Touren

Hammerstein (1278 m)

Klein aber oho! Eine für die Gegend relativ ruhige und anspruchsvolle Bergwanderung, die kurz und dennoch abwechslungsreich ist. Eine urige Einkehrmöglichkeit am Weg und ein herrlicher Blick auf den Chiemsee machen die Tour zudem interessant.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Chiemgauer Alpen | Aschau

Tourensteckbrief Hammerstein

Anfahrt: A 8 München-Salzburg bis zur Ausfahrt Frasdorf. Auf der St2093 nach Aschau. Durch den Ort bis zum Schlossberg mit Bräustüberl. Vor dem Gasthaus rechts einbiegen in die Schlossbergstraße. Wegen Parkplatzmangel am Ausgangspunkt ist es meist günstig schon hier am Festplatz auf dem öffentlichen Parkplatz sein Fahrzeug abzustellen. Den eigentlichen Ausgangpunkt erreicht man, indem man bis zur querlaufenden Zellerhornstraße fährt und hier rechts einbiegt. Ecke Heurafflerweg findet man dann einen Wegweiser zur Hofalm und damit den Ausgangspunkt der Tour (Achtung, nur ganz beschränkte Parkmöglichkeiten in der Umgebung!)

Ausgangspunkt: Heurafflerweg (600 m) im Ortsteil Hohenaschau von Aschau im Chiemgau.
Alternativ kann man die Tour auch von Frasdorf aus angehen - siehe Alternative.

Route: Der Heurafflerweg leitet einen zum Bergfuß; die asphaltierte Straße mündet bald in einen holprigen Karrenweg, der einen in Serpentinen hinauf in freies Almgelände und damit zur Hofalm (970 m) bringt. Auf Höhe der Hofalm findet man eine Abzweigung nach links zur Ellandalm. Diesem Weg folgt man über die Wiese bis zum Waldrand. Hier verlässt man den Weg nach rechts und steigt über den Stacheldrahtzaun. Weglos geht es nun am Zaun und am Waldrand entlang empor. Weiter oben, am anfangs noch schwach ausgeprägten Kammrücken, findet man wieder Pfadspuren. Diesen und dem Rücken folgt man ohne Orientierungsprobleme durch den Wald und über eine Windwurfzone bis zum felsigen Gipfelaufbau. Hier geht es über einen Steig steil hinauf zu den Felsen und zu einem kaminartigen Durchschlupf. Durch das oft schmierige und drahtseilgesicherte „Felsenloch“ kraxelt man hinauf zum Grat und geht nach rechts über einen an einer Stelle ausgesetzten Pfad zum höchsten Punkt mit Kreuz.

Abstieg: 1. Wie Aufstieg.
2. Absolut trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer können auch am Grat entlang weiter wandern und den gesamten, teilweise sehr ausgesetzten Kamm sowie das Zellerhorn (1356 m) überschreiten. Dabei geht es über absturzgefährdetes Gelände mit Stellen im Schwierigkeitsgrad I bis II (UIAA) und über eine mit Drahtseil gesicherte Stelle. Bei rutschigen Verhältnissen kann die Route also sehr unangenehm sein.Über das Zellerwandl (1415 m) erreicht man schließlich die Wiesenmulde zwischen Zellerwand und Laubenstein. Durch die Mulde auf schmalem Pfad abwärts. Nun auf Pfadspuren immer durch den Graben hinunter bis zu einem steileren Absatz. Hier weicht der Pfad etwas nach links aus und über eine Stufe geht es in eine Senke. Geradewegs auf dem Pfad ans andere Ende der Senke, wo man einen Weg findet. Auf ihm weiter zu einer Forststraße. Hier links zu einer Mehrfachverzweigung; rechts, auf dem Forstweg hinunter Richtung Frasdorfer Hütte und bei der Weggabelung zur Hofalm. Deutlich länger - wegen der Gegenanstiege am Grat auch deutlich mehr Höhenmeter!

Alternative: Natürlich kann man die Tour auch von der Frasdorfer Hütte aus angehen. Vom Ausgangspunkt Lederstube bei Frasdorf wandert man zu ihr hinauf (ca. 1 ¼ Std.). Dann auf der Almstraße in ca. 10 min. zur Hofalm, wo man nun nach rechts Richtung Ellandalm abbiegen muss.

Bike: Die Tour eignet sich auch als Bike & Hike Unternehmung. Allerdings muss man dann die unter „Alternative“ beschriebene Route über die Frasdorfer Hütte wählen.

Charakter / Schwierigkeit: Wegen einer kurzen ausgesetzten Wegstelle und dem meist glitschigen Felsdurchschlupf, bei dem man etwas Kraxeln muss, ist die Tour als anspruchsvolle Bergwanderung einzustufen. Sie ist kurz, abwechslungsreich und bietet einen schönen Blick auf den Chiemsee. Da sie nicht ausgeschildert und auch kurz weglos ist, gehört sie zu den ruhigen Routen in der Gegend.Der hier alternativ beschriebene Weiterweg (Gratüberschreitung) ist jedoch deutlich schwieriger und nur erfahrenen, schwindelfreien und absolut trittsicheren Bergwanderern vorbehalten; hier gibt es ausgesetzte Stellen im Schwierigkeitsgrad I bis II. Die allgemeine Einstufung der Tour als "anspruchsvolle Bergwanderung" bezieht sich daher nur auf die Route bis zum Hammerstein; der Weiterweg ist deutlich anspruchsvoller!

Gehzeit: Aufstieg: knapp 2 Stunden; Abstieg: 1 ¼ Stunden. Bei der Abstiegsvariante (2) mit  Überschreitung sind für die gesamte Runde ca. 5 Stunden zu veranschlagen.

Tourdaten: Höhendifferenz: 700 Höhenmeter; Distanz: 3,3 km

Beste Jahreszeit: Mai bis zum Wintereinbruch. Die anspruchsvolle Überschreitung ist wegen Schneeresten oft erst im Juni empfehlenswert!

Stützpunkt: 1. Hofalm (970 m), private Almwirtschaft, in den Monaten Mai und Oktober nur am Wochenende und feiertags geöffnet; während der Weidesaison (Juni bis September) durchgehend außer donnerstags geöffnet. Einfache Brotzeiten, keine Übernachtungsmöglichkeit. Telefon 08052/4517.
2. Frasdorfer Hütte (945 m - etwas abseits der hier beschriebenen Route), privat bewirtschaftet. Montag und Dienstag Ruhetag! Mittwoch bis Freitag von 10 bis 24 Uhr (im Winter von 17 bis 24 Uhr), Samstag von 10 bis 24 Uhr, Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Betriebsruhe von Mitte bis Ende November und vom 20. bis 26. Dezember. Telefon: 0049 / (0)8052 / 5140. Übernachtung möglich.

Karte: „Chiemsee“ vom Bayerischen Landesvermessungsamt, 1:50.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Aschau
Vorhersage für Di, 21.11.2017
Di, 21.11.2017 leichter Regen
4 / 5 oC
leichter Regen
Niederschl.: 90 % Wind: 18 km/h W
Aschau
Vorhersage für Mi, 22.11.2017
Mi, 22.11.2017 sonnig
6 / 10 oC
sonnig
Niederschl.: 0 % Wind: 9 km/h SW
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Galerie

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Beschreibung: Gerade noch rechtzeitig vor dem Einruch der Nacht konnte ich dieses stimmungsvolle Foto von der Hochsalwand mit Blick auf den Wendelstein machen. Die warmen Farben des Lichts bewirkten eine unbeschreibliche innere Ruhe und Zufriedenheit. Es war wieder ein Herbst-Abend, der den schönen Tag in den Schatten stellte.
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Beschreibung: Es ist eine Binsenweisheit und doch ist man einfach immer wieder erstaunt, welch großartiger Maler der Herbst gerade in den Bergen ist. Das Bild entstand bei einer Bergtour im Salzkammergut, am Fuße des Sparber.
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