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Heini Holzer Klettersteig - Großer Ifinger (2381 m)

Über Jahre waren für Schenna Sonne, Waal- und Wanderwege sowie Äpfel ein Garant für einen nicht endend wollenden Strom an Touristen. Doch mittlerweile hat man erkannt, dass das jüngere Publikum noch andere Interessen hat. Und so stand man der Idee eines Klettersteigs am Hausberg Großer Ifinger, der in der Zwischenkriegszeit die lokalen Kletterer anzog, durchaus positiv gegenüber. Im Mai 2016 begannen die Arbeiten am neuen Heini Holzer-Klettersteig, der in sechs Wochen fertiggestellt wurde und von Beginn an auf reges Interesse stieß. Alleine in den ersten fünf Wochen zählte man bereits rund 600 Begehungen.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Klettersteig | Trentino-Alto Adige | Sarntaler Alpen | Schenna

Tourensteckbrief Heini Holzer Klettersteig - Großer Ifinger

Anfahrt: Über den Brenner nach Bozen, weiter über Meran zur Ausfahrt Meran Süd und an Schenna vorbei Richtung Hafling. Alternativ von Nordwesten kommend über den Reschenpass nach Meran. Navi-Adresse: I-39012 Meran, Naifweg 37.
Öffentliche Verkehrsmittel: Mit der Bahn nach Meran, mit dem Bus zur Talstation der Seilbahn Meran 2000. Von Schenna aus fährt der Gästebus bis zur Talstation. Mehr Infos hier.

Ausgangspunkt: Parkplatz bei der Seilbahn Meran 2000 (650 m) in Hafling bei Schenna (unweit von Meran)

Route: Auffahrt mit der Bergbahn. Gleich bei der Bergstation (1890 m) am Pfiffinger Köpfl entdeckt man den ersten Wegweiser zum Klettersteig. Man folgt dem Fahrweg ein paar Minuten, bis der Wegweiser einen links auf einen schmalen Steig leitet (Nr. 18), der im leichten Auf und Ab die Hänge quert und schließlich hinauf zur bereits länger sichtbaren Holzplattform am Einstieg des Klettersteigs führt. Den Helm zieht man allerdings sicherheitshalber schon ein paar Meter unterhalb an, vor allem wenn bereits Klettersteiggeher im Steig unterwegs sind. Von der Plattform aus führt das Drahtseil durchgehend bis zum Ausstieg auf einem schönen Wiesenkamm unterhalb des Kleinen Ifingers; Orientierungsprobleme gibt es daher keine. Nach dem kurzen Einstiegswandl (B) gleich zu Beginn erreicht man eine erste Wiese, über die Drahtseile geradewegs hinauf führen zu einer Felsstufe, unter der der Steig nach links quert. Die beiden Stellen sind typisch für den kompletten Klettersteig, der aus einem Wechsel von kurzen Felsen und steilem Wiesengelände besteht, wobei charakteristische Stellen mit einem Namen versehen wurden. Steilaufschwung (B/C), Gsteier-Blick (A), Bergführerweg (B/C) und Dolomitenpanorama (B) heißen die nächsten markanten Stellen, ehe mit dem Geistergrat (B) eine überaus fotogene Felspassage folgt. Über Waldele, Goasberg und eine weitere Wiese erreicht man den Heini Holzer Rastplatz. Von hier aus sieht man gut in die schroffe Steilflanke des Ifinger, durch die Heini Holzer einst mit Ski abgefahren ist. Oberhalb geht es weiter durch steiles Gras (A), ehe mit der Engelskante (B) noch ein paar schöne Klettersteigstellen kommen. Über die Ausstiegsmeile erreicht man einen Wiesenrücken und damit das Ende des Klettersteigs. Ein paar Meter weiter trifft man auf den Normalweg zum Ifinger, wobei am Großen Ifinger noch ein paar gesicherte Passagen kommen, so dass man seine Klettersteigausrüstung (und den Helm!) noch einmal benötigt. Der Kleine Ifinger (2552 m) wird dabei auf der Nordseite gequert, ehe man von Süden über eine plattige Rampe Richtung Gipfel aufsteigt. Kurz unter dem höchsten Punkt erfordert ein schmaler, nicht gesicherter Steig noch etwas Trittsicherheit und Konzentration, dann laden die Felsblöcke rund um das Gipfelkreuz zur Rast ein.

Abstieg: Auf dem Normalweg in Richtung der gut sichtbaren Kuhleitenhütte. Vor dem kurzen Gegenanstieg zur Hütte zweigt rechts ein Steig ab, der die steilen Grashänge quert und schließlich steil hinunter führt zum Fahrweg, auf dem man in wenigen Minuten wieder die Bergstation erreicht.

Charakter / Schwierigkeit: Überwiegend leichter, jedoch nicht kurzer Klettersteig, meist Kategorie B, einige Stellen B/C. Von der Früh weg sehr sonnige Route, daher früher Aufbruch ratsam. Im Sommer sehr heiß, unbedingt genügend Getränke mitnehmen. Im Steig wechseln sich schöne Felspassagen mit steilem, sehr staubigen Grasgelände ab. Bei Nässe daher recht unangenehm. Der Steig ist durchgehend mit Drahtseilen gesichert, künstliche Tritte wurden nur spärlich verwendet. Es wird sich zeigen, ob derzeit noch vorhandene Tritte im Gras durch die vielen Begeher verschwinden und wie sich dadurch die Schwierigkeiten verändern. Der Klettersteig ist in 16 Abschnitte gegliedert, die jeweils mit einer Nummer kenntlich gemacht wurden, damit im Notfall die Bergretter den Unglücksort schneller finden. Weitere Information zum Steig hier

Exposition: West, Südwest, Süd, Südost

Gehzeit: Zum Einstieg 45 Minuten, Klettersteig 3 bis 4 Stunden, Weiterweg auf den Großen Ifinger 30 Min., Abstieg 1.45 Std..

Tourdaten: Höhendifferenz: Insgesamt 730 Höhenmeter, davon Klettersteig 550 Hm. Distanz: ca. 6,5 km (gesamte Runde).

Beste Jahreszeit: Anfang Mai bis Anfang November

Stützpunkt: Beim Abstieg die Kuhleitenhütte (2361 m, im Sommer 2016 geschlossen, voraussichtlich ab dem Winter 2016/2017 wieder geöffnet), bei der Bergstation der Seilbahn Meran 2000 der Berggasthof Piffinger Köpfl (1900 m) und das Panorama Bistro Meran 2000 (1890 m).

Ausrüstung: Klettersteigset, Helm, Klettersteighandschuhe

Wissenswertes: Der Klettersteig wurde nach dem Südtiroler Alpinisten und Extremskifahrer Heini Holzer benannt. Auch die Steilflanke am Ifinger hat Holzer mit Ski befahren. 1977 verunglückte der Extremskifahrer beim Versuch die Piz Roseg-Nordostwand abzufahren. Heini Holzer auf Wikipedia.

Bergbahn: Meran 2000 Sommerbetrieb von etwa Anfang Mai bis Anfang November tgl. 9 bis 17, von Juli bis Mitte September bis 18 Uhr. Weitere Infos unter www.meran2000.com

Karte: Kompass Karte Blatt 53, Meran und Umgebung, 1:50.000.
Erhältlich in unserem Kompass-Wanderkarten-Shop.

Autor: Stefan Herbke

Wetter

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Schenna
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-5 / -2 oC
sonnig
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Karte

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Galerie

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