02. Oktober 2014
 

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Frieder (2053 m) - Friederspitz (2049 m)

Richtige Geheimtouren gibt es heute nicht mehr. Und dennoch findet man noch ein paar Gipfel, auf denen man selbst am Wochenende fast alleine ist. Der Frieder ist so eine Bergtour. Über einen steilen Pfad führt der Weg durch romantischen Mischwald auf den aussichtsreichen Gipfel.
 
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
 
Bergtour | Bayern | Ammergebirge | Garmisch-Partenkirchen

Tourensteckbrief Frieder und Friederspitz

Anfahrt: A95 München-Garmisch bis Autobahnende, durch den Tunnel und weiter bis zur Abzweigung Fernpaß/Reute. Abzweigen und auf der B23 bis Griesen (österreichische Grenze).
Ausgangspunkt: Kleiner Parkplatz am Ortsende von Griesen, 815m, (vor der Brücke rechts).
Route: Der Weg beginnt direkt beim Parklpatz. Man folgt dem Wegweiser „Plansee, Schellschlicht; Linderhof“ (Der Frieder ist darauf nicht angegeben) und wandert auf einer breiten Forststraße bis einen nach einigen hundert Metern eine beschilderte Abzweigung (Schild Frieder) nach rechts leitet. Nun immer auf dem Weg, unter dem Ofenberg hindurch, ins Friedergrieß. Jetzt macht der Weg einen Linksbogen und führt uns so an den Bergfuß des Frieder (am nördlichen Ende des Grießes). Hier, am Waldrand, findet man ein letztes Hinweisschild (Frieder) und einen kleinen, schmalen Bergsteig. Ihm folgt man in stetigem Zick-Zack steil nach oben. Nur kurze Passagen sind etwas flacher, dann zieht der Weg gleich wieder an. Auf ca. 1200 Meter überquert man einen schluchtartigen Bachlauf. Er ist das untere, schmale Ende einer großen Lawinenbahn. Einige wenig vertrauenswürdige Seilsicherungen führen einen hinüber. Der Weg ist nie schwierig, erfordert aber wegen der steilen, grasigen Bergflanken und seiner Schmalheit eine gute Trittsicherheit. Nun wieder steil in Serpentinen nach oben durch die Latschenzone rechts hinaus auf eine Rampe auf ca. 1770m (eigene Messung). Hier führt auch von der anderen Seite ein Weg herauf. Den an dieser Stelle wenig ausgeprägten Trittspuren folgt man nun nach links oben, (jetzt etwas flacher) am Scharfeck vorbei und unter dem Lausbichel hindurch. Dann hat man den Gipfel vor sich. Man quert die fantastische Hochebene hinüber und erreicht etwas links des Gipfels den breiten Grat. Auf ihm zum Gipfel der Friederspitze (2049m).

Wer jetzt noch Moral und Kondition hat steigt einige Meter östlich des Gipfels hinunter zu einem Grassattel und auf der anderen Seite hinauf zum zweiten Gipfel, dem Frieder (2053m). Der Weg hinüber sieht viel weiter aus, als er ist: nur 20 Minuten dauert es.
Abstieg: Wie Aufstieg.
Charakter / Schwierigkeit: Einsame, anspruchsvolle Bergwanderung mit steilem Aufstieg über einen schmalen Bergpfad. Im oberen Bereich nur Steigspuren. Die Orientierung ist aber bei guter Sicht nicht schwierig. Der schmale Steig quert sehr steile, grasige Waldhänge. Er ist nie schwierig, fordert allerdings Trittsicherheit und sollte bei Regen und Schnee besser nicht begangen werden. Fantastische Aussicht auf die Zugspitze und den Eibsee.
Gehzeit: Aufstieg: 4 Stunden bis zum Frieder (zweiter Gipfel); Abstieg: 2,5 Stunden.
Tourdaten: 1200 Meter (+ 100 Meter für Frieder)
Beste Jahreszeit: Juni bis zum ersten Schneefall.
Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit; viel zum Trinken mitnehmen!
Karte: Karwendelgebirge / Werdenfelser Land des Bayerischen Landesvermessungsamtes, 1:50.000.
Autor: Bernhard Ziegler

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