Berghaus. Mitmachen ist ganz einfach du musst nur die Produktinfos lesen und eine Frage zu dieser tollen Jacke beantworten. Die super leichte Daunenjacke gibt es übrigens für Herren und für Damen.

  • Noch alle Tassen im Schrank?

    Nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe werden deutschlandweit rund 2,8 Milliarden Coffee to go-Becher pro Jahr verbraucht. Eine enorme Belastung in Sachen Klima, Ressourcen und Müll. Dabei geht es auch ganz anders. Zum Beispiel mit einem schicken, funktionellen und hygienischen Becher von Hydro Flask.

  • Die Lowe Alpine Story

    Die Jungs von Lowe Alpine brauchten eine bessere Ausrüstung für ihre Abenteuer – also haben sie sich eine gemacht. Eine Bergsteiger-verrrückte Familie schreibt Alpingeschichte und setzt Zeichen am Outdoormarkt. Die Story zum 50. Firmenjubiläum von Lowe Alpine.

  • European Outdoor Film Tour

    Seit mittlerweile 17 Jahren bringt die E.O.F.T. die besten Abenteuer- und Outdoorfilme auf die große Leinwand und erhellt damit die „dunkle Jahreszeit“.

Bild des Monats

082017
96feb86ec99a79cab8ed696678f72a3b.jpg
Sonnentanz

Benutzer: Schneefee

Beschreibung: Der Osorscica ist ein kleiner Berg mit maximaler Aussicht. Und ein Sonnenuntergang auf dem Inselberg von Cres ist immer wieder ein großes Erlebnis!
1e25c74490e2c304424a840a001e8154.jpg
Sommer al lago

Benutzer: Schneefee

Beschreibung: Wieder einmal Gardasee - und wieder einmal wunderschön! Für eine lange Tour ist es zu heiß, aber der Colodri ist eine kurze Spritztour und danach hüpft man am besten in den See, um sich abzufrischen.
c3a83117105c2905a863f8ba7a57286a.jpg
Frühlingsradln bei Tremosine

Benutzer: Linus_Z

Beschreibung: Die Gardasee-Region ist ideal für die Übergangszeit. Im Süden kann man schon etwas früher im Jahr mit der Wander-, Kletter- und Radlsaison starten.
Zum Touren-Bild des Monats...
Bergsport- und Outdoorausrüstung sicher online kaufen im Outdoor-Shop bergzeit.de

tourentipp.de-Karten-Shop

Kartenshop

Wanderkarten sind ein unverzichtbarer Begleiter auf Tour. In unserem Kartenshop finden Sie eine komplette Liste aller Kompass Wanderkarten mit Bestellmöglichkeit. Selbstverständlich gibt es auch eine Auswahl an Alpenvereinskarten, an Topographischen Wanderkarten vom Bayerischen Landesvermessungsamt sowie alle Digitalen Karten von MagicMaps und Schweizer Landeskarten.

Alpenwelt Karwendel
 
 


tourentipp.de für Bergtouren, Skitouren, Klettersteige, Wandern und zum Bergsteigen

© 2016 tourentipp.de Alle Rechte vorbehalten