30. Juli 2014
 

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Ellmauer Halt (2344 m) - über den Gamsängersteig

Der Gamsängersteig ist die südseitige Normalroute auf den höchsten Kaisergipfel. Interessant und kurzweilig führt die Steiganlage zuerst unterhalb des Kopftörlgrats und zuletzt von Westen her an steilem Fels zum aussichtsreichen höchsten Punkt.
 
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
 
Klettersteig | Tirol | Kaisergebirge | Ellmau

Tourensteckbrief Ellmauer Halt über den Gamsängersteig

Anfahrt: Auf der Inntalautobahn bis Anschlussstelle Kufstein-Süd und weiter über die Felbertauern-Strecke bis Ellmau/Tirol. Dort den Wegweisern „Wochenbrunn/Kaisergebirge“ folgen und auf schmaler, asphaltierter Bergstraße zur Mautstelle unterhalb des Gasthofs Wochenbrunn (981 m). Weiter bis zum Straßenende an der Wochenbrunner Alm (ausreichend Parkplätze).
Öffentliche Verkehrsmittel: Bestgelegene Bahnstation ist Kufstein; von dort Busverbindung nach Ellmau. Weiter zur Wochenbrunner Alm mit Taxi. (Zu Fuß von Ellmau 1 ¼ Std.)
Ausgangspunkt: Wochenbrunner Alm (1087 m) an der Südseite des Wilden Kaisers
Route: Von der Wochenbrunner Alm auf eindeutig beschildertem Weg teilweise steil durch Wald und in Serpentinen im freien Gelände zur Gruttenhütte (1619 m). 1,5 Stunden.
Nun dem AV-Weg Nr. 813 ins Kar Hochgrubach und zum Einstieg in die grasigen Bänder unterhalb des Kopftörlgrats folgen. Über die Bänder zunehmend schmäler und luftiger empor (gesicherte Stellen) und an der senkrechten, gelben „Jägerwand“ entlang großer Eisenbügel aufwärts. Danach Abzweigung zur Rote-Rinn-Scharte, der man nicht folgt. Die Route zur Ellmauer Halt führt an einem schwach ausgeprägten Gratrücken über „abgespeckte“ Felsstufen weiter. Dann entweder durch die dunkle „Achselrinne“ (Stifte, Leiter) oder – schöner – durch eine gesicherte, steile Verschneidung rechts davon hinauf und an weniger steilem Fels auf ein breites Geröllband („Maximilianstraße“). Von seinem östlichen Ende im Linksbogen zu glatten, gesicherten Platten. Über diese aufwärts und am Babenstuber Hüttl (blitzschlagsichere Wetter-Schutzhütte) vorbei zum Gipfel der Ellmauer Halt. 2¾ Std. von der Gruttenhütte. (Der Platz neben dem Gipfelkreuz ist so klein und abschüssig, dass man dort kaum ohne sich anzuhalten stehen kann.)
Abstieg: Auf der Anstiegsroute.
Charakter / Schwierigkeit: Auch wenn die Steiganlage an teilweise (durch viele Begehungen) glattem Fels empor führt und sie an manchen Passagen recht ausgesetzt ist, kann der Steig als eher leicht eingestuft werden. Im ersten Abschnitt besteht vom Kopftörlgrat herunter Steinschlaggefahr. Bei Gewitterneigung sollte man die Tour meiden. Der Gipfelbereich der Ellmauer Halt ist als blitzschlaggefährdet berüchtigt.
Gehzeit: Aufstieg 4,5 Stunden, Abstieg 2,5 Std..
Tourdaten: 1260 Höhenmeter
Beste Jahreszeit: Juli bis Anfang Oktober
Stützpunkt: 1. Wochenbrunner Alm (1087 m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, 30 Schlafplätze.
2. Gruttenhütte (1619 m), DAV-Sektion Turner-Alpenkränzchen München, bewirtschaftet von Anfang Juni bis Mitte Oktober, 170 Schlafplätze.
Ausrüstung: Bergwanderausrüstung, Wetterschutzbekleidung, griffiges Schuhwerk, Klettersteig-Sicherheitsausrüstung, Steinschlag-Schutzhelm.
Karte: AV-Karte 1:25.000, Kaisergebirge; WK 301 von freytag & berndt, Kufstein, Kaisergebirge; Kitzbühel, 1:50.000.
Autor: Horst Höfler

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