Touren

Großer Möseler (3480 m) 

Eine prächtige und abwechslungsreiche Hochtour ist die Besteigung des Großen Möselers vom Furtschaglhaus aus. Auf den Bergsteiger wartet eine kombinierte Tour durch Eis und Fels, an deren Ende er auf dem zweithöchsten Gipfel der Zillertaler Alpen steht.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Hochtour | Tirol | Zillertaler Alpen | Zillertal

Tourensteckbrief Großer Möseler

Anfahrt: Über die Inntalautobahn A 12 bis Ausfahrt Wiesing / Zillertal, dann weiter ins Zillertal und über Zell am Ziller bis Mayrhofen. Ab jetzt der Beschilderung zum Schlegeis folgen. Über eine zum Teil einspurige Mautstraße (10 Euro / Stand 2005) erreicht man den Schlegeis-Stausee. Dort fährt man am besten bis zum allerletzten Parkplatz.

Ausgangspunkt: Letzte Parkmöglichkeit am Schlegeis-Stausee an der Jausenstation Zamsgatterl (1785m).

Route: Hüttenanstieg: Los geht’s erst mal ganz gemütlich: Man wandert dem breiten Schotterweg oberhalb des Stausees entlang. Eine Stunde braucht man schon bis man die Südspitze des riesigen Schlegeis-Stausees erreicht hat und schließlich über eine Brücke auf die andere Seite des Tals gelangt ist. Kurze Zeit später zweigt links der beschilderte Pfad ab, der einen in zahlreichen Serpentinen hinauf zum Furtschaglhaus (2295m) führt.

Gipfelanstieg: Die Alpenvereinshütte verlässt man in südliche Richtung und verliert dabei zunächst etwa 50 Höhenmeter, da man unten einen Bachlauf queren muss. Danach geht’s auf einem schon von der Hütte aus gut sichtbaren Pfad über einen Moränenrücken hinauf zum Schlegeiskees. Steinmanderl markieren den Anseilplatz (ca. 2730m). Von hier aus geht man nun auf dem Gletscher einige Spalten umgehend in westlicher Grundrichtung auf das markante Felsköpfl (2985m) zu, umgeht es rechts und erreicht so schließlich den Fuß eines recht steil aufragenden Berges. Hier kommt die Schlüsselstelle der Tour: Man geht eine gut 40 Grad steile Schuttrinne rund 70 bis 80 Höhenmeter hinauf, in der meistens Schnee liegt (auf Steinschlag acht geben - vor allem, wenn andere Bergsteiger über einem sind!). Oben verlässt man die Rinne nach rechts und steigt über zum Teil brüchiges Blockgestein rund 150 Höhenmeter hinauf bis zum zweiten Anseilplatz (3250m). Von einem Weg hier hinauf kann man übrigens nicht sprechen, es gibt auch keine Markierungen. Am besten man kraxelt rechts, also südlich, nahe des Felsabbruchs hinauf (Schwierigkeitsgrad I-II). Hat man also diesen erneuten Anseilplatz erreicht, ist der Gipfel nur noch 30 bis 40 Minuten von einem entfernt. Man überwindet auf dem Gletscher eine kurze Steilstufe und folgt dem Firngrat mäßig steil nach oben. Dann noch eine kurze Rechtsquerung und der Bergsteiger steht am Gipfelkreuz des Großen Möselers.

Abstieg: wie Aufstieg. Abhängig von den Verhältnissen kann es ratsam sein, beim Abstieg über die schneebedeckte Schuttrinne ein Fixseil zu legen.

Bike: Bike & Hike - Der Hatscher vom Parkplatz zur Südspitze des Schlegeisspeichers lässt sich auch gut mit dem Fahrrad machen.

Charakter / Schwierigkeit: Es handelt sich um eine abwechslungsreiche mittelschwere Hochtour im kombinierten Gelände. Schlüsselstelle ist eine gut 40 Grad steile Schuttrinne, die lange Zeit im Sommer mit Schnee bedeckt ist. Außerdem besteht hier erhöhte Steinschlaggefahr, deshalb Helm aufsetzen! Die sich daran anschließende Kletterei im Blockgestein wird mit I bis II (UIAA) bewertet und ist nicht sonderlich ausgesetzt. Ist der Fels vereist, dürfte aus der lustvollen Kraxelei allerdings rasch ein gefährliches Unterfangen werden!
Tipp: Man kann die Rinne übrigens auch umgehen, indem man etwa 50 Meter links vom Einstieg in die Felsen geht und dort im IIer-Gelände hinaufklettert. In diesem Fall sollte man aber vermeiden, oberhalb der Rinne gleich nach rechts zu queren. Dort ist das Gelände sehr brüchig und man würde Bergsteiger in der Rinne durch Steinschlag erheblich gefährden. Wenn man die Rinne schon meidet, dann sollte man auch konsequent am Nordgrat entlang bis hinauf zum zweiten Anseilplatz klettern.

Gehzeit: Aufstieg: 6 1/2 Std. Abstieg: 4 1/2 Std. Es empfiehlt sich vor der Tour auf dem Furtschaglhaus zu übernachten; von dort in etwa 4 Stunden zum Gipfel.

Tourdaten: 1.700 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Juli bis September

Stützpunkt: Furtschaglhaus (2295m), DAV-Hütte, bewirtschaftet von Mitte Juni bis Ende September, 120 Schlafplätze, Tel: 0043 / (0)676 / 9579818.

Ausrüstung: Komplette Hochtourenausrüstung und Steinschlaghelm erforderlich.

Karte: Kompass Blatt 37, Zillertaler Alpen, 1:50.000; DAV-Karte Nr. 35/1 (Zillertaler Alpen-Westliches Blatt), 1:25.000.

Autor: Manfred Wöll

Wetter

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Bild des Monats

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Beschreibung: Gerade noch rechtzeitig vor dem Einruch der Nacht konnte ich dieses stimmungsvolle Foto von der Hochsalwand mit Blick auf den Wendelstein machen. Die warmen Farben des Lichts bewirkten eine unbeschreibliche innere Ruhe und Zufriedenheit. Es war wieder ein Herbst-Abend, der den schönen Tag in den Schatten stellte.
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Beschreibung: Es ist eine Binsenweisheit und doch ist man einfach immer wieder erstaunt, welch großartiger Maler der Herbst gerade in den Bergen ist. Das Bild entstand bei einer Bergtour im Salzkammergut, am Fuße des Sparber.
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Benutzer: Schneefee

Beschreibung: Der Osorscica ist ein kleiner Berg mit maximaler Aussicht. Und ein Sonnenuntergang auf dem Inselberg von Cres ist immer wieder ein großes Erlebnis!
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